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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 16.04.2006, 21:12   #1
soulfoodqueen
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Standard Voraussetzungen für Volo

Hallo!

Also, zuerst muss ich mal was loswerden. Mich ärgert es sehr, dass man für ein Volo eigentlich schon die Fertigkeiten mitbringen muss, die ein Volo eigentlich vermitteln soll. Denn wenn ich alles schon weiss, warum sollte ich dann noch ein Volo machen? Aber gut, so ist es eben. In Deutschland.

Die andere Sache: Ein grosser Teil der Leute, die ein Volo bekommen, stammt aus dem Stamm der freien Mitarbeiter und als "Externer" hat man daher weniger Chancen. Stimmt das, oder ist das eins der vielen Gerüchte?

Was meint ihr dazu??

Und was muss man eigentlich mitbringen um einen der begehrten Plätze zu bekommen (ich meine die Ausbildung bei den Öffentlich-Rechtlichen, Deutsche Welle, etc.)?
Ich habe zwar am Anfang meines Studiums drei Jahre fürs Campusradio gearbeitet, aber danach habe ich Praktika in verschiedenen Bereichen (Print, Presse/Öffentlichkeit in Kultur und Wirtschaft, Online-Journalismus) gemacht. Bin jetzt wieder bei der Lokalzeitung gelandet.

Bin gespannt auf eure Meinung!

Liebe Grüße von der Queen of Soulfood!
soulfoodqueen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2006, 00:06   #2
megabelle
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Standard AW: Voraussetzungen für Volo

Hey Soulfoodqueen, da bin ich ganz deiner Meinung!!! Im Prinzip muss man hierzulande schon fertiger Journalist sein, um ein Volo machen zu dürfen. Das nervt. Aber bei deinem Lebenslauf brauchst du dir - glaube ich - keine Sorgen machen. Was mir jedoch, wie dir, Sorgen bereitet ist der Faktor Vitamin B bei der Jobvergabe bei den Ö/R. Das mit dem Heimvorteil für Externe habe ich vorher noch nicht gehört, macht aber Sinn. Was mir dagegen zu Ohren gekommen ist, ist der "Familienvorteil". Ich habe kürzlich diverse Volo-Bewerbungen losgeschickt, u.a. an ö/r Sender. Da bin ich auch mal gespannt, was so dabei rauskommt.
megabelle ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2006, 11:14   #3
xblue
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Standard AW: Voraussetzungen für Volo

Das mit dem "Familienvorteil" bei Volo-Bewerbungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kann ich aus eigener Erfahrung und auch nach Gesprächen mit vielen anderen (erfolgreichen und -losen) Bewerbern nicht bestätigen. Vielleicht mag das früher so gewesen sein, vielleicht ist es auch nur ein von frustrierten Abgelehnten bewusst gestreutes Gerücht.

Die Sache mit dem "Heimvorteil" liegt jedoch auf der Hand: Natürlich kann man sich bessere Chancen ausrechnen, wenn einen das einstellende Unternehmen (Verlag, Sender etc.) kennt - das ist überall so, auch in der Wirtschaft, in wissenschaftlichen Institutionen usw. Warum sollte ich als Personalchef oder Mitglied einer Auswahlkommission das Wagnis eingehen, einen Externen einzustellen, wenn ich auf Leute zurückgreifen kann, deren Arbeit ich bereits gut kenne und u.U. über einen längeren Zeitraum habe verfolgen können? Zudem hat der letztgenannte Bewerber bereits deutlich mehr Interesse am jeweiligen Unternehmen gezeigt - und auch mehr für es geleistet. Insofern ist eine bevorzugte Auswahl "Interner" m.E. durchaus berechtigt (sofern die Bewerber ansonsten weitgehend ähnliche Qualifikationen aufweisen). Wer dies anders sieht, möge sich den Sachverhalt doch einmal andersrum vorstellen: Wäre nicht jeder, der sich jahrelang als freier Mitarbeiter für eine Zeitung oder einen Sender abgerackert und die ganze Zeit über auf ein Volo gehofft hat, zu Recht frustriert, wenn bei der Auswahl Leute von außerhalb zum Zuge kämen, die sich quer durch die Medienlandschaft überall mal bewerben und keinerlei direkten Bezug zum Unternehmen haben?

