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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 01.08.2007, 13:24   #46
LaLotte
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Standard AW: Bezahlung Praktika

Am meisten bekommen habe ich bei einem Schülerpraktikum bei einer Tageszeitung: 125 Euro+ Zeilen-und Bildgeld(für einen Monat waren das ~300 Euro), in einer Werbeagentur habe ich 150 Euro bekommen, auch für einen Monat und die Höhe habe ich (aber das war zu erwarten) am Theater erlebt, da gabs nix, aber was die wirkliche Unverschämtheit war: Ich habe dort von morgens bis abends nur kopiert. Das Büro der Dramaturgen (wo ich eigentlich Praktikum machen sollte) habe ich gerade mal beim Vorstellungsgespräch von innen gesehen, den Rest der Zeit war ich im Kopierraum. Klischee pur...
LaLotte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.08.2007, 13:29   #47
Moritz S.
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Standard AW: Bezahlung Praktika

Also ich bekomme jetzt etwas über 1000€ für 4 Wochen! Das finde ich sehr fair!
Moritz S. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2007, 04:13   #48
Andr3
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Standard AW: Bezahlung Praktika

Zitat:
Zitat von Moritz S. Beitrag anzeigen
Also ich bekomme jetzt etwas über 1000€ für 4 Wochen! Das finde ich sehr fair!
Eine zu hohe Bezahlung sollte aber auch mit Vorsicht genossen werden. Möglicherweise soll hier auch die Arbeit einer Vollzeitkraft verrichtet werden, ohne auf den ersten Blick den Eindruck einer zu gerinen Bezahlung wecken zu wollen. Und trotzdem würde man alles Festangestellter deutlich mehr bekommen.

Ich hab in mienen zwei Praktika bisher unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. 1. Praktikum war PR, fair entlohnt, flexibel, tolle Firma. 2. Bei einem kleinen Onlineverlag. Bezahlung eher mittelmäßig, dafür mit Prestige-Projekt. Kein schlechtes Unternehmen. Kommt aber nicht an Nr. 1 ran.
Andr3 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2007, 13:46   #49
Moritz S.
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Standard AW: Bezahlung Praktika

Ne, also ich arbeite keinesfalls wie eine Vollzeitkraft. Mache auch viele verschiedene Dinge, die ich jeweils sehr interessant finde. Da is wirklich alles dabei. Auch von den Zeiten da sind die da unglaublich flexibel. Kann eigentlich gehen und kommen wann ich will (was ich natürlich nicht ausnutze, will ja einen guten Eindruck hinterlassen). Die Arbeit macht mir Spaß, und geht mir relativ leicht von der Hand. Die Atmosphäre in der Abteilung ist super, und ich komme mit allen aus. Und so Praktikanten-Jobs wie Kaffee kochen oder sowas musste ich auch noch nie!

Ist also wirklich nur zu empfehlen bei Siemens in der Group Communication!
Moritz S. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.09.2007, 22:46   #50
Gerd Kreusch
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Standard AW: Bezahlung Praktika

Sacht ma, ich habe zwei Journalisten groß gezogen, die hätten nie ohne meine Zuschüsse ihre Praktika und Volontariate durchziehen können. Die Große hat nach MA als Germanistin auch lange gesucht und Frohndienste geleistet, bis sie über Tele FAZ zu einem Verlag kam, der dann leider Pleite ging. Anschließend von sie von einem großen Verlag leider ausgenutzt. Der Kleine hat über x Praktka nach seinem Studium in England mit Master-Abschluss über 3-SAT und kleine Internet Dienste ein Praktikum mit anschließendem Volontariat bei einem kleinen TV Sender ergattert. Und da hat er dann als Redakteur fertige Doktoren (Dr.) als Praktikanten bekommen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! Jetzt hat er einen relativ guten Job bei einem bundesweiten TV Sender. Gott sei dank!. Es läuft halt überall nicht glatt und Eltern die ihre Kinder in dem Wunsch Journalist zu werden unterstützen, mssen den Kindern unter die Arme greifen, sonst sollten sie ihnen besser die Flausen austreiben und sie als Handwerker ausbilden lassen.
Wer unbedingt Journalist werden will in dieser Zeit, muss halt wissen, dass dieser Weg sehr dornig ist.
Beste Grüße von einem gramgebeugten Journalisten Vater!
Gerd Kreusch ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 24.09.2007, 18:56   #51
Lucie
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Standard AW: Bezahlung Praktika

Langsam hab ich aber echt genug!

