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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 06.02.2006, 19:29   #16
Leeenaaa
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Standard AW: Gute Journalistenschule?

Ich bin sehr kurz dabei, habe also nur einen begrenzten Überblick. Aber auch in diesem Rahmen hab ich so ein bischen eine Ahnung gekriegt. Beim Radio (allerdings lokales, also ein Ableger von Radio NRW) hatte nur eine Redakteruin studiert. Die war noch nicht mal die Chefredakteurin. Ich kann mir gut vorstellen, dass man ohne universitäres Studium gerade in dem "Blitz-Bereich" ziemlich weit kommen kann...

(Was als Ersatz für ein Studium alles gelten kann, da will jetzt das Spekulieren lieber nicht anfangen.)
Leeenaaa ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.02.2006, 19:57   #17
Sete
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Standard AW: Gute Journalistenschule?

@lidoq: wie bist du denn damals an das bild-praktikum gekommen?
einfach normal beworben oder haste connections?

und wie lange hast du dich damals vorher beworben?
Sete ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.02.2006, 15:56   #18
Lidoq
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Standard AW: Gute Journalistenschule?

Bei mir war das ganz locker - oder ich hatte glück. hab mich einfach auf gut glück beworben, allerdings ohne angabe eines zeitraums oder einem wunschort. nach zwei wochen hab ich bescheid bekommen und einen monat später war ich bei bild münchen. ich glaub, dass ist auch gar nicht so wild da reinzukommen. die bezahlen ja eh nicht
Lidoq ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.03.2006, 18:17   #19
Jana
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Standard AW: Gute Journalistenschule?

hallo leute, muss für die schule ein referat über journalismus halten!
weiß aber nicht, welche schulen die besten dafür sind. Könnt ihr mir dabei helfen? danke
Jana ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.05.2006, 22:23   #20
eni
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Standard AW: Gute Journalistenschule?

Hi Leute

@calypso: Was ASV zahlt, kann ich dir ganz genau sagen: 1200 brutto. da kommen so um die 850 netto raus. ist also tarifähnlich...und im Gegensatz zum letzten Nannen-Jahrgang wurden alle Volos im Verlag übernommen. Also alles nicht schlecht.
eni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.05.2006, 22:25   #21
eni
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Standard AW: Gute Journalistenschule?

PS: Einen Praktikumsplatz zu bekommen ist wirklich nicht das Problem!! So viele Ressorts und in allen schwirren Monat für Monat mehrere Praktis herum...ebenso bei WELT und Co. Also: Nur Mut!! Wird schon klappen! Vielleicht stehen die Chancen sogar besonders gut während der WM - da wird jede Kraft gebraucht!!
eni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2012, 20:20   #22
Il(l)u
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Standard AW: Gute Journalistenschule?

Die DJS in München kannst meiner Meinung nach knicken. Da habe ich schon zu viele Luschen mit schöner Schreibe aber null Ahnung vom Beruf gesehen. Und wie man eine Überschrift richtig stellt, sorry das ist Basic für einen Journalisten und im Zeitalter von Internet (wo andere Regeln gelten) in vielerlei hinsicht sogar kontraproduktiv!

Ich kenne mich mit den Schulen nicht wirklich aus. Eigentlich garnicht! Aber ich würde schauen das dass Thema Presserecht ausgiebig behandelt wird. Den nur ein starker Journalist der seine Rechte kennt, kann überhaupt ein guter Journalist werden. Eine gute Schule produziert Leute mit Eiern in der Hose! Alles andere ist Kinderkacke! Und da (das weis ich zufälliegerweise) ist München die denkbar schlechteste Schule. Alles was man vom Bayrischen Schulwesen kennt (kritikloses auswendig lernen und sich an Regeln halten), wird dort fortgeführt und kultiviert. Also das exakte gegenteil von Eiern in der Hose! Die haben einen guten Namen aus der Vorzeit, lehren Regeln aus der Vorzeit und leben von der Masse an Germanisten die in München produziert werden. Bei dem Durchsatz den die haben, ist es klar das hier und da auch mal ein ganz großer dabei ist.
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Alt 05.02.2012, 21:07   #23
Dennis
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Standard AW: Gute Journalistenschule?

