Wie der Jurist sagen würde: Das kommt drauf an, (wer oder was Sie sind.)
Grundsätzlich zahlt ein Journalist nichts für Informationen, die er bekommt.
Grundsätzlich bekommt ein Journalist nichts vom Interviewpartner dafür, dass er die Infos veröffentlicht.
Wenn Sie für eine Institution arbeiten, sollten Sie mit Ihrem Chef den Aufwand absprechen und festlegen, ob das zu Ihrer Arbeit gehört. Sind Sie gar der "Chaf" einer Institution oder Firma selbst, sollten Sie froh über diese "geführte" PR sein und sich nicht beklagen, da jede Veröffentlichung Ihres Namens / Ihrer Institution / Ihrer Firma, ein weiterer Meilenstein für Ihre Selbstvermarktung ist.
Sind Sie beispielsweise Wissenschaftler einer wissenschaftlichen Einrichtung, ist es einfach Ihr Job. Und das steht vermutlich auch in Ihrem (erweiterten) Vertrag. Oder Sie dürfen keine Pressemitteilungen mit Ihnen als Ansprechpartner herausgeben.
Die einzelnen Medien:
Grundsätzlich: Kein Interviewpartner schreibt seine Interviews / Artikel selbst. (Welcher Journalist / welches Medium erkennt denn sowas an?).
Setzen Sie auf Ihre Internetseite FAQs. Also Fragen und Antworten, die grundsätzlich immer wieder in Interviews auftauchen. Bei Interviewanfragen, verweisen Sie im Vorfeld darauf, der Journalist möge sich die Seite ansehen. Dann hat er schon die Hälfte seines Artikels.
Das gleiche mit schriftlichen Antworten. Kein Journalist / kein Medium schätzt schriftliche Antworten. Wenn er / es sie dennoch bekommt, verweist man im Artikel darauf, dass die Antworten nicht mündlich erfolgten. Ein routinierter Leser denkt sich dann schon seinen Teil - und zwar keinen guten. Schriftlich machen das i. d. R. nur Firmen / Institutionen, die "etwas zu verbergen" haben oder Ministerien u. ä. Institutionen.
Reisekosten dagegen müssen von den Sendern ersetzt werden. Klären Sie das im Vorfeld. Wenn die nicht wollen, müssen Sie ja nicht hin.
Sind Sie dagegen Filmschauspieler, bekommen Sie i. d. R. noch Kohle dafür, dass Sie sich herablassen, die heiligen Hallen der Sendeanstalten mit Ihrem Glanz zu verzieren.
Und ansonsten gebe ich zu, dass ich Ihnen nicht glaube, dass Sie so gefragt sind, dann wären Sie sehr viel PR erfahrener und würden diese Fragen nicht stellen. Sondern ich glaube, dass Sie einfach nur neugierig sind, wie es im Pressebetrieb läuft, und Sie sich nur nicht trauten, zu fragen.