Was bilden sich manche Praktikanten eigentlich ein? Klar, als ich selbst noch Prakti war, hatte ich diesselben wahnwitzigen Vorstellungen à la „Ich mache die gleiche Arbeit wie ein Redakteur und werde nicht bezahlt...“ auch. Doch seit ich selbst Redakteurin bin und weiß, wie viel Arbeit ein Praktikant macht, denke ich da anders darüber.

Denn KEIN Praktikant kommt zu einer Zeitschrift und ersetzt da einen Volontär, geschweige denn einen Redakteur. Man braucht mindestens drei Monate, um die Sprache des Heftes zu verinnerlichen. Um wirklich zu kapieren, welche Themen ins Heft passen und welche nicht. Um den Leser oder die Leserin genau kennen zu lernen und zu wissen, wie er/sie welches Thema präsentiert haben will. Das schafft nicht mal ein Überflieger-Praktikant.

Ich sage euch: Die Arbeit, die ein Redakteur reinsteckt, um die Texte eines Praktikanten zu korrigieren, ist echt enorm!!

Damit will ich nicht sagen, dass es ok ist, Praktikanten nicht zu bezahlen. Aber es ist dumm, mehr als eine Aufwandsentschädigung zu verlangen. Ich muss es wissen, schließlich musste ich mich selbst durch einige unbezahlte Praktika schleppen. Erst als Volo habe ich richtig gelernt, welch Wissen man braucht, um qualitativ hochwertige und gute Texte zu schreiben. Und jetzt als Redakteurin habe ich natürlich eine ganz andere Sicht auf Praktis...

Sorry, nicht beleidigt sein
Lucie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2007, 20:05   #52
PeterJ
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Standard AW: Bezahlung Praktika

Ich warne Praktikums-Bewerber vor Leuten wie mir. Nach Volontariat bei einer großen Tageszeitung arbeitete ich als Redakteur bei einigen Illustrierten, ging dann zu einer sehr großen Tageszeitung, bei der ich außer Reportagen auch große Serien schrieb. Für Heyne schrieb ich sogar ein Buch. Und nach vielen Jahren als Redakteur hatte ich endlich genug Geld, um bei einem großen Verlag in den USA meine heutige, lange ersehnte Spezialisierung zu lernen. Ich bin heute sehr gut im Geschäft und sehr zufrieden mit meinem Job.

Aber würde ich Arbeit investieren, um Texte eines Praktikanten zu korrigieren, wäre diese Arbeit nicht nur „echt enorm”, sondern echt schwachsinnig. Ich kann’s nämlich nicht...

Würde ich einem Praktikanten (oder Volontär) sagen, dass ich ihm beibringen kann, wie man Texte schreibt, würde ich ihn belügen. Ich kann’s nämlich nicht.

Ich kann keinem Praktikanten beibringen, wie man Texte schreibt. Ich habe schon oft versucht, Freundinnen und Freunden das Schreiben beizubringen. Es funktioniert nicht, weil bei den Lernenden meist die Basis fehlt.

Sie sehen das an vielen Beispielen in diesem Forum. Da schreibt eine 26-jährige Volo-Suchende, dass Journalismus ihr absoluter Traumberuf sei, fragt aber, wie man eine Nachricht schreibt. Eine 19-jährige, die Journalistin werden will und deren Abi-Leistungskurs offenbar Deutsch war, bietet einer Tageszeitung einen Artikel über eine Kunstausstellung unter dem total unjournalistischen Titel "Die Kunst als Mittel zum Beschreiben sozialer Missstände mit Bezug auf die Ausstellung" an.

Solchen Leuten an einem Text herumzukorrigieren bringt gar nichts. Die brauchen erst eine fundierte Schreiberausbildung. Und zwar wo es ganz von der Basis aus losgeht. Wo die Lernenden erst einmal lernen, wie sie einen Gedanken in Geschriebenes umsetzen, das leicht verständlich ist und genau das trifft, was sie sagen wollen. Und vor allem, wo sie auch den Unterschied einzelner Textarten lernen.

