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-   -   Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative (http://www.journalismus.com/_talk/showthread.php?t=27573)

Journalist4 15.09.2009 00:42

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
@ Christine,

ich frage mich, warum Du der Schule und dem Verband so skeptisch gegenüber stehst? Hast Du schlechte Erfahrungen gemacht?

Ich kenne, dadurch, dass ich selbst meinen Abschluss dort gemacht habe, viele Mitstudenten, die alle zufrieden sind/waren .. sowohl mit dem einen, wie mit dem anderen.

Am besten Tipps kann man sich doch wirklich von denen holen, die die Schule kennen.

Wen interessiert denn eine Aktiengesellschaft? Oder würdest Du auch Springer in Frage stellen, wenn Du an der ASA wärst? Dann wirst Du überall was finden können, was Dir nicht schmeckt. Es sollte doch auf die Qualität der Ausbildung ankommen, oder? Ebenso auf die Leistungen eines Verbandes. Beides ist ausgezeichnet!

gesternheutemorgen 15.12.2009 18:40

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Hallo. Wer plant, sich zum 15.01. für den Märzkurs zu bewerben? Freue mich über Rückmeldungen von Gleichgesinnten.

maple_leaf 16.12.2009 12:37

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Zitat:

Zitat von gesternheutemorgen (Beitrag 76112)
Hallo. Wer plant, sich zum 15.01. für den Märzkurs zu bewerben? Freue mich über Rückmeldungen von Gleichgesinnten.

Ich überlege mir das seit einigen Wochen. Unterlagen sind auch schon ausgefüllt.
Das einzige, woran ich hänge, ist die Schreibprobe, die man abgeben muss.
Ist es besser, etwas aus meinem eigentlichen bisherigen Fachgebiet zu nehmen, oder kann es auch alles mögliche andere sein, so lang es "Fach"bezogen ist? Hat das Einfluss auf die Bewerbung?

Hab ein wenig Schiss davor, nicht reinzukommen. Blöderweise hört man immer nur, wie viel Bewerbungsunterlagen angefordert wurden im Vergleich zur Zahl der angenommenen Studenten, aber nicht, wie viele sich letztendlich beworben haben... weiß da jemand was?

gesternheutemorgen 17.12.2009 15:31

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Hallo maple_leaf,

(hast Du eine Vorliebe für Kanada? :-D)

Bei der Schreibprobe war ich mir auch lange unsicher. Am Ende habe ich mich für ein Porträt über einen Fischer entschieden, der in dritter Generation seiner Berufung folgt. Die Schwierigkeit bei der Schreibprobe lag für mich darin, eine Entscheidung zwischen zwei Darstellungsformen zu treffen: Reportage vs. Porträt. Die Reportage wäre mir sehr viel schwerer gefallen. Ich hoffe, dass ich mit meinem (guten :cool:) Porträt anstatt einer mittelprächtigen Reportage richtig liege.

Wenn ich in Deiner Situation wäre, würde ich mich für das Thema entscheiden, das Dir besser liegt. Was wäre in Deinem Fall Dein "bisheriges Fachgebiet"?

DDangel 17.12.2009 22:26

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Zitat:

Zitat von Journalist4 (Beitrag 75138)
@ Christine,

ich frage mich, warum Du der Schule und dem Verband so skeptisch gegenüber stehst? Hast Du schlechte Erfahrungen gemacht?

[...]

Wen interessiert denn eine Aktiengesellschaft? Oder würdest Du auch Springer in Frage stellen, wenn Du an der ASA wärst? Dann wirst Du überall was finden können, was Dir nicht schmeckt. Es sollte doch auf die Qualität der Ausbildung ankommen, oder? Ebenso auf die Leistungen eines Verbandes. Beides ist ausgezeichnet!

So, wie ich das verstanden habe, war die Gründung des AG-Verbands eine Antwort auf die als linkslastig bezeichneten alteingesessenen DJV- und verdi-Verbände. Die Gruppe wirft den alteingesessenen Verbänden vor, schlechte Service-Leistungen für Freie zu bieten und sich nur um die Festangestellten im Öffentlichen zu kümmern. 2004/05 mündete dies in Berlin/Brandenburg unter anderem in eine richtige Schlammschlacht zwischen den einzelnen berliner Verbänden (... und damit auch um die dort angegeliederten Organisationen: Journalistenschule, Pressebälle, Sozialwerk). Diese Auseinandersetzung ging mehrere Jahre, dauert bis heute auf sehr kleiner Flamme an und ist sehr(!) umfangreich. Daher sollen Interessierte bitte eine Suchmaschine ihrer Wahl bedienen -- das hier abzuhandeln, würde Wochen dauern.

