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Alt 29.03.2004, 20:29   #1
unbekannter User (Gast)
 
Beiträge: n/a
Standard Globalisierung - Weg in die Zukunft?

Globalisierung - Weg in die Zukunft oder Abschied von Errungenschaften ?

Es ist wohl nicht zu leugnen, daß sich in Deutschland etwas ändern muß. Da sind sich alle einig! Die Globalisierung ist es, die unser Arbeits- und Gesellschaftssystem dazu zwingt, sich in einer Art und Geschwindigkeit zu wandeln, wie es sich die meisten von uns wohl nicht vorgestellt haben. Aber wieso? Was ist es, was dieser Entwicklung solche Macht verleiht? Und ist es wirklich die einzige und unabänderliche Perspektive einer Zukunft der Völker auf diesem Globus. Das laute ‘Ja’ in weiten Teilen unserer verantwortlichen Politik und auch bei großen Unternehmen und Finanzdienstleistern scheint dies glauben zu machen. Klar, der freie Fluß von Kapital und Gütern, von Dienstleistungen und Menschen ist ein großes Ziel im Sinne von Freiheit und Entwicklung. Aber unkontrolliert und seinen eigenen Gesetzen überlassen schafft er ein zuerst mal ein ganz anderes Konkurrenzklima als das, welches innnerhalb des Schutzes gesicherter nationaler Gesetze und Rahmenbedingungen herrscht, ja er scheint auf diesem Weg sogar diesem Ziel gegenläufig werden zu können. Gerade Länder, in denen sich lange Zeit soziale Errungenschaften zu Standards auf hohem Niveau entwickelt haben, werden den Kostenfaktor, den soziale Standards wie die unseren als Teil der Lohnkosten verursachen eben reduzieren müssen, wenn sie, vor allem bei einfacheren Produkten und Dienstleistungen, konkurrenzfähig bleiben wollen, d.h. solche Arbeit weiterhin im eigenen Land halten wollen. Somit wird der sogenannte Umbau des Sozialstaates defakto ein Abbau werden, da er letztlich aufgrund der Angleichung zu weit niederer Standards in anderen, ärmeren Ländern stattfindet. Gleichzeitig wird Kapital und Know how, wie zuletzt trotz energischer Rüge seitens des Kanzlers von Unternehmerseite empfohlen, sich nach Rentabilität und Profitchancen in diesen Ländern umschauen und diese im eigenen Interesse als drohendes Argument für den Sozialabbau einbringen, oftmals ohne Rücksicht auf soziale und moralische Verantwortung z.B. aufgrund früherer Fördergelder von diesem Staat. Die Absicht des Umverteilen von Wohlstand im Sinne globalen Ausgleichs und weltweiter Gerechtigkeit bei der Teilhabe am Gesamtvermögen der Menschheit ist es nicht, von der diese Argumentation getragen wird, aber sie scheint für den Unternehmer legitim, solange man berücksichtigt, daß der Unternehmer natürlich zuerst an seinen eigenen Erfolg zu denken hat, und der drückt sich vor allem im Gewinn aus. Die jetzt vorgeschlagene Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich steigert diesen Gewinn ( oder begrenzt die Verschuldung), zeitweise erhöht sie auch die Produktivität, doch sichert sie langfristig mehr Beschäftigung? Kommt dadurch wieder mehr Arbeit nach Deutschland oder werden so nur noch mehr Menschen von der Teilhabe an der vorhandenen Arbeit ausgeschlossen?
Wir werden, wenn auch nicht in unserem kleinen Deutschland, immer mehr Menschen auf dieser Welt. Menschen mit Ansprüchen, Bedürfnissen und Arbeitspotential, deren materielle Resourcen leider nicht in dem selben Maße mitwachsen. Gleichzeitig wird die Produktion der meisten Güter immer weniger Menschen benötigen. Das sind Fakten, die wohl kaum bestritten werden und erheblichen Einfluß auf die Arbeitsituation der Zukunft haben. Vielleicht verlangt eine derartige und bisher noch nie da gewesene Entwicklung nach ganz anderen Lösungen, zu denen unser herkömmliches Wirtschaftssystem, selbst wenn es bisher das erfolgreichste war, nicht in der Lage ist. Müssen wir in der Zukunft Verteilungskriterien finden, die nicht über Geld oder Leistung gesteuert werden, um Lebensqualität nicht nur in unserem Land zu erhalten, auch wenn dies heute noch schwer vorstellbar ist überhaupt nur in diese Richtung zu denken?
Politiker sollten sich wohl überlegen, ob sie hier einseitiges Sprachrohr wirtschaftlicher Interessen sein wollen. Diese Art der Globalisierung führt letztlich dazu, daß die billige Arbeitskraft ärmerer Länder gegen das Wohlstandsniveau der Menschen in den wohlhabenderen Staaten instrumentalisiert wird durch die scheinbar unzweifelbare Logik von Wirtschaft, Kapital und sogenannter Freiheit der Märkte. Politiker sind aber die Vertreter aller Menschen ihres Landes und haben deren Gesamtwohl zur Priorität, selbst wenn es zu Einschränkungen bei der Entwicklung der Globalisierung führen könnte. Eine ungehemmte Entwicklung dieser Art könnte sonst leicht Völker und Staaten einem Diktat der Ökonomie preisgeben, dessen Fortschritt die Gefahr in sich birgt, ein Rückschritt in Gesellschaftsmuster vergangener Zeiten mit globalem Ausmaß zu werden. Eine Zweiklassengesellschaft aus einem Heer von lohnabhängigen Beschäftigten, die dem jeweils herrschenden globalen Mindeststandard entsprechen und eine Wirtschaftsaristokratie, die nach dem jeweiligen Vorteilsdenken deren Zukunft bestimmt.
Wie diese Zukunft werden könnte, kann man sich vielleicht vorstellen, wenn man die Geschichte der vorigen Jahrhunderte betrachtet. Ob einzelne Regionen oder Völker sich dann nach dem Schutz von Nationalstaaten und regionaler Abgrenzung wieder sehen werden, und ob es dann wieder einen geben wird, der dieser Sehnsucht eine Stimme verleiht, bleibt abzuwarten. Erfreulich wird es voraussichtlich nicht, wenn wir nicht bald einen Weg finden, der das Wohl der Menschen vor aller Globalisierung als das Ziel unserer Wirtschaft begreift. Die Frage ist nur, ob es dafür nicht schon zu spät ist.