Zum Beispiel den Unterschied zwischen wissenschaftlichen Texten und journalistischen Texten -- den in Deutschland auch viele Journalistik-Professoren nicht kennen.

Hoffen Praktikums-Bewerber nun, dass sie das bei Leuten wie mir lernen, liegen sie völlig daneben. Ich bin nicht einer von den Top-Leuten. Aber die haben in einer Redaktion noch weniger Zeit als ich. Was aber noch viel tragischer ist: Gerade sehr gute Journalisten sind bei ihrer Arbeit oft Einzelgänger und keine großen Pädagogen.

Ich erinnere mich noch gut an diese Frau Mautner, die mich in meinem ersten Volontariats-Jahr bei einer großen Tageszeitung mit altklugen Ratschlägen piesackte. Die war Sekretärin. Und ich war ihr offenbar zur Unterhaltung zugeteilt. Die nächsten Lehrmeister waren die, die ebenfalls aus gutem Grund viel Zeit hatten. Die wirklich guten Redakteure waren auf Termin oder mussten schreiben.

Im zweiten Volontariats-Jahr ersetzte ich in einer Landkreis-Redaktion erst den zweiten Redakteur, der zur Bundeswehr musste. Dann zusätzlich den Redaktions-Leiter, weil der am Magen operiert wurde. Schließlich auch noch die Sekretärin/Kleinanzeigen-Verkäuferin, weil die auch irgendwie krank wurde.

Trost bekam ich wenigstens bei meinen Volontärs- und Jungredakteurs-Seminaren im Haus Busch in Hagen-Helfe (die ich mir selbst im Urlaub zahlte). Bei Umfragen stellte sich heraus, dass mindestens 80% der Volontäre in ihren Redaktionen Termine wahrnahmen, die sonst Job der Redakteure waren.

Fein heraus waren lediglich die Volontäre der großen Blätter, wie die der WAZ. Denen wurden sogar diese Kurse im Haus Busch bezahlt. Selbstverständlich außerhalb des Urlaubs. Davon konnten ich und die meisten anderen Kursteilnehmer nur träumen.

Hat sich das mittlerweile alles geändert... ????

Überglücklich erzählte mir kürzlich ein Rentner, dass seine Tochter endlich einen Job als Journalistin gefunden habe. Noch dazu bei einer großen Tageszeitung. Super! Gratulation! Beim weiteren Gespräch stellte sich heraus, dass der Job ein unbezahltes Praktikum beim Anzeigenblatt(!) dieser Tageszeitung ist. Die 31-jährige MA-Historikerin besucht für das Blatt Veranstaltungen auf dem Land, knipst und interviewt Schützenkönige.

Dass sie die Arbeit einer Redakteurin macht, kann ich schlecht sagen, weil dieses Anzeigenblatt kaum Redakteure hat. Die echte Arbeit machen eben die Praktikanten. Es ist ja mittlerweile so, dass sich Redakteure beschweren: „Ich mach’ doch keine Praktikanten-Arbeit!” Oder: „Wofür haben wir Praktikanten?”

Und warum macht diese 31-jährige Redakteurin das mit? Weil ihr für danach ein Volo (beim Anzeigenblatt!) versprochen wurde. Und wie erfolgreich diese Praktikum-Praktikum-Praktikum-Strategie ist, sehe man ja an Ihrem 35-jährigen Gatten. Nach jahrelangem Praktikum bei einem Reisebuch-Verlag hat der jetzt sogar einen festen Job ergattert. Als Lektor. Für 700 € im Monat.

Praktikum bei Burda? Bei denen: Ja! Zu viele Praktikums-Plätze sind aber wirklich nur zur Beschaffung billiger Arbeitskräfte da. Sorry, aber für die meisten Arbeiten bei einer Tageszeitung brauche ich zum Beispiel keine jahrelange Ausbildung. Das beweisen die Tageszeitungen, die diese Arbeiten massenhaft unausgebildeten Kräften machen lassen.

Auch viele Praktikums-Angebote auf dieser Web-Site sind eindeutig Jobs für gelernte Redakteure. Man hofft eben, dass man einen Praktikanten mit super Kenntnissen findet.