Beste Grüße
David (DJV Berlin ;)

maple_leaf 05.01.2010 11:16

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Zitat:

Zitat von gesternheutemorgen (Beitrag 76132)
Wenn ich in Deiner Situation wäre, würde ich mich für das Thema entscheiden, das Dir besser liegt. Was wäre in Deinem Fall Dein "bisheriges Fachgebiet"?

Bisheriges Fachgebiet ist ganz breitgefächert Medien. Es ist halt einfach die Frage, ob es für die Bewerbung vorteilhafter ist, sein Fach zu nehmen oder was ganz anderes (z.B. Ernährung) zu nehmen...
Ich würde schon davon ausgehen, dass man sich erstmal in seinem bisherigen Fach breitmacht, um glaubwürdig zu sein, oder?

PS: nix Kanada, ich habe nur einen Ahornbaum vorm Fenster ;).

Mel 08.01.2010 20:49

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Hallo an alle, die bisher in diesem Thread mitgeschrieben haben!

Ich bin ganz neu hier und bin auf das Forum gestoßen, weil ich zur Zeit auf der Suche nach Alternativen zu meinem jetzigen Beruf bin. Meine Geschichte ist der von "Muser" sehr ähnlich. Dieser Beitrag hat mich sehr angesprochen, weil ich mich in einer ganz ähnlichen Situation befinde. Ich bin ebenfalls 29 und hänge momentan an einer Arbeitsstelle fest, die mich absolut nicht glücklich macht. Ich habe schon 3 Ausbildungen hinter mir. Ich bin staatl. gepr. Fremdsprachenkorrespondentin, staatl. gepr. Übersetzerin und Industriekauffrau (IHK). Mit den Fremdsprachen hat es einfach nicht geklappt, da irgendwie reinzukommen. Über die letzte Ausbildung konnte ich dann endlich im Berufsleben Fuß fassen, was erstmal nicht schlecht war. Jetzt arbeite ich fast 3 Jahre im kaufmännischen Bereich und habe mich aber leider sehr weit von dem entfernt, was mir Spaß macht und was mich als Mensch auch ausmacht: Meine Liebe zu Sprache und dem Schreiben und Texte verfassen. Stattdessen kämpfe ich mit Zahlen und Exceltabellen.

Wie Muser frage ich mich, ob man, wenn man wirklich den Willen dazu hat und alles daran setzt, mit 29 nochmal die Chance bekommt seinem Leben eine Wendung zu geben. Die Kosten der Schule wären für mich kein großes Problem, da ich momentan mit über 3000 Euro brutto finanziell keine Probleme habe.

Meine Vorstellung wäre so, dass ich ganz normal weiter in dem Beruf arbeite, in dem ich gerade bin, nebenher die Schule mache und schonmal anfange, die nötigen Kontakte zu knüpfen und zu schreiben. Das sollte ja funktionieren, schreiben kann man ja auch am Wochenende und von zuhause aus. Und eines Tages, falls sich tatsächlich herausstellen sollte, dass alles klappt und ich eine Chance hätte, in den Journalistenberuf einzusteigen, kann ich ja dann kündigen.

Was meint ihr - hört sich das total verrückt an oder bin ich (und Muser) hier die einzige, die solche Gedanken haben??

Vielen Dank für eure Antworten.

Gruß
Mel

CarolaS. 08.01.2010 21:15

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
du solltest nicht fragen. Wenn das dein Weg ist, dann mach das.

Du bist 29? Du findest das spät um umzusatteln? Statistisch gesehen ;-) bleiben dir noch 50 Jahre Zeit um dich zu ärgern, dass du es nicht getan hast.

maple_leaf 10.01.2010 15:57

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Zitat:

Zitat von Mel (Beitrag 76369)
Meine Vorstellung wäre so, dass ich ganz normal weiter in dem Beruf arbeite, in dem ich gerade bin, nebenher die Schule mache und schonmal anfange, die nötigen Kontakte zu knüpfen und zu schreiben. Das sollte ja funktionieren, schreiben kann man ja auch am Wochenende und von zuhause aus. Und eines Tages, falls sich tatsächlich herausstellen sollte, dass alles klappt und ich eine Chance hätte, in den Journalistenberuf einzusteigen, kann ich ja dann kündigen.

