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Recherchefragen - Investigativ In diesem Forum geht es um die journalistische Recherche. Recherchefragen Informationen, Kooperationspartner, alle Themen zur Recherche.

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Alt 26.05.2012, 21:37   #1
hellium
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Frage Gerichtsreporter

Guten Abend,
ich wüsste gerne, ob es irgendwo Anregungen gibt, wie ich als Laie bei Gericht einen Prozess dokumentiere. So ganz weiß ich nicht worauf das hinauslaufen soll, bis auf das man als Leser der Berichte in 10 Jahren noch das Gefühl haben soll, als sei man dabei gewesen. Ergo sollte ich am besten Steno lernen? Ich suche Anregungen... Eine gute war mal, dass es wichtig ist Fragen und Antworten von Richter und Angeklagtem zu dokumentieren und die Äußerlichkeiten zu beschreiben.
Ich habe jedenfalls das Gefühl nicht ganz zu wissen was ich da tue.
Ich glaube es sind die gleichen Anforderungen denen ich gerecht oder erstmal bewusst werden möchte, wenn man Protokoll führt. Wie selektiere ich was wichtig ist? Wie schreibe ich das schnell genug mit? Welche Tipps und Tricks gibt es und vor allem: Wo finde ich einen Leitfaden?
Ich will recht viel Zeit investieren und will, dass das Ergebnis eine gewisse Wertigkeit aufweist, damit andere auch etwas mit meinen Aufzeichnungen anfangen können.
Nochmal zum voraugen führen: Ich bin Altenpfleger und habe absolut keine Ahnung von Journalismus, dem reportieren (von Gerichtsprozessen) oder dem allgemeinen Protokollierung von dem was andere Menschen sprechen.
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Alt 28.05.2012, 14:06   #2
hellium
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Standard AW: Gerichtsreporter

hm... keine antwort bislang.
hat das niemand gelesen oder weiß niemand rat?
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Alt 11.07.2012, 21:45   #3
siREne
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Standard AW: Gerichtsreporter

Journalisten sehen deiner Anfrage an, daß sie sich besser mit was anderem beschäftigen, denn offensichtlich kommt es dir nicht darauf an, journalistisch zu arbeiten. Sonst wüßtest Du, worum es dir geht, bzw. auf was es deinem Auftrag- oder Brötchengeber ankommt.

Wenn Du einfach nur sicherstellen möchtest, daß in einer mündlichen Verhandlung alles korrekt nach Gesetz abläuft, was grundsätzlich nicht das Schlechteste ist, empfehle ich dir, die Protokollvorschriften in Ruhe durchzulesen. Die gestatten auch das Aufzeichnen von Verhandlungen per Video oder Tonband. Allerdings nicht zum Zwecke einer Veröffentlichung, nur zum Sicherstellen einer fairen Verhandlung für die Prozeßbeteiligten.

Falls dir Juristen was anderes erzählen, kannst Du dich gerne wieder melden. Das tun sie gerne, weil Richter bevorzugt nur das in ihr Protokoll aufnehmen, was ihre Richtertaten unangreifbar macht. Sie gehen nicht gerne ins Gefängnis und mit vorsätzlicher Rechtsbeugung ist nicht zu spaßen. Jeder Anwalt kann einen fairen Prozeß sicherstellen. Doch arbeiten sie gerne mit Richtern und Gutachtern zusammen, weil alle es sich gerne einfach machen. Und weil Bürger nichts Gescheites dagegen tun, gehen sie davon aus, daß es Recht ist ...

Gern geschehen. War keine individuelle Rechtsbesorgung, nur qualifizierte, allgemeine Rechtsaufklärung.
__________________
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PS: Ich habe mit der Werbung unter meinem Nick
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Geändert von siREne (11.07.2012 um 21:48 Uhr).
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Alt 13.07.2012, 16:11   #4
hellium
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Standard AW: Gerichtsreporter

Kommunikationsfähige Menschen würden meinem Beitrag wohl eher ansehen, dass ich keinen Brötchengeber habe und das aufgrund schlechter journalistischer Arbeit selbst versuche zu tun (aus dem Gericht zu schreiben). Ich bin da etwas freier, als mancher Journalist auf hohem Roß!

- Protokollvorschriften(in Ruhe?) durchlesen
Das werde ichj mal tun. Hilft aber nicht wesentlich weiter.

- Ton/Videoaufzeichnung
http://www.lawblog.de/index.php/arch...m-gerichtsaal/
Ich glaube nicht, dass ich mir diese Probleme einhandeln möchte.