Und 3 Monate Einarbeitungs-Zeit? Die bräuchte ich trotz vieler Redakteurs-Jahre bei großen Blättern auch, wenn ich morgen bei der BUNTEN oder bei FOCUS anfangen würde. Im Management z.B. gelten 12 Monate Einarbeitung als normal. Bei vollen 6-stelligen Manager-Bezügen!

Dieses ganze Praktikums-Unwesen finde ich sehr gut ...aber nur für die Praktikums-Anbieter, die Billigkräfte wollen und sehr leicht bekommen. Für die meist jungen Bewerber ist dieses Unwesen allerdings ein Desaster...

Es raubt ihnen extrem wichtige Jahre und führt in die falsche Richtung. Weil die Reihenfolge nicht stimmt. Richtig wär’s so: ERST eine fundierte journalistische Ausbildung und DANN vielleicht ein Praktikum.

Wenn ich nichts zum Praktizieren habe, muss ich auch kein Praktikum absolvieren. Es macht einfach keinen Sinn.

Redakteure als Journalistik-Pauker? Das funktioniert nicht! Die meisten haben doch selbst nur eine Schmalspur-Ausbildung. Ein Anfänger, der sich darauf verlässt, bleibt sehr leicht für den Rest seines Lebens mittelmäßig.

Auch sind die Ausbildungs-Intentionen von Verlagen und Auszubildende oft sehr unterschiedlich: Die Tageszeitung, die eine billige Praktikantin für die Landkreis-Seite „ausbilden” will, ist wahrscheinlich nicht an einer künftigen Marie-Luise Scherer oder Peggy Parnass interessiert...

Die will vielleicht viel lieber eine Praktikantin, die ewig durchschnittlich bleibt, brav auf Schützenfeste geht, keine Ansprüche stellt -- und nicht plötzlich auf Festanstellung klagt.

Aber die Auszubildende will vielleicht wirklich so bald wie möglich tolle Reportagen und Features schreiben. Damit wird sie in vielen Redaktionen schnell zur lästigen Außenseiterin.

Es gibt nichts, was man an einer guten(!!!!!) Schule/Uni/Akademie nicht lernen könnte, was man angeblich im Praktikum lernt. Den Aufbau einer Nachricht, eines Berichts, eines Features, etc lernen Sie z.B. an einem renommierten US-College viel gründlicher und schneller als in jeder Redaktion.

Und was sehr wichtig ist: Nach so einer fundierten Ausbildung können Sie sich voll auf die praktische Journalisten-Arbeit konzentrieren -- und echte Praxis-Erfahrung erwerben. Und das eindeutig schon mit Redakteursvertrag.

Nach vier, fünf, sechs oder gar mehr Jahren Studium sollte jede(r) MA oder Dipl in der Lage sein, den Bau einer Umgehungsstraße, die Wahl eines neuen Vereinsvorsitzenden und den Streit zwischen zwei Gemeinde-Räten klar und verständlich für seine Tageszeitung zu beschreiben. Dafür braucht niemand jahrelang Praktika -- es sei denn, sie/er ist für den Beruf absolut ungeeignet.

Und ich verstehe nicht, warum die Unis so eine Grundausbildung nicht anbieten. Ich meine, jeder Historiker, jeder Politologe, jeder Volkswirt, etc sollte (und WILL) doch auch veröffentlichen können. Ein Historiker will doch der Öffentlichkeit mitteilen, wenn er eine spannende Entdeckung gemacht hat.

Wenn so viele Menschen schreiben lernen wollen, warum wird ihnen das dann nicht angeboten? Warum müssen sich die dann erst in Praktika zum Narren machen???????

Außerdem nervt es, dass fast alle Schreiberausbildungen außerhalb der großen Verlagsschulen auf Anfänger-Niveau verharren. Selbst diese Uni-Aufbau-Studiengänge bieten penetrant „Grundlagen” und „Grundkenntnisse” an. Wo die SPIEGEL-Leute alle ihre Informationen herbekommen, lernt man da nicht. Oder mal was Verrücktes: Entdecke ich in den USA mal einen Workshop über Gonzo-Journalismus à la Hunter S. Thompson bin ich dort.

Also, ich meine: Praktikanten stehen ganz schön be&+*$@#ç¿ da.

Dieser Praktika-Wahn verhindert nicht nur Karrieren, sondern vernichtet auch noch Arbeitsplätze -- was sich Vertreter anderer Berufe nicht gefallen lassen würden...