Was meint ihr - hört sich das total verrückt an oder bin ich (und Muser) hier die einzige, die solche Gedanken haben??

Vielen Dank für eure Antworten.

Gruß
Mel

Das hört sich gar nicht verrückt an, wieso? Dein Plan hat kaum Risiko, finanziell bist Du abgesichert.
Ist nur die Frage, wieviel Du neben einer Vollzeitstelle dann noch schreibend arbeiten willst oder kannst bzw. wann Du dann eventuell Deine derzeitige Kauffrauenstelle zeitlich reduzierst oder aufgibst.

Genau dazu ist die Journalistenschule ja da. Du machst einen weiteren Abschluss aus der Sicherheit einer Festanstellung raus. Falls es nicht klappen sollte (was ich nicht glaube), macht es auch nix.
Dann kannst du zumindest die Kosten steuerlich geltend machen 8-), hast aber für die Zukunft was in der Hand!

Alternativ könnte ich mir bei Dir auch vorstellen, dass Du mit Deinen Qualifikationen innerhalb eines neuen Unternehmens einen interessanteren Vollzeitjob findest (schreibenderweise), als Dein derzeitiger es ist.

Auf jeden Fall kannst Du nur gewinnen ;-)!

Mel 11.01.2010 20:19

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Hallo Maple Leaf,

vielen Dank für deine ermutigenden Worte.
Wäre es denn z.B. ein guter Gedanke, in der FJS dann einige Module über Public Relations zu belegen? In großen Betrieben könnte das doch sicher auch ein Weg für mich sein... So Artikel für die Presse schreiben oder ähnliches?
Ansonsten soll es auf jeden Fall in Richtung Printmedien bei mir gehen, auch Online-Journalismus. Funk und Fernsehen interessiert mich jetzt nicht so, ich denke auch dass man da wirklich nicht so ohne weiteres als Quereinsteiger reinkommt.

Nun ja - jedenfalls hab ich's tatsächlich getan und hab meine Bewerbung abgeschickt. Bin sehr gespannt und direkt ein bisschen nervös! Das mit der Schreibprobe ist schon schwierig. Man tritt ja gegen Mitbewerber an, die teilweise schon als Journalist arbeiten, und die liefern da sicher erste Sahne ab...Aber ok, ich habe es jetzt versucht, und wir werden sehen ob ich genommen werde :D

Viele Grüße
Mel

astalavista 22.01.2010 18:08

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
hallo,
ich habe heute meine Zusage für die FJS bekommen :lol:
Ich freu mich wie verrückt und bin auf jeden Fall auch an einem Austausch mit anderen Fernstudenten dort interessiert

Grüße
Alexandra

christine 22.01.2010 18:52

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Hat die FJS denn schon jemals einen Bewerber abgelehnt? Das ist doch ein kommerzielles Unternehmen.

Journalist4 22.01.2010 19:07

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Liebe christine, bist Du jemals an der Tür in einem Club abgeweisen worden? Ist schon merkwürdig, dass sowas tausendfach am Wochenende passiert, obwohl doch diese Clubs kommerzielle Unternehmen sind!

Pressefrau 22.01.2010 19:11

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Hallo zusammen,

bei mir kam heute auch die Zusage. Ich bin schon sehr gespannt und harre der Dinge, die da kommen.
Hoffentlich lohnt sich die zeitliche und finanzielle Investition...

astalavista 22.01.2010 19:35

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Natürlich ist es kommerziell, die Dozenten arbeiten dort sicher nicht aus Menschenfreundlichkeit und die Schule ist privat.

Und sollte ich mich weniger freuen, wenn sowieso alle genommen werden?
-achso ja, dann ist das ja "nichts mehr wert" - lach - Die Schule hat einen guten Ruf, das Konzept gefällt mir und von dem her ist es mir piepegal, ob die 30 oder 3.000 Leute annehmen


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