Na, Du musst es ja wissen, Rechtschreibung gehört jedenfalls nicht zu deinen Stärken, schreibt ein Absolvent der DJS...
Dennis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2012, 23:09   #24
Il(l)u
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Standard AW: Gute Journalistenschule?

Zitat:
Zitat von Dennis Beitrag anzeigen
Na, Du musst es ja wissen, Rechtschreibung gehört jedenfalls nicht zu deinen Stärken, schreibt ein Absolvent der DJS...
Nun ja, ich rede ja auch mit anderen Verlegern. Aber das ist nicht untypisch. Nebenkriegsschauplatz - Rechtschreibung - suchen und nichts zum Kernthema sagen. Als Verleger muss ich rechnen können. Das reicht! Aber ich glaube, solch rhetorische Spielereien werden einem auch bei der DJS beigebracht. In Hessen reicht dafür die Hauptschule. Ich glaube 6te Klasse - Sozialkunde oder Politik - war das. Irgendwo am Rande, wie man Diskussionen folgt, Zeitungen liest und Seriosität richtig einschätzt.
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Geändert von Il(l)u (05.02.2012 um 23:15 Uhr).
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Alt 05.02.2012, 23:21   #25
tooobii
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Standard AW: Gute Journalistenschule?

Mein Beitrag ist Offtopic und hat nichts mit der DJS zu tun...
Zitat:
Zitat von Il(l)u Beitrag anzeigen
Alles was man vom Bayrischen Schulwesen kennt (kritikloses auswendig lernen und sich an Regeln halten)
...aber ich finde, diese Aussage ist Quatsch.
tooobii ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.02.2012, 23:50   #26
mathias_bln
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Standard AW: Gute Journalistenschule?

Die eingangs gestellte Frage lautete ehemals "Gute Journalistenschule". Jetzt bewegt sich die Diskussion weg von der ursprünglichen Ausgangssituation. Meiner Meinung nach in eine weniger relevante Richtung. Vielleicht sollte sich jeder Aspirant ein eigenes Meinungsbild über die journalistischen Ausbildungsinstitute verschaffen. Hierzu gibt es ja in diesem Forum die einzelnen Diskussionsmöglichkeiten. Die folgenden Themenstränge habe ich spontan gefunden:

Axel Springer Akademie
http://journalismus.com/_talk/showthread.php?t=30210

Deutsche Journalistenschule
http://journalismus.com/_talk/showthread.php?t=30768

Freie Journalistenschule
http://journalismus.com/_talk/showthread.php?t=27573

Henry-Nannen-Schule
http://journalismus.com/_talk/showthread.php?t=30075

Kölner Journalistenschule
http://journalismus.com/_talk/showthread.php?t=22963
mathias_bln ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.02.2012, 22:42   #27
Joe46
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Standard AW: Gute Journalistenschule?

Zitat:
Zitat von Il(l)u Beitrag anzeigen
Ich kenne mich mit den Schulen nicht wirklich aus. Eigentlich garnicht! Aber ich würde schauen das dass Thema Presserecht ausgiebig behandelt wird. Den nur ein starker Journalist der seine Rechte kennt, kann überhaupt ein guter Journalist werden. Eine gute Schule produziert Leute mit Eiern in der Hose! Alles andere ist Kinderkacke! Und da (das weis ich zufälliegerweise) ist München die denkbar schlechteste Schule. Alles was man vom Bayrischen Schulwesen kennt (kritikloses auswendig lernen und sich an Regeln halten), wird dort fortgeführt und kultiviert. Also das exakte gegenteil von Eiern in der Hose! Die haben einen guten Namen aus der Vorzeit, lehren Regeln aus der Vorzeit und leben von der Masse an Germanisten die in München produziert werden. Bei dem Durchsatz den die haben, ist es klar das hier und da auch mal ein ganz großer dabei ist.
Gut, dass du dich laut eigener Angabe eigentlich nicht mit den Schulen auskennst, aber dann eine ausführliche Bestandsaufnahme voller Schwachsinn von dir gibst. Die DJS hat in den letzten Jahren ihre Online-Ausbildung ausgebaut, unter den Dozenten sind viele Online-Journalisten/Blogger, die Schule bietet einen Masterkurs an, der zwar kein Presserecht, dafür aber u.a. Medienethik behandelt, und wenn den Schülern - die allerwenigsten davon sind übrigens Germanisten - eines eingebläut wird, dann ist es die Fähigkeit, kritisch zu hinterfragen. Darfst gerne mal einen Tag bei uns vorbeischauen und dich überzeugen. Wenn du, wie du so schön sagst, Eier in der Hose hast.