Stellen Sie sich mal nachts ab 11 im Minirock vor den Wienerwald an der Reeperbahn (z.B. als Undercover-Reporterin) und verkünden Ihren „Kolleginnen”: „Ich bin Praktikantin, ich mach’s für lau... ”
PeterJ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2007, 20:20   #53
Siouxsie
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Standard AW: Bezahlung Praktika

Zitat:
Zitat von PeterJ Beitrag anzeigen
Eine 19-jährige, die Journalistin werden will und deren Abi-Leistungskurs offenbar Deutsch war, bietet einer Tageszeitung einen Artikel über eine Kunstausstellung unter dem total unjournalistischen Titel "Die Kunst als Mittel zum Beschreiben sozialer Missstände mit Bezug auf die Ausstellung" an.
1. Bin ich nicht 19, sondern 17. (Äusserst gut recherchiert von Ihnen)

2. War "Kunst zur Beschreibung usw..." nicht der TITEL des Artikels sondern ein Satz, der Ausblick auf dessen Inhalt gibt.
In der Email die Ich an den Redakteur schrieb wurde dies auch deutlich.

Aber gut,
Sie müssen es ja wissen.

Geändert von Siouxsie (25.09.2007 um 20:27 Uhr).
Siouxsie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2007, 22:58   #54
Lieselein
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Standard AW: Bezahlung Praktika

@Siouxsie: solche ****** Kommentare würde ich mir überhaupt nicht zu Herzen nehmen! Du hast einen Traum? Dann verfolge ihn auch und fang bloß nicht an, an dir selbst zu zweifeln!

@PeterJ: Bevor Sie andere auf diese peinliche Art und Weise kritisieren ("Da schreibt eine 26-jährige Volo-Suchende, dass Journalismus ihr absoluter Traumberuf sei, fragt aber, wie man eine Nachricht schreibt. Eine 19-jährige, die Journalistin werden will und deren Abi-Leistungskurs offenbar Deutsch war, bietet einer Tageszeitung einen Artikel über eine Kunstausstellung unter dem total unjournalistischen Titel "Die Kunst als Mittel zum Beschreiben sozialer Missstände mit Bezug auf die Ausstellung" an."), sollten Sie vielleicht mal versuchen ihre Gedanken kurz und knapp darzustellen. Oder können Sie das - trotz Ihrer großartigen und langjährigen Erfahrung - nicht? Das was Sie geschrieben haben, hätte man auch in der Hälfte der Zeilen zusammenfassen können. Es ärgert mich im nachhinein, dass ich diesen Text überhaupt gelesen habe!
Lieselein ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.09.2007, 23:43   #55
Siouxsie
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Standard AW: Bezahlung Praktika

Tja, ist schon schön als schlechtes Beispiel zu dienen.

Gut, mir fehlt die Basis. Meint jemand aus einem einzigen Post von mir, der anscheinend inhaltlich auch noch missverstanden wurde, schlussfolgern zu können.

Übrigens bin ich 17, weil ich mehrere Klassen übersprungen habe, was der herr peterj ja nicht wissen kann. Mein LK war tatsächlich Deutsch, was allerdings nicht der Grund für mein angestrebte Berufslaufbahn ist, wie hier ja von ihm vermutet wurde.

Selbst wenn mir die Basis fehlt, und das ist ja vielleicht kurz nach dem Abitur noch nicht verwerflich, bin ich guter Dinge, dass ich meinen beruflichen Weg gehen werde

Desweiteren ist dies hier ein Forum, welches extra für Menschen da ist, denen die Basis fehlt. Damit sie hier ihre Fragen loswerden können.Daher ist es meiner Ansicht nach irgendwie nicht verwunderlich, dass PeterJ hier fündig wird...

Aber gut, wir sind ja hier vom eigentlichen Thema abgekommen.

Ich traue mich gar nichtmehr weitere Fragen zu posten.
Mir ist ja alles so peinlich
Siouxsie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.09.2007, 00:57   #56
PeterJ
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Standard AW: Bezahlung Praktika

Na gut, dann sind Sie eben 17. Aber Sie haben in einem Journalisten-Forum eine Frage zu einem sehr professionellen Thema gestellt. Nämlich wie Sie einen Artikel bei einer Zeitung unterbekommen.