Um nun aber dem Eindruck entgegenzutreten, der "Heimvorteil" sei das entscheidende Kriterium: Nicht jeder Verlag oder Sender (und auch nicht jede öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt!) nimmt ausschließlich Leute, die bereits durch freie Mitarbeit bekannt sind. Und umgekehrt gilt auch: Nicht jeder, der eine solche Mitarbeit vorzuweisen hat, wird automatisch genommen. Davor stehen mehrstufige Auswahlverfahren, in denen auch "Langgediente" durchaus mal rausfliegen können...
xblue ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2006, 13:29   #4
megabelle
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Standard AW: Voraussetzungen für Volo

Also, ich bin weder abgelehnt worden noch frustriert usw. Aber den "Familienvorteil" habe in jüngst wieder in zwei Fällen erlebt, getreu dem Schema "Papi besorgt seiner Kleinen einen guten Job". Und auch früher (vor wenigen Jahren) habe ich solche Fälle erlebt. Man sollte nur so schlau sein und sich dadurch nicht entmutigen lassen! Letztendlich ist das ohnehin in jeder Branche so.
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Alt 25.04.2006, 13:47   #5
xblue
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Zitat:
Zitat von megabelle
Also, ich bin weder abgelehnt worden noch frustriert usw.
War auch nicht auf Dich bezogen, sondern auf eine mögliche Entstehungsweise von Gerüchten.

Zitat:
Zitat von megabelle
Aber den "Familienvorteil" habe in jüngst wieder in zwei Fällen erlebt, getreu dem Schema "Papi besorgt seiner Kleinen einen guten Job".
Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk? (Darum ging es ja.)

Zitat:
Zitat von megabelle
Man sollte nur so schlau sein und sich dadurch nicht entmutigen lassen! Letztendlich ist das ohnehin in jeder Branche so.
Volle Zustimmung.
xblue ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2006, 15:40   #6
megabelle
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@Xblue: Ja, war im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ein großer Sender mit Sitz in Berlin.
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Alt 25.04.2006, 15:48   #7
soulfoodqueen
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Standard AW: Voraussetzungen für Volo

Natürlich stimmt es, dass es für Arbeitgeber sinnvoller ist, ihnen bekannte Mitarbeiter zu nehmen. Und natürlich freut sich jeder Mitarbeiter, wenn er nach jahrelanger Schufterei einen Freifahrtschein für ein Volo bekommt.

Ich habe mich aber damals dazu entschlossen, meine (praktische) Ausbildung möglichst vielseitig zu gestalten. Damit ich einerseits mehr Möglichkeiten (d.h. Jobs in verschiedenen Medienbereichen) und andererseits einfach einen breiten Hintergrund habe.
Jetzt habe ich Angst, dass diese Idee doch nicht so gut war und ich lieber für ein paar Cent die Zeile oder für ein paar Euro pro Beitrag in ein und derselben Redaktion hätte bleiben sollen.

Aber klar, einfach abwarten und den Kopf nicht hängen lassen, die Bewerbungen sind unterwegs....
soulfoodqueen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2006, 16:43   #8
xblue
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Zitat:
Zitat von megabelle
@Xblue: Ja, war im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Ein großer Sender mit Sitz in Berlin.
Hm, welche Anstalt könnte das wohl gewesen sein... Im Ernst: Wenn es sowas gibt (Gerüchte sind ja auch nicht immer völlig aus der Luft gegriffen), ist das in der Tat zum K***, gar keine Frage. Ich bezweifle nur, dass es bei den Öffentlich-Rechtlichen gehäuft vorkommt.

Zitat:
Zitat von soulfoodqueen
Und natürlich freut sich jeder Mitarbeiter, wenn er nach jahrelanger Schufterei einen Freifahrtschein für ein Volo bekommt.
Eine der Sachen, die ich mit meinem Posting auch sagen wollte, war ja gerade, dass selbst eine jahrelange Mitarbeit KEINEN "Freifahrtschein" für ein Volo bedeuten muss - und dass zumindest im öffentlich-rechtlichen Rundfunk niemandem ein kompletter "Freifahrtschein" ausgestellt wird (i.S.e. Automatismus "Mitarbeit = Volo"). Die Auswahlverfahren gelten schließlich für alle.

