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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 18.01.2005, 14:21   #1
Markus
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Standard Fuß fassen als freier Hörfunk-Journalist - wie geht das?

Hallo,
ich studiere an der HS Bremen Fachjournalismus mit Schwerpunkt Technik.

Bis vor kurzem hatte ich keinerlei Erfahrung im Hörfunk-Journalismus und habe durch eine Lehrveranstaltung bei einem Hörfunkerfahrenen Gastdozenten im vergangenen Semester erste Erfahrungen sammeln dürfen. Die Lehrveranstaltung war sehr praxisorientiert, so habe ich unter anderem den Umgang mit dem Schnittprogramm "Digas Easy Track", das Verfassen von Radiotauglichen Texten, sowie den Umgang mit unterschiedlichen Aufnahmegeräten (u.a von Denon) gelernt. Als Abschluß der Veranstaltung haben wir in einer Gruppe eine zweistündige Radiosendung produziert, die im Offenen Kanal der Stadt Bremen gesendet wurde. Ich habe einen etwa dreiminütigen Beitrag zu der Sendung beigesteuert, welcher von meinem Dozenten als "absolut radiotauglich" eingestuft wurde
Nun habe ich quasi "richtig Blut geleckt" und möchte neben meiner gelegentlichen Tätigkeit als freier Journalist für eine Tageszeitung nach Möglichkeit mein spärliches Studenteneinkommen als freier Radio-Journalist aufbessern, vorallem aber weitere Erfahrungen sammeln.

Auf Empfehlung des Hörfunk/Fernseh-Techniker der Hochschule habe ich mir vor kurzem ein Sennheiser Mikrofon (Mod. e825s), sowie einen Sharp-MD-Recorder mit Mikrofoneingang, sowie individuell regelbarer Aufnahmelautstärke zugelegt. Als Software habe ich auf meinem Laptop mit dem Freeware-Schnittprogramm "Audacity" gearbeitet. Laut meines Dozenten war die Qualität (also nicht inhaltlich, sondern Qualität im Sinne von wenig Rauschen, klare Töne etc.) des Beitrags "absolut sendbar"

Meine Fragen:

- Reicht dieses Equipment (den Radiostationen) aus, um damit einigermaßen Radio-taugliche Beiträge zu fabrizieren?

- Wie stelle ich es am besten an, dass ich an Aufträge für Beiträge herankomme? Kleine Aufträge reichen völlig, ums Geld gehts mir nicht primär. Ich möchte hauptsächlich Arbeitsproben sammeln, von denen ich behaupten kann, dass diese schon einmal gesendet wurden.


Ich wäre wirklich dankbar, wenn mir einige "alte Hasen" ein wenig weiterhelfen könnten....

Gruß und danke schoneinmal im Voraus
Markus
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Alt 18.01.2005, 15:32   #2
christine
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Am besten, Du versuchst erst einmal, eine Hospitanz oder Praktikum bei einem Sender zu bekommen. Dann hast Du Gelegenheit, ein paar Erfahrungen zu sammeln und die Redakteure lernen Dich ein bisschen kennen und vielleicht ergibt sich daraus auch die Möglichkeit, neben Deinem Studium weiterhin für die Beiträge zu machen.

Nur auf Grund Deines dreiminütigen BmEs gleich so an Redaktionsaufträge dranzukommen, dürfte schwierig sein. Aber das Stück kann Dir bei Deinen Bewerbungen für ein Praktikum helfen. Hat Deine Hochschule in Bremen denn keine Kontakte zu Radio Bremen? Was ist mit den Dozenten dort?
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Alt 18.01.2005, 15:53   #3
Markus
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hallo Christine,

zunächst einmal danke für deine Antwort.

Doch, natürlich bestehen Kontakte der Dozenten zu Radio Bremen. Im Rahmen des Pflicht-Praxissemsters des Studiengangs werde ich mich auch dieser Tage schon für ein Prkatikum bei Radio Bremen bewerben. Mein Dozent hat Kontakt zu der Chefin v. Dienst geknüpft und meinen Namen dort auch erwähnt, so dass meine Person dort vielleicht nicht ganz unbekannt ist. Meine Chancen auf einen Praktikumsplatz stehen also gar nicht so schlecht.
Aber das Praxissemster ist erst in einem guten Jahr, und ich würde halt bis dahin schon gerne weitere Erfahrungen im Hörfunk sammeln. Zwischenzeitlich noch ein Praktikum einschieben wird schwierig, da ich Klausuren-, Referats- und Hausarbeitsmäßig und auch Arbeitsbedingt(neben der Tätigkeit als freier Printautor) auch während der Semesterferien ziemlich eingespannt bin. Deswegen würde ich gerne als freier Mitarbeiter arbeiten, wenn ich die Zeit dazu habe.

