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Volontariat - Studium - Praktikum - Ausbildung Alles rund um die Ausbildung in den Medienberufen. Volontariat, Studium der Journalistik & Kommunikationswissenschaft, Praktikum

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Alt 26.02.2009, 13:31   #1
Journalist4
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Standard Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative

Hallo Kollegen und angehende Kollegen,

ich will mal eine Lanze brechen für die FJS Berlin (http://www.freie-journalistenschule.de). Da ich hier immer wieder auf Anfragen stoße, wie man am besten Journalist wird und ob es eine Alternative zum Volontariat gibt, hier meine Erfahrungen und Meinungen:

Einstieg in den Journalismus? Nun ja, jeder schafft es anders. Jeder, der es wirklich will, schafft es irgendwie. Deshalb gilt es vorher, alle Möglichkeiten abzuwägen.
Im Volontariat gibt es gegenüber Schule einen ganz entscheidenden Vorteil: Man darf gleich schreiben und lernt den Alltag einer Redaktion kennen.

Nun ist ein Volontariat nicht gleich ein Volontariat. Viele auf dem Arbeitsmarkt angebotene, sind letztendlich keine journalistischen und man setzt sich der Gefahr aus, für einen "Hungerlohn" Tätigkeiten nachzugehen, die so gar nicht dem entsprechen, was man eigentlich lernen wollte. Hinterher steht man dann mit leeren Händen da.

Wird man nach einem Volontariat nicht als Redakteur übernommen, steht man oft genauso dumm da. Nicht jeder bekommt ein Volo bei der FAZ und nicht jeder will sein Leben lang beim Kattenvenner Marktanzeiger schreiben. Bei der Entscheidung für ein Volontariat, sollte man sich dessen vorher bewusst sein und möglichst auch wissen, wohin die große Reise Journalismus führen soll.
Mache ich ein Volontariat bei einem Lifestylemagazin, wird mir das wenig bringen, wenn ich später in den Lokaljournalismus einsteigen möchte. Ebenso wenig natürlich umgekehrt. Der Arbeitgeber guckt immer darauf, wo und was man vorher gemacht hat.
Außerdem beklagen viele, beim Volontariat zu wenig "Theorie" zu lernen. Oft haben Redakteure einfach nicht die Zeit, sich allen aufkommenden Fragen zu widmen.

Alternative: Journalistenschulen.

Vorweg: bei den großen Schulen ist die Chance genommen zu werden, sehr gering. Man stellt nur 20-40 Schüler im Jahr ein. Mehrere tausend Bewerbungen kommen hingegen. Vorteile einer guten Journalistenschule: Ganz klar man lernt alle notwendigen Basics hat Kontakte und Ansprechpartner in Hülle und Fülle. Man kann Reportagen wie Berichte aus dem ff schreiben und ist gewappnet für den Alltag als Redakteur. Sehr gut ist es, wenn Journalistenschulen eine Kombination aus Theorie und praktischer Tätigkeit im Verlag anbieten. ASA und HNS sind da wohl Vorreiter und bieten ohne Frage eine solide und gute Ausbildung.

Nachteile: Nicht an jeder Journalistenschule kann man auch gleich publizieren, einige Journalistenschulen sind sehr teuer.

Alternative Fernstudium:

Vorweg: ich rate nicht dazu, sich auf ein Journalismusstudium bei einem Fernstudienanbieter einzulassen, der auch Häkel- oder Töpferkurse anbietet. Das könnte Geld und Zeitverschwendung sein.

Alternative: seriöse Journalistenschule: Die Freie Journalistenschule ist IMHO die einzige Journalistenschule, die ausschließlich und professionell Journalismus per Fernstudium schult.
Die Tutoren sind allesamt erfahrene Journalisten, die Betreuung ist ausgezeichnet.
Fernstudium heißt hier nicht, dass man alleine studiert. Regelmäßig werden Seminare auf dem Online Campus angeboten. Wer will kann auch zu Präsenzwokshops nach Berlin reisen, die inhaltlich vom kreativen Schreiben bis Redigieren reichen. Studenten verabreden sich zu Stammtischen in ganz Deutschland.

Ich bin seit drei Monaten dabei und muss sagen, wirklich viel gelernt zu haben.

Dazu sei noch gesagt, dass ich seit mehreren Jahren freier Journalist bin und das Studium an der FJS als perfekte Ergänzung dazu sehe. Ich kann so Theoretisches direkt in die Praxis umsetzen und bekomme durch meine Hausarbeiten feedback für meine Texte.

Die 19 Module, die an der FJS angeboten werden, decken alle Bereiche des Journalismus ab. Darstellungsformen, journalistisches Schreiben, Fotojournalismus, Presserecht usw. Zudem kann man Module in PR Arbeit oder Medien belegen. 3 Module sind Pflicht, 9 frei wählbar. Ebenso IMHO ist der Stoff in 12 Monaten mehr als machbar. Die Zeit kann man sich frei einteilen.

Das ist für mich die eine Definition von dem "frei" der Freien Journalistenschule. (frei wählbar, frei einteilbar). Ein weiteres "frei" ergibt sich dadurch, dass die FJS verlagsungebunden ist. Das heißt, die Gefahr, dass auf eine Verlagsphilosophie hingearbeitet wird, ist nicht gegeben.
Ein drittes "frei" geht an die optimale Schulung für Journalisten, die frei arbeiten wollen. (Dem Trend des Journalismus entsprechend).

Hier gibt es Angebote über Selbstmarketing, Kundenakquisition, Job- und Auftraggeberbörsen bishin zu fachjournalistischen Sparten.

