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-   -   Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative (http://www.journalismus.com/_talk/showthread.php?t=27573)

Journalist4 22.01.2010 20:05

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Also, ich bin Absolvent der Schule. Und, was ich sagen kann, ist, dass die generelle Voraussetzung ist, dass Du ein akademisches Studium abgeschlossen hast. Es gibt da nur wenige Ausnahmen. Ich habe eigentlich nur fertig studierte kennengelernt, darunter viele Doktoren, von denen ich in Kürze auch einer bin!! Dass Du vor Aufnahme nicht perfekt schreiben musst, ist ja nun wohl selbstverständlich. Man will Dir das ja beibringen!
Macht Euch keine Sorgen, ich bin seit 8 Jahren journalistisch tätig und habe dort endlich mal Theoretisches vermittelt bekommen. Die wenigsten Journalisten können beispielsweis von sich behaupten, sich im Presserecht auszukennen. Was an der Schule ein großes Kapitel bildet und zumindest für mich mehr als nützlich war!
Wer sich bilden will, muss auch bereit sein, neben Zeit Geld zu investieren. So funktioniert das nunmal und ist an jeder Hochschule nicht anders!

Davon abgesehen, hast Du es an einer Journalistenschule, die nichts kostet nicht einfacher. Erstmal musst Du da natürlich genommen werden, was ein schwieriges Unterfangen an sich ist. Und dann hast du beispielsweise an der ASA einen 10 Stunden Tag und bekommst dafür 700 Euro. Auch das kann sich, möge die Ausbildung auch noch so gut sein, nicht jeder leisten!

christine 22.01.2010 21:10

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Nö, journalist4, ich bin noch nie bei einem Club abgewiesen worden, sondern stets dort hineingekommen, wo ich hinein wollte. Ich gehörte seinerzeit sogar zu den 20 Bewerbern, die die Aufnahmeprüfung zum Journalistikstudium schafften ;-) - wo sie eben nicht jeden genommen haben. Und genau solche Hürden fließen halt ebenfalls bei der Reputation eines Journalistikstudiums oder einer Journalistenschule ein. Weil dort eben nicht jeder genommen wird, der einen Stift halten kann, sondern ein gewisses Talent schon eine Rolle spielt.

Journalist4 22.01.2010 21:24

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Dein Talent in allen Ehren, ich weiß nur nicht, welches Journalistik Studium, Du meinst .. Ich habe auch Medienwissenschaften studiert und musste auch eine Aufnahme Prüfung machen, was ich auch fairer fand, als da über den NC zu gehen.. An einer großen Journalistenschule war ich auch in der letzten Runde. Ob ich allerdings zu wenig Talent hatte, um dann genommen zu werden, weil ich nicht wusste, wie die Gewinner von Germanys next Topmodel hiessen oder die Pferde der deutschen Reiter, die Olympisches Gold gewonnen, haben, wage ich mal zu bezweifeln.
Versteh deine Kritik an einem Kosten verbundenen Studium immer noch nicht. Wie soll man das anders machen? Glaubst du die 80 Absolventen von ASA und HNS pro Jahr reichen für den Journalistischen Nachwuchs? Wenn ich Golf spielen lernen will, zahle ich auch. Wenn ich eine Bildungsreise machen möchte, ebenso. Wer soll das bezahlen? Guck Dir mal an, wie wenig der Staat für Bildung ausgeben kann! Wer soll uns fördern, wenn nicht wir uns selbst? Dass viele Talente auf der Strecke bleiben, weil sie kein Geld haben, ist traurig und schade, aber nun mal nicht zu ändern.


Zitat:

Zitat von christine (Beitrag 76653)
Nö, journalist4, ich bin noch nie bei einem Club abgewiesen worden, sondern stets dort hineingekommen, wo ich hinein wollte. Ich gehörte seinerzeit sogar zu den 20 Bewerbern, die die Aufnahmeprüfung zum Journalistikstudium schafften ;-) - wo sie eben nicht jeden genommen haben. Und genau solche Hürden fließen halt ebenfalls bei der Reputation eines Journalistikstudiums oder einer Journalistenschule ein. Weil dort eben nicht jeder genommen wird, der einen Stift halten kann, sondern ein gewisses Talent schon eine Rolle spielt.


Texte-Büro 22.01.2010 21:37

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Zumal viele Ausbildungsstätten Gebühren nehmen. Die Kölner Journalistenschule noch weit mehr.

Am Rande: Ich bin auch aufgenommen worden:-) Aber es hätte mich auch gewundert, wenn man mich nicht aufgenommen hätte. Ich habe bereits für unzählige Redaktionen gearbeitet, habe Titelstorys gemacht, Exklusiv-Interviews und vieles mehr. Mir geht es nur darum, theoretisches Wissen nachzuholen und die Anforderung in vielen Stellenausschreibungen -eine journalistische Ausbildung- erfüllen zu können.