Zitat:
Und weil Bürger nichts Gescheites dagegen tun, gehen sie davon aus, daß es Recht ist ...
Entweder man weiß was unrecht ider oder man kann den Verlauf mal so wieder geben, dass jemand anderer etwas damit anfängt. Das ist die Schwierigkeit um die es hier geht.
hellium ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.07.2012, 17:07   #5
Miriam86
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Standard AW: Gerichtsreporter

Du gehst also davon aus, dass du als Laie, der weder etwas von Journalismus noch vom Justizwesen versteht, ein besserer Gerichtsreporter bist, als jemand, der in dem Job ausgebildet ist? Interessante Ansicht auf jeden Fall (Thema hohes Roß...)

Wenn du wirklich journalistisches Interesse hast, setze dich erst einmal mit den Grundformen des Journalismus auseinander. Dann kann man weitersehen. Denn wie man schnell genug mitschreibt, das lernt jeder Journalist am ersten Tag (zumal das bei Gericht sehr easy ist, da nicht so schnell geredet wird) - ohne steno. Die Hauptaufgabe eines Journalisten ist es, wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden. Wenn du das nicht kannst, ist der Job nichts für dich. Guter Journalismus ist kein Hobby, das ist man nicht nebenher.
Miriam86 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.07.2012, 20:48   #6
siREne
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Standard AW: Gerichtsreporter

hellium, wenn Du dein Geschriebenes verkaufen möchtest, wird der, der es verbreitet, dein Brötchengeber. Einfach nur so mal zu schreiben in der Hoffnung, es könnte sich jemand interessieren, kann vielleicht Spaß machen, wird aber nur zufällig Geld bringen. Wieso Probleme? Die gibt es nur, wenn man welche haben will ... Lies mal Kommentar Nr. 46. Er ist ganz frisch. Will man es ganz genau wissen, wie oft der Richter gehustet hat, wie lange der befragte Zeuge zögerte, kann man sich als Journalist ja auch mit einer Partei zusammentun, die davor für eine vorschriftsgemäße Aufzeichnung sorgt. Richter haben lange nicht so viel Macht wie sie dem kleinen Bürger gerne zeigen, um zu verdrängen, daß die Justiz schon lange völlig überfordert ist ... Die Justiz ist deshalb so gut beschäftigt, weil zu viele wissen, was Recht bzw. Unrecht ist, und die meisten erst zu spät erkennen, daß sie das auch rechtzeitig hätten im Gesetzbuch nachlesen können. Wer meint, die Judiaktur sei ein Roulettespiel oder so ähnlich, hat keine Ahnung und sollte dringend sein "rechtes Auge" öffnen.
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Alt 13.07.2012, 23:39   #7
hellium
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Standard AW: Gerichtsreporter

Ich gehe davon aus, dass ich als interessierter Laie am Ende ein besseres Resultat liefern könnte, als ein gelangweilter Journalist, der nur auf Anweisung wegen des Geldes bei einem Prozess ist.
Ich weiß wie es läuft, durch die Pressemitteilung ist man am ersten Tag für eine Stunde da und dann wieder beim Urteil.
Das das von einem Berufsjournalisten in dieser Welt nicht leistbar ist, ist klar, daher mein Streben von bürgerlicher Seite zu berichten.

Mir ist bekannt, dass es Journalisten nicht gefällt, wenn es z.B. Blogger gibt, die ihnen das Revier streitig machen. Ich bin schon der Meinung, dass ich mich einmal jedes Quartal in einen Prozess von Anfang bis Ende setzen kann und dann etwas qualitativ hochwertigeres herauskommen würde.

@sirene:
Geschriebenes verkaufen? Um Gottes Willen(!), wieso soll jemand für Wissen bzw. dafür bezahlen, wenn er sein Recht auf eine Öffentliche Verhandlung nur über Umwege durch einen Report wahrnehmen kann?

Danke für den Tipp mit dem neuen Kommentar, da hat wohl jemand einen 2 Monate alten Beitrag ausgegraben
Das es ein Roulettespiel ist, bemerke ich immer, wenn die Straftaten einzeln bewertet werden und der Cocktail der Gesamtstrafe gebildet wird. Aber auch da werden mir die Juristen sicher sagen, dass ich mich "erst einmal mit den Grundformen" der Juristerei auseinandersetzen solle.