Davon abgesehen halte ich DJS und Nannen nach wie vor für die besten Schulen, weil sie für alle Mediengattungen sehr praxisbezogen ausbilden. Ganz sicher leben die nicht nur von ihrem Ruf, sondern vor allem durch eine nach wie vor erstklassige Ausbildung. Für Spezialwünsche sind Schulen wie in Köln (Wirtschafts- und Politik-Schwerpunkt) sicherlich auch eine gute Alternative....

Geändert von Joe46 (14.02.2012 um 00:16 Uhr).
Joe46 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2012, 12:33   #28
Iris68
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Renommee-Modifikator: 8 Iris68 wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Gute Journalistenschule?

Will man hier im Forum eins auf die Mütze bekommen, dann äußert man Kritik an der journalistischen Ausbildung in Deutschland, die sich fast ausschließlich in staatlichen Händen befindet...

Die Kritik ist dann schnell „Quatsch” und „Schwachsinn”...

„Die Schule bietet einen Masterkurs an, der zwar kein Presserecht, dafür aber u.a. Medienethik behandelt.” Da frage ich mich, wessen Medienethik da statt Presserecht behandelt wird.

Ich lese auf der Web-Site der Schule das hier...

Zusammen mit Zuschüssen von Bund, Freistaat Bayern und der Stadt München machen sie es möglich, dass die DJS ihre Ausbildung kostenlos anbieten kann.

Und ich frage mich, warum Bund, Freistaat Bayern und Stadt München diese Schule bezuschussen. Warum bieten die nicht stattdessen Schulunterricht an, der es auch Jugendlichen aus weniger gebildeten Elternhäusern ermöglicht, die der DJS-Aufnahmeprüfung zu bestehen?

In der Liste der Träger lese ich „ ...und andere Unternehmen, denen Qualitätsjournalismus ein Anliegen ist, Verbände, Gewerkschaften und Parteien.”

Und in der Liste darunter finde ich zu viele Namen, die mir bei meiner Journalistenarbeit nicht als sonderlich pressefreundlich aufgefallen sind. Und bei denen ich nicht den Eindruck habe, dass denen Qualitätsjournalismus so ein großes Anliegen ist, dass sie dafür auch noch Geld locker machen.

Ich sehe einige Namen, bei denen ich verstehe, dass es denen lieber ist, wenn Nachwuchsjournalisten Medienethik statt Presserecht lernen.

Ich sehe zu viele Namen von Organisationen, die sehr schnell mit Unterlassungsklagen für „Qualitätsjournalismus” sorgen oder bei Journalistenanfragen Auskunft verweigern und gönnerhaft sagen: „Sie können ja vor dem Verwaltungsgericht klagen, wenn Sie glauben, dass Ihnen mehr Auskunft zusteht.”

Zitat: „ ... wenn den Schülern eines eingebläut wird, dann ist es die Fähigkeit, kritisch zu hinterfragen”. In Bayern wird Schülern kritisches Fragen eingebläut? Da habe ich ganz was anderes kennen gelernt.

Zum Beispiel die Kritiklosigkeit, mit der sich junge Leute ihrer staatlichen Ausbildung beugen. Egal, welcher Unsinn unterrichtet wird.