Journalist4 22.01.2010 21:47

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
@ texte-Büro, genau das war auch meine Intention.. es täte auch vielen Journalisten mal gut, die Basics aufzufrischen, wenn es ihnen überhaupt jemals beigebracht wurde. Anforderungen sind zudem ständig im Wandel. Und wenn ich so sehe, wer so alles in den Redaktionen rumtippelt, der mit den Begriffen Web 2.0 oder Social Network nichts anfangen kann, naja ...

Auf jeden Fall lernt man was .. und was vorzuweisen hast du mit dem Diplom auch ... zudem können sich durch die FJS und den DFJV eine Menge neue Auftraggeber ergeben. Das war bei mir in jedem Fall so.. Netzerke aufbauen ist das A und O

christine 22.01.2010 22:26

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Es geht darum, dass Sie eben jeden nehmen und darum, wer hinter der Schule steht - der DFJV, eine Aktiengesellschaft, die sich zwar Verband nennt, aber eben kein eingetragener Verein ist. Es bestehen eben sehr wohl Unterschiede zwischen den Ausbildungsstätten. Und ob einem das staatlich nicht anerkannte Diplomzertifikat der FJS, auf dem obendrein keine Noten stehen, bei der Stellensuche etwas nützt, darf bezweifelt werden.

Und was den Bedarf an journalistischem Nachwuchs angeht - es werden insgesamt mehr Leute ausgebildet als tatsächlich in den Redaktionen benötigt werden. ASA und HNS sind ja nicht die einzigen Ausbildungsstätten, sondern es gibt da ja noch einige andere. Ganz zu schweigen von den vielen Studiengängen an Universitäten und Fachhochschulen, die mittlerweile entstanden sind.

Journalist4 22.01.2010 22:46

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Mit Verlaub, aber Dir fehlt es etwas an der Kenntnis,

jede der 14 Hausarbeiten, vier Praxisarbeiten, Abschlussarbeit ist benotet, inklusive Gesamtnote. Die Arbeiten sind nicht ohne und es werden einem bei weitem keine guten Noten hinterhergeschmissen.
Der Abschluss ist staatlich anerkannt. By the way: Ist ein Abschluss an der ASA staatlich anerkannt, ist es überhaupt ein Abschluss, bekommt man da Noten? Ich denke "no way!"
Wer hat geschrieben, dass nur ein Verein ein Verband sein darf? Ist ein Verein etwas besonders Ehrenvolles? Wenn ich will, kann ich morgen einen Verein für abgestandene Milchprodukte gründen!

Ob Verein oder Aktiengeselschaft, wen kümmert das, solange eine Verband (!!) seine Aufgaben als Berufsverband optimal wahrnimmt und sich um die Belange seiner Mitglieder bemüht?
Ich habe eine ganze Reihe von renommierten Auftraggebern und sicher findet es keiner schlecht, dass ich eine Journalistenschule abgeschlossen habe. Zudem solltest Du auch eher das gewichten, was Du lernst und nicht, was du hinterher bist!


Zitat:

Zitat von christine (Beitrag 76657)
Es geht darum, dass Sie eben jeden nehmen und darum, wer hinter der Schule steht - der DFJV, eine Aktiengesellschaft, die sich zwar Verband nennt, aber eben kein eingetragener Verein ist. Es bestehen eben sehr wohl Unterschiede zwischen den Ausbildungsstätten. Und ob einem das staatlich nicht anerkannte Diplomzertifikat der FJS, auf dem obendrein keine Noten stehen, bei der Stellensuche etwas nützt, darf bezweifelt werden.

Und was den Bedarf an journalistischem Nachwuchs angeht - es werden insgesamt mehr Leute ausgebildet als tatsächlich in den Redaktionen benötigt werden. ASA und HNS sind ja nicht die einzigen Ausbildungsstätten, sondern es gibt da ja noch einige andere. Ganz zu schweigen von den vielen Studiengängen an Universitäten und Fachhochschulen, die mittlerweile entstanden sind.


Sonntagsmalerin 22.01.2010 22:50

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Hallo,

ich reihe mich ebenfalls mal bei euch ein - bin ebenfalls genommen worden an der FJS! :D

Freue mich schon darauf - mir geht es auch insbesondere darum, mein theoretisches Know-how zu vertiefen und gegebenenfalls durch das Fernstudium / den Abschluss auch neue Kontakte zu knüpfen und mehr "vorweisen" zu können (in Deutschland sind ja Zertifikate oftmals mehr wert als das praktisch angeeignete Wissen... :roll: ).

Im Übrigen nehmen sie nicht nur Akademiker auf - ich habe kein Studium, "nur" eine abgeschlossene Ausbildung, Berufserfahrung und arbeite seit geraumer Zeit als freie Journalistin / Werbetexterin.

Ich bin gespannt, was uns erwartet, und hoffe ebenfalls, dass die Schule die Investition auch wirklich wert ist!