Da müssen Sie auch mit einer ehrlichen, professionellen Antwort rechnen.

Wenn ich in einem Architekten-Forum anfrage, wie ich den Auftrag für einen Hausbau bekomme -- und dadurch vermuten lasse, dass ich Profi bin -- dann muss ich auch mit einer Antwort rechnen, die mir nicht gefällt.

Dass dies hier ein Forum ist, „welches extra für Menschen da ist, denen die Basis fehlt”, wie Sie schreiben, ist Ihre Vermutung. Aber ich glaube, dass einige dieser Menschen auf jeden Fall ehrliche Antworten hören wollen, die ihnen weiter helfen. Und keine oberflächlichen Streicheleinheiten.

Die Antwort von Leuten, die selbst noch kaum Berufserfahrung haben, klingt vielleicht netter, als die von Leuten, die schon viele Jahre in diesem Beruf arbeiten. Aber ich glaube, dass die Antwort von erfahrenen Leuten mehr bringt.

Übrigens: Haben Sie hier im Journalisten-Forum eine ehrliche Antwort bekommen, wie Sie Ihren "Die Kunst als Mittel zum Beschreiben sozialer Missstände mit Bezug auf die Ausstellung"-Artikel veröffentlichen können?

Hat Ihnen Ihre Deutschlehrerin (oder Ihr Deutschlehrer) dazu eine ehrliche Antwort gegeben? Hat Ihnen der Zeitungsredakteur ehrlich gesagt, wie Sie den Artikel so schreiben, dass er ihn nimmt?
PeterJ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.09.2007, 10:05   #57
Siouxsie
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Standard AW: Bezahlung Praktika

Das dies ein Forum hauptsächlich für Menschen ist, denen die Basis fehlt ist ein Fakt denn es nennt sich "Ausbildung & Berufseinstieg" ...

Sie haben mir eine ehrliche Antwort gegeben?
Alles was sie getan haben ist mich als negativ Beispiel aufzufahren (was bis hierher nicht schlimm ist), mit der Begründung, ich hätte einen unjournalistischen Titel gewählt. Dass es sich bei besagtem Satz nicht um den TITEL handelte, hatte ich bereits klargestellt, womit ihre Darstellung hinfällig ist...
Siouxsie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.09.2007, 11:45   #58
PeterJ
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Renommee-Modifikator: 0 PeterJ wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Bezahlung Praktika

Ihr Beispiel zeigt sehr deutlich, was ich in meinem Beitrag meinte. Ich schrieb: „ Ich kann keinem Praktikanten beibringen, wie man Texte schreibt. Ich habe schon oft versucht, Freundinnen und Freunden das Schreiben beizubringen. Es funktioniert nicht, weil bei den Lernenden meist die Basis fehlt.”

Als Beispiel schrieb ich: „Eine 19-jährige, die Journalistin werden will und deren Abi-Leistungskurs offenbar Deutsch war, bietet einer Tageszeitung einen Artikel über eine Kunstausstellung unter dem total unjournalistischen Titel "Die Kunst als Mittel zum Beschreiben sozialer Missstände mit Bezug auf die Ausstellung" an.”

Dazu schrieb ich: „Solchen Leuten an einem Text herumzukorrigieren bringt gar nichts. Die brauchen erst eine fundierte Schreiberausbildung.”

Und genau das zeigt mir Ihr Beispiel. Ich hätte im Arbeitsalltag einfach keine Lust auf Diskussionen darüber, ob der Bandwurmsatz "Die Kunst als Mittel zum Beschreiben sozialer Missstände mit Bezug auf die Ausstellung" nun als Titel zu bezeichnen ist -- oder „nur”, wie Sie meinen, als „ein Satz, der Ausblick auf dessen Inhalt gibt”.

Das sage ich auch vor dem Hintergrund, dass einige Beiträge vorher andere Forumsteilnehmer und ich genau schilderten, wie man einen Artikel über eine Ausstellung anbietet. Ich schilderte die Vorgehensweise sehr ausführlich.

Käme nun eine Praktikantin nach so ausführlichen Erklärungen immer noch zu mir mit dem Vorschlag einen Artikel zu schreiben über "Die Kunst als Mittel zum Beschreiben sozialer Missstände mit Bezug auf die Ausstellung", dann würde ich aufgeben und mich Arbeiten zuwenden, die ich besser erledigen kann.