Uwe Gartze
88250 Weingarten
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Alt 17.08.2004, 22:26   #2
MrMagic
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Standard

Es wird kommen - ob in 5 Jahren oder ein wenig später, schaun mer mal:
In "unserem" Europa, das am grünen Tisch durch WTO und Globalisierungsbeführworter konstruiert und befürwortet wurde, wird wegen der grassierneden und begründeten Existenzangst der breiten Masse (früher mal 'Mittelstand' genannt) bald nicht mehr nur mit Ellenbogen und per Mobbing gefochten.
Noch beissen viele Nachts ins Kopfkissen und kuschen noch tagsüber.
Irgendwann reißt die Überschuldung der "Normal"-Bürger alle moralischen Barrieren ein. Dann wird die vor kurzem erlebte grausame Zersplitterung Gesamtjugoslawiens mit seinen Massakern nur noch als kleines Vorspiel anzusehen sein, was dann in Groß-Europa passieren wird. 5 Jahrenoch? Vielleicht ein wenig mehr? Gegen wen richten sich dann wohl die ersten Pogrome? Gegen Türken, oder vielleicht die Polen - oder diese erst mal gegeneinander? Wenn's hart auf hart geht - wer wird dann wohl auf unserer Seite stehen? Österreich, Frankreich oder gar die Türkei, die historisch gesehen, merkwürdigerweise immer auf unserer Seite stand und merkwürdigerweise immer noch bis zum heutigen Tag?
Diese Munkeleien sind keine Verschwörungstheorie. Leider. Wie gerne sähe ich es, das "große Geld" dächte auch an die, die es mal erarbeitet haben.
MrMagic ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.12.2014, 11:04   #3
Jackxx12
Benutzer
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Registriert seit: 19.12.2014
Beiträge: 55
Renommee-Modifikator: 4 Jackxx12 wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Globalisierung - Weg in die Zukunft?

*She got out of bed and began to dress herself. She had been on her back so long that her legs gave way fut coins beneath her, and then the soles of her feet tingled so that she could hardly bear to put buy fifa 15 coins them to the ground. But she went on. She was unused to doing her own hair and, when she raised her arms and began buy fifa coins to brush it, she felt faint. She could never do it as her maid did.
Jackxx12 ist offline   Mit Zitat antworten
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