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Alt 02.08.2004, 10:26   #1
Marion Bers
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Renommee-Modifikator: 0 Marion Bers wird positiv eingeschätzt
Standard TV-Magazin in HH bietet freie Mitarbeit(Redaktion)

Für ein neues und neuartiges TV-Magazin suchen wir freie Mitarbeiter/innen im Bereich Redaktion. Ressor: Wirtschaft und Soziales. Ideal für arbeitslose Wirtschaftswissenschaftler/innen mit guter Schreibe und angehende Fachjournalist/innen. Grundkenntnisse und Erfahrungen als Fernseh-Redakteur(in)/Autor(in) sind von Vorteil, aber nicht Bedingung. Vorerst keine Bezahlung möglich (Pilot-Projekt)! Kein Praktikum!!

mailto: bers@cinit.de


Nachtrag vom 5. August. 2004:

Bei dem geplanten Magazin handelt es sich um ein lokales No-Budget Projekt. Angestrebt ist ein Sendeplatz auf Tide-TV (stark verbesserter Nachfolger des Offenen Kanals Hamburg). Das Grundthema ist Arbeit und Arbeitslosigkeit.

Auszüge aus dem Exposé:

Sowohl der Begriff Arbeit als auch der Begriff arbeitslos sind im deutschen Sprachgebrauch negativ behaftet. Das sollte sich ändern - und von uns ändern lassen!

Arbeit ist anstrengend, unangenehm, gehört aber notgedrungen zum Leben?? Falsch! Die Mehrzahl der Deutschen definiert sich über ihre Tätigkeit. Untätig zu sein, bedeutet eine gesellschaftliche Degradierung bis hin zum Identitätsverlust. Arbeitslose werden daher weit häufiger psychisch krank als Berufstätige.

Die Gruppe der „offiziellen“ Arbeitslosen ist in Deutschland auf viereinhalb Millionen Personen angewachsen, inoffiziell spricht man von acht Millionen. Menschen, die in erster Linie Identität brauchen. Trotzdem findet diese unübersehbar große Personengruppe in den Medien kaum statt. Das Adjektiv „arbeitslos“ ist nach wie vor ein Stigma und taucht in Pressemeldungen gerne als negatives Charakteristikum einer Person auf. Im Boulevardbereich schaffen es Arbeitslose gelegentlich in die Schlagzeilen – als Sozialschmarotzer, staatlich finanzierte Faulenzer und schlitzohrige Betrüger. In den Abendnachrichten und in politischen Leitartikeln sind „Arbeitslose“ eine Art von entpersonifizierter Bedrohung, etwas, das Steuergelder vertilgt und Politiker ärgert.

Dadurch entsteht ein völlig verzerrtes Bild „des Arbeitslosen“, das dringend einer Korrektur bedarf. Vorurteile müssen abgebaut werden. Sätze wie „Wer keine Arbeit findet, ist nur zu faul zum Suchen“ und „Wer längere Zeit arbeitslos ist, verlernt das Arbeiten“, müssen aus den Köpfen ebenso verschwinden, wie die Mißverständnisse rund um staatliche Unterstützungen. Wir brauchen weniger Neid und mehr echte Solidarität.

Warum ein neues Fernsehmagazin?
Der Themenbereich ist weit gefächert und bietet viele Aspekte: Von der direkten Information über Beschäftigungsmöglichkeiten, über rechtliche und politische Grundsatzfragen bis hin zum gesellschaftspsychologischen und arbeitsmedizinischen Ansatz. Der redaktionelle Rahmen grenzt die Themen der Beiträge ein und erleichtert es dem Zuschauer, seinen Informationsbedarf gezielt zu decken. Sporadische Beiträge in bestehenden Magazinen oder einzelne Dokumentation können diesen Effekt nicht erreichen.

Ein Fernsehmagazin für Arbeitslose? Nein – ein Magazin für Arbeit!!!
Arbeit suchen, Arbeit finden, Informationen und Ideen rund um die Arbeit – das sind die Themen des neuen Fernsehmagazins. Wir wollen keine Schönfärberei betreiben, jedoch ein positiveres Bild als üblich zeichnen, Chancen aufzeigen, praktischen Rat erteilen. Es soll nicht die Binsenweisheit vermittelt werden, dass Arbeitslosigkeit jeden treffen kann. Viel wichtiger ist, zu erklären, wie jeder dazu beitragen kann, sie zu verringern.
Marion Bers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2004, 19:11   #2
admin
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Renommee-Modifikator: 10 admin wird neutral bewertet
Standard Re: TV-Magazin in HH bietet freie Mitarbeit(Redaktion)