Richtig, diese Forumssparte nennt sich „Ausbildung & Berufseinstieg”. Berufsanfänger können sich mit dieser Sparte ersparen, dass sie mit ihren Bemühungen in der Praxis abblitzen und nicht wissen warum -- so, wie es Ihnen offenbar mit dem Artikel zu "Die Kunst als Mittel zum Beschreiben sozialer Missstände mit Bezug auf die Ausstellung" passiert.

Bei Leuten, wie Ihnen verstehe ich nun wieder sehr genau, warum viele Kollegen einige Möchte-gern-Journalisten scheinbar arrogant abblitzen lassen und sich auf keine Erklärungen einlassen. Weil sie aus Erfahrung wissen: Es macht einfach keinen Sinn. Da fehlt die fundierte Ausbildung. (Und vielleicht auch die echte Bereitschaft dazu.)
PeterJ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.09.2007, 12:52   #59
Siouxsie
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Registriert seit: 10.09.2007
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Renommee-Modifikator: 12 Siouxsie wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Bezahlung Praktika

Ich hätte im Arbeitsalltag einfach keine Lust auf Diskussionen darüber, ob der Bandwurmsatz "Die Kunst als Mittel zum Beschreiben sozialer Missstände mit Bezug auf die Ausstellung" nun als Titel zu bezeichnen ist -- oder „nur”, wie Sie meinen, als „ein Satz, der Ausblick auf dessen Inhalt gibt”.

Wir reden aneinander vorbei. Sie kritisierten, dass ich einen solchen Bandwurmsatz als Titel verwende, was ich nie getan hab und nie vorhatte, womit ihre Begründung wie gesagt nichtmehr passt.

Käme nun eine Praktikantin nach so ausführlichen Erklärungen immer noch zu mir mit dem Vorschlag einen Artikel zu schreiben über "Die Kunst als Mittel zum Beschreiben sozialer Missstände mit Bezug auf die Ausstellung", dann würde ich aufgeben und mich Arbeiten zuwenden, die ich besser erledigen kann.

Glücklicherweise verhält sich nicht jeder so wie sie und glücklicherweise werde ich niemals zu IHNEN kommen.

Richtig, diese Forumssparte nennt sich „Ausbildung & Berufseinstieg”. Berufsanfänger können sich mit dieser Sparte ersparen, dass sie mit ihren Bemühungen in der Praxis abblitzen und nicht wissen warum -- so, wie es Ihnen offenbar mit dem Artikel zu "Die Kunst als Mittel zum Beschreiben sozialer Missstände mit Bezug auf die Ausstellung" passiert.

Ihr erster Artikel ist wahrscheinlich direkt im Spiegel erschienen, nicht wahr?

Bei Leuten, wie Ihnen verstehe ich nun wieder sehr genau, warum viele Kollegen einige Möchte-gern-Journalisten scheinbar arrogant abblitzen lassen und sich auf keine Erklärungen einlassen. Weil sie aus Erfahrung wissen: Es macht einfach keinen Sinn. Da fehlt die fundierte Ausbildung. (Und vielleicht auch die echte Bereitschaft dazu.)

Ich bin keine Möchtergern-Journalistin und das in Klammern geschriebene können sie trotz ihrer tollen Ausbildung und ihrem Super-Job in keinster Weise beurteilen.

Damit wäre die Sache erledigt.
Siouxsie ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.09.2007, 17:31   #60
Lucie
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Beiträge: 16
Renommee-Modifikator: 0 Lucie wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Bezahlung Praktika

Man könnte fast den Eindruck kriegen, hier streiten sich „Dumm“ und „Dümmer“ darüber, wer denn eigentlich der „Dümmste“ ist

@Siouxsie: Ja, du bist keine Möchtegern-Journalistin. Du bist ÜBERHAUPT keine Journalistin.
@PeterJ: Dass man solchen langweiligen geistigen Ergüssen überhaupt im Journalismus überlebt, ist mir ein Rätsel. Stehen Sie als Star-Redakteur nicht unter Termindruck? Wo nehmen Sie dann die Zeit her, dieses Forum seitenweise vollzumüllen??
Lucie ist offline   Mit Zitat antworten
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