Würde es weiterhelfen, wenn ich auf "eigene Faust" Material sammle, also ersteinmal nur zur Aufstockung der eigenen Arbeitsproben einige Beiträge erarbeite und diese dann einfach mal gesammelt vorstelle?

Zudem bin ich halt auch am zweifeln, ob meine Ausrüstung dafür ausreicht?!?!

Auch hier wieder: Danke,danke,danke für jeden noch so kleinen Tip!

Gruß
Markus
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Alt 18.01.2005, 16:07   #4
christine
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Ach so, ich dachte, ihr macht auch während der vorlesungsfreien Zeiten Praktika. Wenn es Dir primär nicht ums Geld geht, warum machst Du nicht erst einmal ein paar Sachen für diesen "Offenen Kanal"?
Du kannst natürlich auch einfach so noch ein paar Beiträge als Arbeitsproben anfertigen, um die dann Deiner Bewerbung fürs Praxissemester beizulegen. Und jetzt schon einmal anfangen, Sprechunterricht zu nehmen. Sorry, dass ich das hier dauernd wiederhole, aber es ist irre wichtig. Und leider lernt man gutes, radiotaugliches Sprechen auch nicht von jetzt auf gleich (schön wär's). Würde sich auch in Deiner Bewerbung fürs Praxissemester gut machen, wenn da im Lebenslauf steht, dass Du bereits mit Sprechunterricht angefangen hast - dann hast Du nämlich einen handfesten Vorteil vor allen anderen, die sich da auch noch bewerben.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.01.2005, 16:23   #5
Markus
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Hallo nochmal,
wir haben demnächst ein zweitägiges Sprech-Seminar, was da genau passiert, weiß ich allerdings auch nicht. Ich habe mir aber gedacht, dass es bestimmt nicht schadet, soetwas mitzumachen, was immer da auch passiert. Zudem kostet es uns Studenten nur 25 anstatt 70 Euro.
An den offenen Kanal hatte ich auch schon gedacht, allerdings ist dann bestimmt Vorrausetzung, dass ich mindestens eine Stunde bzw. 55 Minuten produziere, oder? Für unsere zweistündige Sendung haben wir im Team von zehn Leuten schon allein 5 Tage benötigt...

Meinst du denn, das mein Equipment (Freeware-Audioschnittprogramm"Audacity", Sennheiser-Mikro "e825", sowie Sharp Md-Player mit Mikroeingang und regelbarer Aufnahmelautstärke) ausreicht?
Markus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2005, 12:12   #6
Viermann
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Hallo Markus,

Audacity kannte ich gar nicht. Ich hab's mir gerade mal installiert und ein bisschen rumprobiert und muss sagen, dass das schon ein schickes Programm ist. Richtig, richtig, richtig interessant wird es, wenn die Entwickler die Versprechungen aus dem Forum wahr machen und Cliplisten ermöglichen, sodass das Programm "radiophil" wird,

Ansonsten ist die Kombi Sennheiser-Mikro (kenne die einzelnen Modelle nicht) und MD-Rekorder sicher nicht verkehrt.

Viele Grüße,
Thomas
__________________
Viermann - Die Redaktion für Wissenschaft und Technik
www.viermann.info
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Alt 19.01.2005, 12:21   #7
Markus
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Hi Thomas,
danke für deine Antwort. Das hatte ich gehofft zu hören. Dann werd ich mal loslegen und hoffen, dass meine Beiträge jemanden ge- bzw auffallen.

Nur eines noch: ich habe mir sagen lassen, dass es problematisch sein könnte, wenn man seine Beiträge auf einem Lapotop bearbeitet, da diese oft mit eher dürftigen Soundkarten ausgerüstet sind.
Ist die Anschaffung einer externen Soundkarte sinnvoll, oder sind die Laptopkarten doch gleichwertig? Wer kennt sich dahingehend aus?
Markus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2005, 15:55   #8
christine
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Hallo Markus,