Zitat:
Zitat von Marion Bers
Für ein neues und neuartiges TV-Magazin suchen wir freie Mitarbeiter/innen im Bereich Redaktion. Ressor: Wirtschaft und Soziales. Ideal für arbeitslose Wirtschaftswissenschaftler/innen mit guter Schreibe und angehende Fachjournalist/innen. Grundkenntnisse und Erfahrungen als Fernseh-Redakteur(in)/Autor(in) sind von Vorteil, aber nicht Bedingung. Vorerst keine Bezahlung möglich (Pilot-Projekt)! Kein Praktikum!!

mailto: bers@cinit.de
Ich habe mit diesem Beitrag Bauchschmerzen, will ihn aber hier nicht löschen, sondern zur Diskussion anregen.

Ich halte dieses Angebot für knapp an der Legalitätsgrenze. Arbeitslose Kollegen dürfen ein solchen "Praktikum (?)" nur kurzfristig und nur mit Genehmigung des Arbeitsamtes als "Bildungsmaßnahme" durchführen. Sollte das Arbeitsamt diesen Eintrag hier finden, könnte der Schuß schnell - sowohl für die Kollegen, als auch für das Unternehmen - nach hinten los gehen. (Betriebsprüfung wegen illegaler Beschäftigung).

Daneben gibt es natürlich noch die moralische Seite.

Marion, vielleicht ist es ja nicht so gemeint, aber Kollegen können schnell an "Ausbeutung" denken, wenn Sie dein "Stellenangebot" lesen.
__________________
Peter Diesler (Admin)
Journalismus.com-Team
admin ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.08.2004, 19:53   #3
guso
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Renommee-Modifikator: 0 guso wird positiv eingeschätzt
Standard Pilot ohne Geld

Hallo Marion.

Ich wundere mich, dass du in diesem Forum nach arbeitslosen Kollegen suchst, die einen "Piloten" auf die Reise schicken sollen - ohne Bezahlung. Ein Beispiel, um zu verdeutlichen was ich meine. Für das Printmagazin "Woman" hat G+J einen zweistelligen Millionenbetrag für flankierende Werbemaßnahmen ausgegeben, um das Teil auf den Markt zu bringen.

Das ein TV-Format das die Kanäle beleben soll keinen Etat im Rücken hat, halte ich daher für völlig absurd. Das die Produktion einer TV-Minute noch immer einige gepflegt hundert Euro kostet, brauche ich nicht weiter zu erwähnen. Strom, Kameras, Büro, etc. pp. - alles kostet Geld. Und da willst du die Lohnkosten für die "Arbeiter" auf Null senken? Das ist wirklich ein neuartiges Konzept.

Und wirft bei mir Fragen auf. Steckt dahinter Zahlungsunfähigkeit, persönliche Unanständigkeit, schlichter Geiz oder die moderne Art Ausbeutertum, die sich in diesem Lande breit macht? Arbeit hat etwas mit Verdienst zu tun, und mit einem vollen Magen.

Das der Admin dein "Stellenangebot" im Forum stehen lässt, halte ich übrigens für falsch. Dieses unseriöse Teil gehört in den Müll.

Einen schönen Tag noch ...


Gunther Sosna
guso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2004, 00:05   #4
Vera van Beveren
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Renommee-Modifikator: 0 Vera van Beveren wird positiv eingeschätzt
Standard Re: TV-Magazin in HH bietet freie Mitarbeit(Redaktion)

Zitat:
Zitat von Marion Bers
Für ein neues und neuartiges TV-Magazin suchen wir freie Mitarbeiter/innen im Bereich Redaktion. Ressor: Wirtschaft und Soziales. Ideal für arbeitslose Wirtschaftswissenschaftler/innen mit guter Schreibe und angehende Fachjournalist/innen. Grundkenntnisse und Erfahrungen als Fernseh-Redakteur(in)/Autor(in) sind von Vorteil, aber nicht Bedingung. Vorerst keine Bezahlung möglich (Pilot-Projekt)! Kein Praktikum!!

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Soll man darüber lachen oder weinen? Eine schlichte Unverfrorenheit!
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Vera van Beveren
Schreib- u. Medienservice
Synchrontexte - Untertitel - Dialogregie
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50765 KÖLN - Blumenberg
Mail: vera@van-beveren.de
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Alt 05.08.2004, 00:15   #5
unbekannter User (Gast)
 
Beiträge: n/a
Standard Re: TV-Magazin in HH bietet freie Mitarbeit(Redaktion)

Zitat:
Zitat von Vera van Beveren
Soll man darüber lachen oder weinen? Eine schlichte Unverfrorenheit!
Wohl beides. Ich bin geneigt, zu glauben, dass die Macher dieses TV-Magazins in spe tatsächlich so naiv sind, wie sie schreiben. Wahrscheinlich haben sie auch eine gute Idee, aber keine Knete, geschweige denn (betriebswirtschaftliche) Erfahrungen.