Lg
Clarissa

Journalist4 22.01.2010 22:55

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Klar nehmen die Dich auch, wenn du diese Qualifikationen hast, nur sind dort etwa 90 Prozent Akademiker, mag auch daran liegen, das sich diese Klientel da am zahlreichsten bewirbt. Nur würde es mich schwer wundern, wenn wie christine es schreibt, jeder dort aufgenommen würde. Mir zumindest ist da noch keine Bäckereifachverkäuferin begegnet. Auch das mag vielleicht daran liegen, dass diese sich nicht bewerben!! Also, who cares? seit doch froh, das eine Schule sich offen zeigt für viele Leute, die etwas lernen wollen und können

derholg 22.01.2010 23:47

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Habe die Tage auch meine Zusage erhalten und wähle gerade meine Module aus. Freue mich darauf euch kennenzulernen und bin sehr gespannt auf das Fernstudium!

Vllt können wir uns direkt in einer Facebook (z.B.) Gruppe organisieren? ^^

Journalist4 23.01.2010 00:09

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
@ derholg .. das ist eine gute Idee, Xing und studivz gibt es schon welche .. facebook noch nicht !! Da sich eh alle leute zu facebook drängen, gründe doch mal eine . Allerdings ist im Online Campus der Schule immer einiges los.. Aber facebook fänd ich auch gut .. gebe als Absolvent gerne Tipps !

Texte-Büro 23.01.2010 00:29

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
@Christine: Ist der Schulleiter der Journalistenschule vielleicht dein Ex, oder warum hast du so einen Hass auf die Schule:-D Das war natürlich nicht ernst gemeint, aber ich wundere mich schon, warum du seit Eröffnung dieses Themas die große Gegnerin dieser Schule bist.

Und mal nebenbei: Wenn du das schon schlecht findest, was hältst du dann erst von der Journalismus-Lehrgängen der ILS? Da wird sogar offiziell jeder angenommen. Und weil ich das Thema Fernstudium bzw. Fernunterricht in einer Reportage behandelt habe, habe ich mich auch bei dem DJV darüber erkundigt, was die von Fernlehrgängen halten. Selbst die standen der ganzen Sache eher positiv gegenüber. Sie haben lediglich zu bedenken gegeben, dass Fernlehrgänge nur dann wirklich Sinn machen, wenn man nebenbei auch Berufserfahrung sammelt. Aber ich denke, das versteht sich ohnehin von selbst.

Journalist4 23.01.2010 01:06

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Genau das ist ds Konzept!! Die Praxis kannst Du nicht ersetzen. An der FJS wird deswegen gefördert, dass du praktisch schreibst und Auftraggeber findest! Das Volontariat ist eh aussterbend und kaum noch ernst zu nehmen bei den Dumping Löhnen und Praktikantentätigkeiten. Da interessiert sich keiner dafür, Dir noch irgendwie was Theoretisches, über den Redaktionsalltag hinaus beizubringen. Und was habe ich von einem Redaktionsalltag bei einem Tiermagazin, wenn ich politischen Journalismus machen will? Die Zukunft im Journalismus liegt in einer fundierten Ausbildung an Journalistenschulen und Studiengängen!! Das ist Qualitätssicherung. Und wie der Thread schon sagt, ist die FJS eine gute Alternative für Leute, die geld verdienen müssen und so einen Quereinstieg suchen, oder für solche, die schon frei sind. (auch denen gehört wohl oder übel die Zukunft) und sich weiterbilden, spezialisieren wollen. Von ILS und Co. halte ich allerdings nichts. Da ist die Betreuung an der FJS doch gezielt und klar auf den Journalismus ausgelegt. Während man bei ILS auch basteln und nähen lernt, das passt mir nicht. Auch die Module fand ich bei ILS, was ich so las, eher unspektakulär und das Networking stimmt, soweit ich hörte auch nicht! Aber, jedem das seine, christine, das ihre!


Zitat:

Zitat von Texte-Büro (Beitrag 76665)
@Christine: Ist der Schulleiter der Journalistenschule vielleicht dein Ex, oder warum hast du so einen Hass auf die Schule:-D Das war natürlich nicht ernst gemeint, aber ich wundere mich schon, warum du seit Eröffnung dieses Themas die große Gegnerin dieser Schule bist.

Und mal nebenbei: Wenn du das schon schlecht findest, was hältst du dann erst von der Journalismus-Lehrgängen der ILS? Da wird sogar offiziell jeder angenommen. Und weil ich das Thema Fernstudium bzw. Fernunterricht in einer Reportage behandelt habe, habe ich mich auch bei dem DJV darüber erkundigt, was die von Fernlehrgängen halten. Selbst die standen der ganzen Sache eher positiv gegenüber. Sie haben lediglich zu bedenken gegeben, dass Fernlehrgänge nur dann wirklich Sinn machen, wenn man nebenbei auch Berufserfahrung sammelt. Aber ich denke, das versteht sich ohnehin von selbst.


derholg 23.01.2010 09:41

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Ok, Facebook Gruppe ist gegründet.
Xing Gruppe hab ich gefunden, danke, sowie viele Absolventen und Co!

turtle 04 23.01.2010 12:11

AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative
 
Mal eine Frage zu den diversen Journalistenschulen (als jetzt nicht speziell zur FJSB):

Habt ihr, bevor ihr euch da eingeschrieben habt, schon ein Fachstudium gemacht bzw. würdet ihr das empfehlen?
Gibt es hier irgendwen, der direkt nach der Schule auf eine der Schulen gewechselt ist?


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