Würde ein Schüler oder Student seinem Lehrer oder Professor sagen, dass er Quatsch oder Schwachsinn redet, hätte er mit großer Wahrscheinlichkeit massive Probleme. Vielleicht bekäme er sogar den Arsch versohlt (was dann jahrzehntelang unentdeckt bleibt, weil keiner kritisch hinterfragt).

Und ich frage mich, wo diese kritisch hinterfragenden Jungjournalisten dann arbeiten. Bei den Medien aus der Trägerliste? Und ohne fundierte Kenntnisse im Presserecht?

Der „Quatsch”-Kritiker in diesem Thread schrieb kürzlich über das ifp (das ja auch in Bayern tätig ist)...

„Um die Seriosität musst du dir meiner Meinung nach keine Sorgen machen. Das ifp blickt auf mehrere Ausbildungs-Jahrzehnte zurück, hat also entsprechende Erfahrungen gesammelt und sich weiterentwickelt.”

Ich googelte nur ein paar Minuten und stieß auf die Info, dass die Bischöfe den „Geistlichen Direktor” dieses Instituts erst vor Kurzem zum Teufel gejagt haben. Weil er sich in einem Zeitungs-Interview so geäußert hatte, dass das als Pabst-Kritik aufgefasst werden kann.

Ich möchte nicht auf eine Journalistenschule gehen, bei der der Direktor rausfliegt, weil er mal ein Interview gibt. Aber lassen wir das.

Wenn ich richtig nachgerechnet habe, dauert die DJS-Ausbildung nach Abzug der Praktika-Zeiten 9 Monate. Es ist unbestritten, dass man an der DJS einiges für diesen Beruf lernt. Aber die Genialität dieser Kurz-Ausbildung sehe ich nicht. Die 9 Monate Ausbildung an dieser Schule sind kein Grund für Arroganz und Überheblichkeit.

Ein Kfz-Azubi ist nach 9 Monaten Ausbildung ja auch nicht arrogant und überheblich. Er weiß, dass er noch viel lernen muss. Und im Gegensatz zu Journalistenschülern muss er sein Wissen in knallharten Prüfungen nachweisen. Auch das macht leiser.

Es ist ja auch so, dass die Schule aus Hunderten von Bewerbern diejenigen auswählt, die gerade am besten ins Konzept der Schule passen. Die wären auch dann gut, wenn sie die 9 Monate über nur Karten spielen würden.

Was bei dieser Schule leider außen vor bleibt, sind Schüler aus weniger fördernden Elternhäusern, bei denen nicht jeden Morgen die SZ auf dem Frühstuckstisch lag. Ich möchte in der Zeitung auch Artikel von Journalisten lesen, die sich zum Abitur durchbeißen mussten.

Ich möchte in der Zeitung auch Artikel von Journalisten lesen, die nicht wohl behütet in Starnberg aufgewachsen sind, sondern schlecht behütet in Milbertshofen. Und die mit ihren Eltern am Mittagstisch nicht über Politik reden konnten.

Ich möchte Artikel von Journalisten lesen, die einen Il(l)u-Beitrag nicht von oben herab als „Quatsch” und „Schwachsinn” abtun.

In diesem Forum wurde schon ausführlich darüber diskutiert, wie man ein Pressezeichen an die Auto-Windschutzscheibe montiert. Dann sollte man auch mal kritische Meinungen zur Journalistenausbildung verkraften.

„Darfst gerne mal einen Tag bei uns vorbeischauen... wenn du Eier in der Hose hast.” Ich möchte nicht in eine Schule gehen, in der so geredet wird.
Iris68 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2012, 13:31   #29
Joe46
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Standard AW: Gute Journalistenschule?

Oha, da muss ich wohl einige Kühe vom Eis schieben. Aber genau lesen hätte auch geholfen...

Zitat:
Zitat von Iris68 Beitrag anzeigen
„Die Schule bietet einen Masterkurs an, der zwar kein Presserecht, dafür aber u.a. Medienethik behandelt.” Da frage ich mich, wessen Medienethik da statt Presserecht behandelt wird.
Die Uni bietet das an. Medienethik ist ein wissenschaftliches Fach, das mit Hinblick auf den Pressekodex unterrichtet wird. Vielleicht kommt später auch noch Presserecht, unser Stundenplan ist noch unvollständig. Kein Presserecht->Schwachpunkt, das ist richtig.