Aber: ich kann mich auch täuschen und das sind ganz große Abzocker. Je mehr ich darüber nachdenke... würde jetzt Franz, der Beckenbauer sagen...
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Alt 05.08.2004, 02:24   #6
Marion Bers
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Beiträge: 3
Renommee-Modifikator: 0 Marion Bers wird positiv eingeschätzt
Standard

Nein es ist keine Abzocke. Und es ist ausdrücklich "kein Praktikum"!

Wenn wir Leute ausbeuten wollten, würden wir Praktikanten einstellen, wie das hier in Hamburg viele Fernsehproduktionen tun. Mit oder ohne Ausbildungsberechtigung. Ich halte es jedoch für unlauter und obendrein unproduktiv, wenn eine Redaktion (wie z. B. die von HH1) aus mehr Praktikanten als fachlich versierten Journalisten besteht.

Ich freue mich ja, wenn Sie alle in Lohn und Brot stehen und sich Spott und Empörung über neue Projekte leisten können. Doch von meinen Kollegen (Kameraleute, Cutter, Mediengestalter Bild und Ton) sind augenblicks viele ohne Beschäftigung. Und aus unserer Erfahrung mit der Arbeitslosigkeit, dem Behördendjungel, und mit der Intoleranz noch Beschäftigter heraus, haben wir beschlossen, ein Fernsehmagazin für Arbeit zu produzieren. Um Informationen für Arbeitslose gebündelt und in verständlicher Form zu vermitteln.

Natürlich geht das nicht ohne professionelle Hilfe, die ich gehofft hatte, hier zu finden. Doch leider bin ich weder Gruner noch Jahr, um die hier im Forum geforderten zwei Millionen bereitstellen zu können. Ich kann lediglich die Kameras, den Schnittplatz, Licht- und Ton-Equipment kostenlos aus eigenem Bestand stellen. Ich hoffe ganz bescheiden auf einen die Bürokosten deckenden Zuschuss der Arbeitsagentur oder der Hamburger Behörde für Wirtschaft und Soziales.

Doch selbst den kleinsten Zuschuss kann unser Team erst dann bekommen, wenn wir die zuständigen Beamten von dem Magazin überzeugt haben. Da diese Leute mit einem gängigen Exposé nichts anfangen können (und genau wie Sie hier im Forum die grundnaive Vorstellung haben, hinter allem, was mit Fernsehn zu tun hat, stecke wahnsinnig viel Geld) sind wir nun gezwungen, einen Piloten zu produzieren. Die Anträge sind bereits gestellt, das Bundesministerium für Arbeit ist informiert, eine "Betriebsprüfung wegen illegaler Beschäftigung" wird es nicht geben, da wir uns stark um die Einhaltung aller Auflagen bemühen.

Das ist nun das ganze Geheimnis um mein Anliegen, das Ihnen "tatsächlich so naiv", "persönliche Unanständigkeit", "Ausbeutung" und "eine schlichte Unverfrorenheit!" zu sein scheint. Gleichwohl ich von Ihren Umgangsformen ziemlich entsetzt bin, hoffe ich doch, ich konnte Sie etwas beruhigen.

Weitere Auskünfte gebe ich gerne persönlich oder via eMail.

Mit freundlichen Grüßen
Marion Bers
Marion Bers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2004, 09:10   #7
Vera van Beveren
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Renommee-Modifikator: 0 Vera van Beveren wird positiv eingeschätzt
Standard

Guten Morgen, Marion Bers,

hätten Sie diese Erklärung zu Ihrer Anfrage gleich ins Netz gestellt, so wären auch keine so bösen Antworten darauf eingegangen.
Ich arbeite seit 1977 für Fernsehen und andere Medien und weiss, wie es heute auf diesem Markt aussieht. Überall wird gespart. Und überall wird auch versucht Arbeitskraft auszunutzen. Ihr Anliegen ohne Hintergrundinformationen war deshalb Wasser auf die Mühlen der heftig reagierenden Kollegen und mir!

Trotzdem viel Erfolg für Ihre Pläne und ein gutes Gelingen.
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Vera van Beveren
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Vera van Beveren ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2004, 09:30   #8
guso
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Renommee-Modifikator: 0 guso wird positiv eingeschätzt
Standard Keine Abzocke?

