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Alt 22.01.2006, 22:39   #19
mediaparker
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Standard AW: Bewerbung bei der Kölner Journalistenschule

Hallo Leeenaaa,

Du hast Recht. Als ich diesen Thread einrichtete, war er gedacht für Leute, die sich bereits über die Schule informiert haben, sich da bewerben wollen und noch Tipps für die Bewerbung brauchen (siehe meinen ersten Beitrag hier). Diese Zielgruppe weiß natürlich schon von den Gebühren. Für Leute, die sich noch nicht über die Schule informiert haben, fehlen diese Informationen genau wie viele andere. Danke, dass Du das hier angesprochen hast. Wer also noch keine Grundkenntnisse hat, sollte sich unbedingt auf http://www.koelnerjournalistenschule.de und auf http://de.wikipedia.org/wiki/Journalistenschule informieren (die zweite Seite hat auch Beiträge über die anderen Journalistenschulen im deutschsprachigen Raum).

> Es liegt nahe, dass die KJS eine Geldverdiehnanstalt ist,
> wenn man sich vor Augen hält, dass Henri-Nannen oder
> die DJS nichts verlangen (bzw. noch ein "Ausbildungsgehalt"
> zahlen). Liege ich mit dieser These eigentlich richtig oder
> habe ich da einen Fehlschluss gezogen?

Die Henri-Nannen-Schule gehört dem Verlag Gruner + Jahr. Was in anderen Verlagen intern passiert und Volontärsausbildung heißt, passiert hier also in einer ausgegliederten Journalistenschule. Dass ein Verlag seine Volontäre bezahlt ist üblich, bei der Henri-Nannen-Schule sind es magere 750 Euro Brutto im Monat.

Die Deutsche Journalistenschule ist ein eingetragener Verein und auf deren Homepage heißt es: "Die Träger des Vereins sind Rundfunkanstalten und Fernsehsender, Zeitungs- und Zeitschriftenverlage, Gewerkschaften und Parteien. Durch ihre Unterstützung ist die Ausbildung für die Schüler kostenlos." Es wird auch kein Gehalt gezahlt.

Die Kölner Journalistenschule hat kein Medienunternehmen oder einen sonstigen Großfinanzier im Rücken. Sie wird getragen von einem gemeinnützigen Verein. Die Schule finanziert sich über die Schulgebühren, außerdem gibt es einige Firmen, die als Sponsoren auftreten (siehe http://www.koelnerjournalistenschule.de/wer/sponsoren.html). Ein geringer Teil des Etats kommt auch vom Land NRW (grob etwa 10 Prozent, wenn ich mich richtig erinnere).

Die Schulgebühren an der Schule sind nach Elterneinkommen gestaffelt. Die Schulgebühren sind kein Kriterium bei der Aufnahme (es wird erst später abgefragt von denen, die eine Zusage erhalten haben). Vorteilhaft ist für finanzschwache Schüler, dass parallel zur Schule auch an der Universität zu Köln studiert wird. Das heißt: Wer schlecht verdienende Eltern hat, muss keine Schulgebühren zahlen und erhält Bafög.
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