Und freie Mitarbeit muss auch nicht zwangsläufig heißen, nur für eine Redaktion tätig zu werden, ganz im Gegenteil. Man kann auch nebenher weitere Praktika absolvieren und in anderen Redaktionen mitarbeiten. Im Sinne der von Dir zu Recht propagierten vielseitigen Ausbildung empfiehlt sich das sogar. Insofern kann ich Deine Argumentation im zweiten Absatz nicht ganz nachvollziehen.

Zitat:
Zitat von soulfoodqueen
Aber klar, einfach abwarten und den Kopf nicht hängen lassen, die Bewerbungen sind unterwegs....
Jep! Optimist(in) bleiben! Ich drücke Dir die Daumen...
xblue ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2007, 19:59   #9
oblomow
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Standard AW: Voraussetzungen für Volo

Hi Leute,

auch ich bewerbe mich gerade auf verschiedene Volo-Stellen - sowohl beim Hörfunk (SWR), beim Fernsehen (ZDF), als auch bei verschiedenen Lokalzeitungen.
Meiner Erfahrung nach sind beim Hörfunk und bei Fernsehsendern, die ein umfassendes Auswahlverfahren ausgearbeitet haben persönliche Beziehungen kaum entscheidend.
Bei kleineren Unternehmen, bei denen Einzelne zu entscheiden haben, mag das vielleicht eher eine Rolle spielen.
Allerdings habe ich auch schon Absagen mit der Begründung erhalten, man habe sich für langjährige freie Mitarbeiter entschieden, deren Stil man bereits kenne. Wie manche von Euch auch schon geschrieben haben, ist es bei gleichen Voraussetzungen eben doch besser bereits bekannt zu sein.

Mittlerweile frage ich mich auch, ob ich nicht was falsch gemacht habe. Ich habe bereits in der 10. Klasse und während des Zivildienstes für eine Lokalzeitung geschrieben. Dann habe ich mich auf mein Studium und die Unizeitung konzentriert und noch eine Hospitanz beim SWR und ein PR-Praktikum gemacht.

Wenn ich statt verschiedene Sachen auszuprobieren seit 10 Jahren für die gleiche Popelzeitung geschrieben hätte, könnte ich vielleicht sicher sein, ein Volontariat zu bekommen...
oblomow ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.03.2007, 00:17   #10
NowhereGirl
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Registriert seit: 06.08.2006
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Standard AW: Voraussetzungen für Volo

Ich kann mich nur anschließen: Ich finde es zum kotzen, dass man zum einen schon quasi fertiger Journalist sein muss und dass es zum anderen nur so wenige gute Volontärsstellen gibt. Da ist doch echt ein Fehler im System!

Mir macht das journalistische Arbeiten wirklich Spaß - auch in verschiedenen Bereichen - aber prosituieren will ich mich dafür nicht. Denn man darf ja auch nicht vergessen, dass die meisten Jobs nicht besonders gut bezahlt werden und man sich echt den Arsch abarbeitet.

Ich persönlich mache jetzt erstmal noch den Doktortitel und arbeite weiter frei für mehrere kleine Redaktionen. Aber irgendwann würde ich gern auch mal so viel Geld verdienen, dass ich davon leben kann...
NowhereGirl ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.04.2007, 11:16   #11
Sisilinha
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Standard AW: Voraussetzungen für Volo

Absolut. Ich finde, wir sollten alle eines nicht vergessen: So schön der viel zitierte Traumberuf Journalist auch ist, wir sollten ihn nicht zu sehr idealisieren. Es ist und bleibt ein Job, und wir alle besser auf dem zugegebenermaßen manchmal frustrierend realistischem Boden der Tatsachen: Print bedeutet mitunter einen laaangen, weiligen (...) Tag in der Redaktion und an mancher Eingangstür imRundfunk-Journalismus, gerade im ÖR, könnte auch ohne weiteres der Zusatz "Behörde" stehen.
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