Ich kann mich den milden Worten von Vera nicht anschließen. Ich halte dieses Beschäftigungsangebot für eine Sauerei. Das es üblich geworden ist, Praktikanten zu beschäftigen, um Gehälter zu sparen, bestätigt meine Meinung von der Unanständigkeit. Und die wird auch dadurch nicht besser, wenn man sich von irgendeiner Behörde Geld besorgen will. Ganz im Gegenteil. Anstatt seinen Job selbst zu erledigen, um an die Kohle der Stadt Hamburg oder an Bundesmittel zu kommen, sollen noch ein Paar arme Schlucker eingespannt werden. Fazit: Keine Mark in der Tasche - dann erfolgt eben die Arbeitsplatzbeschaffung in eigener Sache auf Kosten Dritter.

Gunther Sosna
guso ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2004, 10:21   #9
Marion Bers
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Renommee-Modifikator: 0 Marion Bers wird positiv eingeschätzt
Standard An Gunter Sosna

Hallo? Spricht da der Neid? Selbst keine Ideen haben, aber die anderer in der Luft verreissen. Ist das Media-Development?

Ihrer Meinung nach ist es also besser, Stütze vom Staat zu kassieren, die Hände in den Schoß zu legen und abzuwarten, ob irgendwann einmal Arbeitsplätze vom Himmel regnen?

"Anstatt seinen Job selbst zu erledigen, sollen noch ein Paar arme Schlucker eingespannt werden." Was Sie als kräftig Werbetreibender in eigener Sache wissen könnten: Ein Fernseh-Magazin ist immer Team-Arbeit.

"Keine Mark in der Tasche - dann erfolgt eben die Arbeitsplatzbeschaffung in eigener Sache auf Kosten Dritter. "
Den Reichen die Welt! Hoffentlich ist die Scheibe, die Sie davon abbekommen groß genug!
Marion Bers ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.08.2004, 12:19   #10
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Beiträge: n/a
Standard Pro und Kontra

Zitat:
Zitat von Marion Bers
Hallo? Spricht da der Neid? Selbst keine Ideen haben, aber die anderer in der Luft verreissen.
Ich schließe mich Vera an: eine einigermaßen Erläuterung der Sache von vorn herein hätte gar nicht so viel Schärfe in diese Diskussion geführt. Allerdings lässt sich auch Gunthers Vorwurf nicht so ganz von der Hand weisen. Trotzdem sollte die Sache unter diesen Voraussetzungen dazu angetan sein, vielleicht die Grundlage für spätere Beschäftigungsverhältnisse zu schaffen.
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Alt 05.08.2004, 12:23   #11
HARK
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Beiträge: 6
Renommee-Modifikator: 0 HARK wird positiv eingeschätzt
Standard Start up mit null Euro?

Ich kann die Diskussion nachvollziehen. Einerseits ist es extrem schwierig, eine gute Idee mit de facto null Investitionskapital zu starten. Andererseits geht bei den Freien natürlich der Hut hoch, wenn sie lesen: Freie Mitarbeit ohne Bezahlung gesucht.

Völlig klar ist: Wenn sich das durchsetzt, befinden sich die regulären Honorare früher oder später im freien Fall. Natürlich ist Tide nicht der NDR oder Gruner + Jahr. Aber dazwischen gibt es viele mittlere und kleine Produktionsfirmen und Verlage, die gerne auch mal ihre Personalkosten Richtung null drücken möchten.
Die Frage ist: wo zieht man die Grenze? Diese Frage wird jedoch jeder Journalist für sich selbst beantworten müssen. Denn wer tatsächlich arbeitslos ist, wird bei solch einem Angebot evtl. überlegen: "Besser als Däumchen drehen ist das allemal!?"

Gleichzeitig ist es aber tatsächlich so, dass man ohne einen kräftigen Investor im Rücken natürlich nach konventionellen ökonimischen Regeln keine Chance hat. Warum also nicht diese Regeln über den Haufen werfen und etwas völlig Neues probieren?
Wer immer nur die ausgetretenen (Finanzierungs-)Wege geht, wird auch immer nur die gleichen Medienformate ernten, also noch einen Klon aus der Familie der bunten Frauenblättchen ö.ä. Das kann es doch nicht gewesen sein, oder?

Meine Meinung ist schon lange: Mehr Mut täte der deutschen Medienlandschaft und der Volkswirtschaft gut. Nur leider bringen die großen Konzerne und Investoren diesen Mut als allerletztes auf. Da bleibt dann häufig nur noch der Mut der Verzweiflung derjenigen, die eh nichts mehr zu verlieren haben....

In diesem Sinne: Viel Erfolg,

Harald Kother
HARK ist offline   Mit Zitat antworten
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