Zitat:
Zitat von Iris68 Beitrag anzeigen
Und ich frage mich, warum Bund, Freistaat Bayern und Stadt München diese Schule bezuschussen. Warum bieten die nicht stattdessen Schulunterricht an, der es auch Jugendlichen aus weniger gebildeten Elternhäusern ermöglicht, die der DJS-Aufnahmeprüfung zu bestehen?
Weil es die Schule ohne die Zuschüsse vermutlich nicht geben würde. Es ist primär nicht die Aufgabe einer Journalistenschule, die Bildungsungerechtigkeit in Deutschland zu beseitigen. Natürlich wird die Ungerechtigkeit durch solche Zuschüsse nicht kleiner. Aber ist halt die Frage, ob ein Land eine Elite braucht oder nicht. Ich glaube, wir brauchen eine Elite, die sich in den Dienst der Gesellschaft stellt. Die DJS-Ausbildung versucht, genau das zu leisten.

Zitat:
Zitat von Iris68 Beitrag anzeigen
Ich sehe einige Namen, bei denen ich verstehe, dass es denen lieber ist, wenn Nachwuchsjournalisten Medienethik statt Presserecht lernen.
Was ist denn bitte dein Problem mit Medienethik? Presserecht-> s.o.

Zitat:
Zitat von Iris68 Beitrag anzeigen
„ ... wenn den Schülern eines eingebläut wird, dann ist es die Fähigkeit, kritisch zu hinterfragen”. In Bayern wird Schülern kritisches Fragen eingebläut? Da habe ich ganz was anderes kennen gelernt.
Ich meinte die DJS, nicht das Bayerische Schulsystem. Steht aber auch deutlich da.

Zitat:
Zitat von Iris68 Beitrag anzeigen
Wenn ich richtig nachgerechnet habe, dauert die DJS-Ausbildung nach Abzug der Praktika-Zeiten 9 Monate. Es ist unbestritten, dass man an der DJS einiges für diesen Beruf lernt. Aber die Genialität dieser Kurz-Ausbildung sehe ich nicht. Die 9 Monate Ausbildung an dieser Schule sind kein Grund für Arroganz und Überheblichkeit.
Ich war sauer über einen Post, den ein Forummitglied über die DJS abgelassen hat. Jemand, der anscheinend vom Hörensagen über die Schule irgendwelche Halbwahrheiten verbreiten. Wirklich Schwachsinn. Darauf war ich sauer. Und ich glaube, ich kann das ganz gut begründen als Schüler.

Zitat:
Zitat von Iris68 Beitrag anzeigen
Es ist ja auch so, dass die Schule aus Hunderten von Bewerbern diejenigen auswählt, die gerade am besten ins Konzept der Schule passen. Die wären auch dann gut, wenn sie die 9 Monate über nur Karten spielen würden.

Was bei dieser Schule leider außen vor bleibt, sind Schüler aus weniger fördernden Elternhäusern, bei denen nicht jeden Morgen die SZ auf dem Frühstuckstisch lag. Ich möchte in der Zeitung auch Artikel von Journalisten lesen, die sich zum Abitur durchbeißen mussten.
Wie kommst du darauf? Das ist schlichtweg nicht wahr! Die Schule wählt diejenigen aus, die ihrer Meinung nach großes Potential für den Beruf haben. Und dafür muss man nun mal medienaffin sein. Wir haben aber auch Quereinsteiger, die vorher noch nie einen Artikel geschrieben haben. Wenn jemand gut ist, wird er genommen, egal wie sein Abitur war.

Zitat:
Zitat von Iris68 Beitrag anzeigen
Ich möchte Artikel von Journalisten lesen, die einen Il(l)u-Beitrag nicht von oben herab als „Quatsch” und „Schwachsinn” abtun.
Wenn du mal einen Tag bei uns verbringen würdest, würdest du mir zustimmen. Ich habe geschrieben, wie es ist. Das erlaube ich mir als Schüler der DJS. Von oben, das ist deine Interpretation. Wenn etwas Schwachsinn ist, dann muss man das auch klar benennen.