Aber gut. Wie es scheint gibt es keinen Unterschied, ob ich über einen Prozess oder einen umgefallenen Kartoffelsack schreibe und ich werde mich da im allgemeinen mit auseinandersetzen müssen.
hellium ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2012, 11:03   #8
siREne
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Standard AW: Gerichtsreporter

Zitat:
Zitat von hellium Beitrag anzeigen
Ich gehe davon aus, dass ich als interessierter Laie am Ende ein besseres Resultat liefern könnte, als ein gelangweilter Journalist, der nur auf Anweisung wegen des Geldes bei einem Prozess ist.
Ich weiß wie es läuft, durch die Pressemitteilung ist man am ersten Tag für eine Stunde da und dann wieder beim Urteil.
Das das von einem Berufsjournalisten in dieser Welt nicht leistbar ist, ist klar, daher mein Streben von bürgerlicher Seite zu berichten.
Da kann man nur zustimmen! Und weil ich das auch sehr wichtig finde, daß Bürger der Justiz mehr auf die Finger schauen, weil Juristen mehr Einflußgewalt auf das Verhalten demokratischer Gesellschaften haben als unsere sich gegenseitig die Augen aushackenden Gesellschaftsmanager, diskutiere ich auch mit dir. Allerdings bin ich mir sehr sicher, daß es extrem wenig gelangweilte Journalisten gibt, möglicherweise nur einen ...

Anlaß, mit was Neuem genug Interesse beim Volk für die Kontrollinstanz unserer Gesellschaft zu wecken, die Abgreifern und Beschei§ern das Spreizen der Vermögensschere und das Stressen von Unternehmen bis in die Dauerarbeitslosigkeit schwer macht, so schwer, daß Politiker sich mehr ihrer eigentlichen Aufgabe zuwenden, Zukunft auf Basis einer einschätzbareren Gesellschaft zu gestalten, damit ein Markt für journalistisches Arbeiten entsteht, gäbe es nur, wenn Bürger ihr "rechtes Auge" öffnen. Erst dann hätte das Volk genug Überblick und Durchblick und könnte kontrollieren, was dummerweise einigen wenigen vorbehalten ist und sich immernoch weitgehend den Augen der Öffentlichkeit entzieht. Die "Z-INFO" ist ein ganz guter Schritt auf diese Leiter, die übrigens nicht so hoch ist, daß einem oben schwindlig wird ...

Mir ist bis heute noch kein Rechtsjournalist begegnet, der nicht ins Horn der Rechtswirtschaft geblasen hätte und dessen rechtes Auge wirklich so weit offen war wie das linke.

Zitat:
Mir ist bekannt, dass es Journalisten nicht gefällt, wenn es z.B. Blogger gibt, die ihnen das Revier streitig machen. Ich bin schon der Meinung, dass ich mich einmal jedes Quartal in einen Prozess von Anfang bis Ende setzen kann und dann etwas qualitativ hochwertigeres herauskommen würde.
Der Internetjournalismus wird irgendwann dem konventionellen ein bescheidenes Plätzchen in der Erinnerung vieler Menschen zugewiesen haben. Wir stehen erst am Anfang der Computernutzung, weil die Rationalisierungseffekte ungeheure Verzögerungen durch den Wettbewerb um gewaltige Profite "produziert" haben. Das erklärt auch die Anstrengungen konventioneller Journalisten in den "alten" Medien.

Nur gibt es bisher ja kaum Rechtsjournalisten, Gerichtsreporter. Ich hatte schon mit vielen intensive Kontakte und weiß, daß ihnen das Wichtigste für den Durchblick und den Überblick fehlt. Mit dieser Aussage bin ich nicht überheblich. Ich kann sie auch fundiert stützen, habe mich seit 1995 intensiv mit den Schwachstellen der Justiz auseinandergesetzt. Thomas Wolf hat mir schon vor einigen Jahren bestätigt, daß ich die verwundbarste Stelle der Juristen aufgedeckt habe. Kennt man die, kann man einiges sehr viel klarer und schärfer sehen.

Zitat:
Geschriebenes verkaufen? Um Gottes Willen(!), wieso soll jemand für Wissen bzw. dafür bezahlen, wenn er sein Recht auf eine Öffentliche Verhandlung nur über Umwege durch einen Report wahrnehmen kann?
Wenn Du nur eine Leidenschaft pflegen möchtest, also gar nicht daran interessiert bist, daß Leute deine Texte lesen, ersetzt Du "Brötchen" einfach durch "Interesse" oder "Aufmerksamkeit". Es soll ja auch Journalisten geben, die nicht nur Brötchen essen und von Lobbyisten mehr Geld bekommen als von Verlegern oder Sendern ...

Zitat:
Danke für den Tipp mit dem neuen Kommentar, da hat wohl jemand einen 2 Monate alten Beitrag ausgegraben
Wer hat welches uralte Ding ausgegraben? War dir das brisante Wissen, das in diesem Kommentar steht, schon bekannt ...? Dann wärst Du so vergeßlich, daß Du spezialisierte Protokollanten mitnehmen solltest in Gerichtsverhandlungen. Einer ist für alles zuständig, was die Prozeßvorschriften angeht, einer für die Kommunikationspsychologie, einer für das Interesse der einen Partei und ein anderer für das der anderen, usw. ...