die ein- oder zweitägigen Seminar in Sprecherziehung laufen meiner Erfahrung nach meistens so ab: Am Anfang erklärt der Sprecherzieher ein paar grundlegende Dinge zur Atmung, Artikulation und Gestaltung, also dass es beispielsweise „Honich auf dem Weg“ heißt und nicht „Honick auf dem Wech“, und nicht „sibbzehn“, sondern „siebzehn“. Außerdem erklärt er/sie die Zeichen, die man sich in ein Sprechermanuskript hineinmalen kann, um zu markieren, wo man die Stimme hebt oder senkt, wo man betont oder eine kurze Atempause macht. Dann gibt es in der Regel 20 bis 30 Minuten Einzelunterricht im Studio. Man liest einen seiner eigenen Beiträge und hört sich hinterher gemeinsam die Aufnahme an. Der Sprechtrainer korrigiert die Aussprache, wo es notwendig ist, sagt, ob die Stimme richtig „sitzt“, das Tempo stimmt und die Atmung klappt (das geht am Anfang vor lauter Aufregung häufiger daneben, plötzlich reicht die Luft nicht oder man hat zuviel usw.). Außerdem gibt er/sie Tipps zur Gestaltung („stellen Sie sich vor, da sitzt jemand – erzählen Sie es ihm“) und Hinweise, wo man eventuell Probleme hat und daran arbeiten sollte. Ich habe bei solchen Seminaren nur sehr nette Sprecherzieher erlebt, die einen ermutigen und wirklich weiterhelfen. Dennoch brauchst Du nicht zu glauben, dass Du nach zwei Tagen Seminar gut sprechen kannst. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du perfektes Hochdeutsch sprichst und ein absolutes Naturtalent im Gestalten bist, ist doch eher gering. Und die Dinge, die man sich 20 und mehr Jahre lang falsch angewöhnt hat, brauchen leider auch einige Zeit, bis man sie sich wieder abgewöhnt hat. Darum rate ich Dir, jetzt damit anzufangen – oder wenigstens jetzt damit anzufangen, Geld für den Sprechunterricht zu sparen.
Vielleicht kann Dir der Sprechtrainer jemanden in Bremen nennen, bei dem Du Unterricht nehmen kannst (womöglich unterrichtet er ja selbst in Bremen). Oder Du erkundigst Dich am Konservatorium oder der Hochschule für Musik nach einem Lehrer.

Buchtipp: Michael Rossié: Sprechtraining. Gelbe Reihe Journalistische Praxis von List (m.W. ist gerade eine Neuauflage erschienen).
Außerdem gibt es noch die Bücher von Stefan Wachtel, kannst Du Dir auch mal anschauen, müssten bei Euch in der Bibliothek stehen.

Zum Equipment: Erfahrungsgemäß sind die Onboard-Soundkarten für Deine Zwecke nicht ausreichend. Was Dein Mikro und Dein MD-Gerät angeht, so kenne ich die von Dir genannten Modelle nicht. Generell gilt aber Sennheiser als gute Firma, und auch die Nachrichtenreporter vom SWR sind mit MDs unterwegs (es geht einfach schneller, die haben keine Zeit, lange die Cassetten herumzuspulen). Für kürzere BmE sind die MDs also in Ordnung, Feature kannst Du damit allerdings nicht produzieren – aber dafür ist es für Dich ohnehin noch ein bisschen zu früh.
Prüfe ’mal nach, ob Dein MD-Recorder irgendwo die Einstellung hat, dass er einen neuen Track grundsätzlich nach dem letzten Track anlegen soll. Damit vermeidest Du, dass Du Dir versehentlich Deine O-Töne löscht.

Bei den Offenen Kanälen wird das Programm oft von irgendwelchen Vereinen oder Initiativen gestaltet. Mach Dich doch einmal schlau, wer da alles aktiv ist, vielleicht ist eine Gruppe dabei, bei der Du mitmachen magst und kannst. Das ist sicherlich der entspanntere Weg, als eine Sendung regelmäßig allein füllen zu wollen.

Und ansonsten gilt: Viel Radio hören, die anspruchsvollen Sender wie beispielsweise DRadio und DLF, die noch viele Wortbeiträge bringen, besonders Feature. Da kannst Du nebenbei auch viel über Dramaturgie, Einsatz von Musik und Atmo lernen.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.01.2005, 16:10   #9
Markus
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hallo Christine,
nocheinmal vielen Dank für deine Tips, auch für die genannten Literaturhinweise. Sie werden mir sicher weiterhelfen. Laut meines Hörfunkdozenten haben ich und einige meiner Kommilitonen den Vorteil gebürtige Bremer zu sein und somit zumindest reineres Hochdeutsch zu sprechen, als viele andere meiner Kommilitonen, die aus anderen Teilen Deutschlands stammen. Sagt er zumindest.
Das mit dem markieren der Texte, also wo man die Stimme hebt usw. hat er uns schon gezeigt und das hat auch beim Probesprechen ganz gut geklappt. Ich werd sehen, was das Seminar bringt und mich mal erkundigen, was ein Sprechtrainer kostet.

Gruß
Markus
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