Zitat:
Zitat von Iris68 Beitrag anzeigen
In diesem Forum wurde schon ausführlich darüber diskutiert, wie man ein Pressezeichen an die Auto-Windschutzscheibe montiert. Dann sollte man auch mal kritische Meinungen zur Journalistenausbildung verkraften.
Verkrafte ich auch. Wenn sie fundiert und gut begründet ist. Aber nicht so einen Unfung. Ich werde mir auch keinen Presseausweis besorgen oder Pressezeichen an die Scheibe kleben. Wer rumprahlt mit seinem Beruf, der macht das. "Seriöse Journalisten brauchen das nicht" (Zitat eines Dozenten in der ersten Woche).

Zitat:
Zitat von Iris68 Beitrag anzeigen
„Darfst gerne mal einen Tag bei uns vorbeischauen... wenn du Eier in der Hose hast.” Ich möchte nicht in eine Schule gehen, in der so geredet wird.
Klassiker. Zitat aus dem Zusammenhang reißen. Ich habe Il(l)us Worte aufgegriffen geschrieben: "Darfst gerne mal einen Tag bei uns vorbeischauen und dich überzeugen. Wenn du, wie du so schön sagst, Eier in der Hose hast."

Und bezüglich Trägern: Glaubst du, wir werden von denen indoktriniert?! Ich kann nur jeden einladen, mal einen Tag bei uns zu verbringen. Anders lassen sich unsinnige (Vor-)Urteile wohl nicht abbauen.

Geändert von Joe46 (18.02.2012 um 13:55 Uhr).
Joe46 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.02.2012, 13:38   #30
tooobii
Erfahrener Benutzer
Mitglied
 
Registriert seit: 04.01.2009
Beiträge: 257
Renommee-Modifikator: 8 tooobii wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Gute Journalistenschule?

Ich habe extra darauf hingewiesen, dass mein Beitrag sich überhaupt nicht auf die DJS bezieht, Iris. Dennoch stellst du es hier so dar, als hätte ich über die DJS geschrieben.

Ich bezog mich ausschließlich auf das bayerische Schulwesen. Und ich bleibe bei meiner Aussage. Ich war selbst Schüler eines bayerischen Gymnasiums und uns wurde sehr wohl kritisches Denken beigebracht. Und das obwohl ich auf einer katholischen Schule einer Ordensgemeinschaft war, die an einem Internat Schüler missbraucht hat.

Mich stört an Illus Beitrag, wie das Schulwesen dort pauschalisiert wird. Gerade du sprichst dich sonst vehement gegen Verallgemeinerungen aus. Es mag sein, dass du bisher nur opportunistischen bayerischen Absolventen begegnet bist. Ich allerdings auch anderen.

Da du mich aus einem anderen Beitrag zitierst, möchte ich dazu auch etwas sagen. Ich habe in dem Beitrag nicht erwähnt, was ich dem Threadstarter in einer persönlichen Nachricht schrieb. (Eigentlich dachte ich, ich hätte es auch öffentlich geschrieben; aber offensichtlich doch nicht.)

Der Inhalt meiner Nachricht war: "Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich froh bin, damals nicht genommen worden zu sein. Angesichts dessen, was inzwischen in der katholischen Kirche abgelaufen ist (Missbrauch etc.) wäre es für mich nicht mehr in Ordnung, mich von so einer Institution fördern zu lassen."
Und dazu zählt auch die von dir erwähnte Kündigung.

Trotz diesen Aussagen halte ich das ifp aber immer noch für eine Institution, die eine Menge journalistisches Handwerk vermitteln kann. Welche Werte hinter der Ausbildung stehen oder wie Auszubildende evtl. sogar beeinflusst werden, ist eine andere Sache. Und deshalb sollte auch jeder sehr genau überlegen, ob er zum ifp will. Ich will es nicht.
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