Zitat:
Das es ein Roulettespiel ist, bemerke ich immer, wenn die Straftaten einzeln bewertet werden und der Cocktail der Gesamtstrafe gebildet wird. Aber auch da werden mir die Juristen sicher sagen, dass ich mich "erst einmal mit den Grundformen" der Juristerei auseinandersetzen solle.
Ich würde sagen, da solltest Du dich eher mit Kommunikationspsychologie auseinandersetzen, von der Juristen in der Regel wenig Ahnung haben, sich und anderen damit aber sehr viele Schwierigkeiten machen, vor allem anderen ...

Zitat:
Aber gut. Wie es scheint gibt es keinen Unterschied, ob ich über einen Prozess oder einen umgefallenen Kartoffelsack schreibe und ich werde mich da im allgemeinen mit auseinandersetzen müssen.
Zustimmung, man kann auch den berühmten umgefallenen Sack Reis in China nehmen. Der ist so interessant, daß darüber sogar was im "Zukunftsdialog der besten Fee aller Zeiten" steht. Könnte nämlich sein, daß schon bald die Schlitzaugen den Schlitzohren sagen, was sie zu tun und zu lassen haben, wenn sie nicht bald ihr "rechtes Auge" öffnen und für mehr Gerechtigkeit sorgen ...
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Alt 14.07.2012, 21:32   #9
siREne
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Standard AW: Gerichtsreporter

Man muß sich wirklich wundern, daß Juristen kein besonderes Gesetz geschafft haben, das Aufzeichnungen für Veröffentlichungen untersagt. Nein, eigentlich muß man sich nicht wundern, denn das widerspräche der Öffentlichkeitsmaßgabe mündlicher Verhandlungen.

Solange diese juristische Direktive, die auch gegen Bürger eingesetzt wird und gegen Prozeßbeteiligte, im § 169 GVG versteckt wird, das nicht so bekannt ist wie die ZPO, kann es auch erfahrenen Journalisten so gehen, wie ich das mal getestet habe vor einigen Jahren ...

Ich rief damals beim OLG Stuttgart an und ließ mich mit dem Pressesprecher verbinden. Das sind meist erfahrene Richter. Ich fragte dann, ob er schon gehört habe, daß man mündliche Verhandlungen aufzeichnen kann. Darauf er: Nein. Das ist nicht möglich, weil es untersagt ist. Ich: Wer sagt das? Er: Das Gerichtsverfassungsgesetz. § 169 Ich: In meinem steht, daß nur Aufzeichungen zum Zwecke einer Veröffentlichung untersagt sind. Er: Ja, stimmt schon, aber es gibt ja auch noch die Prozeßvorschriften ... Ich: Tja, auch in denen steht drin, daß Richter alles Wesentliche ins Protokoll aufnehmen müssen. Er: Richtig, das tun Richter ja auch. Ich: Nein, sie fassen nur zusammen, was ihnen gefällt. Er: Richter haben das Hausrecht ... Ich: Das ist kein Argument. Dann hätten sie ja auch das Recht, aufmerksamen Bürgern in den Hintern zu treten. Er: Im übrigen bestätigen auch Kommentare, daß Aufzeichnungen nicht zulässig sind ... Ich: Und? Können Sie mir das Gesetz nennen, das Kommentare von Juristen verbindlicher macht als die Gesetze des Volkes ...? Er: Entschuldigung, aber ich habe keine Zeit, mit Ihnen zu diskutieren. Ich: Danke, wir sind ja auch schon am Ende, Sie auf jeden Fall.

So in etwa dürften schon einige Gespräche zwischen Juristen und Nichtjuristen gelaufen sein, die sich dafür interessiert haben, warum in ihrem Gerichtsprotokoll nicht stand, in welcher Weise sie zu einem Vergleich "überredet" worden sind ...

Sicherlich auch zwischen Journalisten ohne Jurastudium und ihren Kollegen mit Jurastudium ...
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Geändert von siREne (15.07.2012 um 11:14 Uhr). Grund: Ich konnte eben erst meinen Sorgfaltsesel melken ...
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Alt 19.07.2012, 13:47   #10
siREne
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hellium, dir wird doch nicht dein Stenoblei unter den Tisch gefallen sein ...? Hast Du bemerkt, daß der rechtsblog.de-Betreiber einige Kommentare mit brisanten Informationen für Juristen mit für das Volk sehr nützlich Hinweisen gelöscht hat ...?
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