Die FJS geht aus der Deutschen Fachjournalistenschule hervor. Entsprechend wird auch der Fachjournalismus immer noch eigenständig behandelt. Jedoch erlernt man ebenso alle Skills eines Allround Journalisten.

Viele Teilnehmer sehen den Vorteil, während ihrer alltäglichen Arbeit als Jurist, Arzt oder Biologe eine journalistische Zusatzausbildung zu bekommen, um beides einmal zu verbinden.

Wer gleich als Journalist anfangen will, dem sei dringend empfohlen, nebenbei frei zu arbeiten und die Inhalte der FJS als Ergänzung zu sehen.

Die Ausbildung an der FJS in Kombination mit einer freien Tätigkeit, sehe ich als sehr gute Alternative zu einem Volontariat. Die Meinung teile ich mit vielen mir bekannten Redakteuren. Wer also nicht frei arbeiten will, sondern redaktionell arbeiten möchte, der ist mit eigener Praxis und FJS Ausbildung auch gut vorbereitet. Zudem ist man an der FJS durch die Möglichkeit in Exkursionen Redaktionen zu besuchen, sehr bemüht.

Fazit: Ich mache gerade sehr gute Erfahrungen und empfehle diese Form der Ausbildung. Die Kosten sind für mein Empfinden, was die Leistungen betrifft, mehr als angemessen. Auch die Korrekturzeiten der 12 zu leistenden Hausarbeiten und vier Praxisarbeiten sind optimal.

Am Ende der Ausbildung gibt es eine Abschlussarbeit, ein benotetes Zeugnis und ein Diplom.

PS.: Ich bin übrigens kein Werbebeauftragter der Schule, sondern habe einfach nur gute Erfahrungen, verbreite diese nach Artikel 5 GG und hoffe, dass es allen etwas bringt, die noch nach einem Weg suchen.

Keep on writing!!

Geändert von Journalist4 (26.02.2009 um 16:52 Uhr).
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Alt 26.02.2009, 15:20   #2
Sssomethingmore
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Standard AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative

Das kann ich alles nur bestätigen. Wer praktische Erfahrungen durch Praktika/freie Mitarbeit/Festanstellungen hat, kann an der FJS super noch die Theorie pauken.
Mir jedenfalls hat die Zusatzausbildung dort sehr viel gebracht.

Die Dozenten und Tutoren sind allesamt flott, hilfsbereit und jederzeit ansprechbar. Ich wünschte, an der Uni wäre das früher genauso gewesen.
Sssomethingmore ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.02.2009, 19:05   #3
Fine H.
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Standard AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative

Ich habe ebenfalls ein Diplom der FJS in der Tasche und kann mich beiden Vorrednern nur anschließen. Die freie Journalistenschule hat seit Ihrer Umbenennung einen großen Schritt nach vorn gemacht und steht anderen Journalistenschulen in Bezug auf die theoretische Vermittlung in nichts nach. Dieser neue Anspruch ist Herrn Teichmann zu verdanken, der seit Anfang letzten Jahres die Schule leitet. Die Skripte zu den Modulen wurden überarbeitet und die Hausarbeiten neu konzipiert. Die in jeder Hausarbeit zu erfüllenden Arbeitsaufträge sind ebenfalls anspruchsvoller geworden.
Ebenso sind 4 Praxisarbeiten abzuliefern, die jeweils doppelt in die Endnote eingehen. Die Abschlussarbeit, die vierfach eingeht, ist in einer Zeit von 8 Wochen zu verfassen, nachdem mindestens zwei Themenvorschläge im Prüfungsbrüro eingereicht wurden. Welches der gestellten Themen man letztendlich bearbeiten muss, entscheidet die Schulleitung. So kann nichts vorbereitet werden und man arbeitet unter "Echtdruck".
Ich habe das Studium nicht bereut - es hat mir alle nötigen Kenntnisse vermittelt, die für meine Arbeit nötig sind. Der Kontakt unter den Teilnehmern wird während und auch nach der Beendigung des Studiums gepflegt. Eine wesentliche Voraussetzung für ein funktionierendes Netzwerk.
Am besten, ihr schaut Euch die Schule einfach mal selbst an:
http://www.freie-journalistenschule.de
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Alt 27.02.2009, 20:46   #4
Sondoku
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Standard AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative

Zitat:
Zitat von Journalist4 Beitrag anzeigen
Am Ende der Ausbildung gibt es eine Abschlussarbeit, ein benotetes Zeugnis und ein Diplom.
Zitat:
Zitat von Fine H. Beitrag anzeigen
Ich habe ebenfalls ein Diplom der FJS in der Tasche und kann mich beiden Vorrednern nur anschließen.
Wobei ich mich hier frage: Darf das überhaupt "Diplom" genannt werden? Ich meine das Diplom ist doch ein akademischer Grad, die FJS aber kein echtes Studium. Wie funktioniert das rechtlich?
Sondoku ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.02.2009, 23:58   #5
mathias_bln
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Standard AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative

Zitat:
Wobei ich mich hier frage: Darf das überhaupt "Diplom" genannt werden? Ich meine das Diplom ist doch ein akademischer Grad, die FJS aber kein echtes Studium. Wie funktioniert das rechtlich?
Im Online-Campus der Freien Journalistenschule gibt es ein Musterzeugnis zur Ansicht. Das Diplom wird dort im historischen Sinne einer Urkunde gebraucht - nicht im Sinne eines akademischen Grades. Als TN erhält man somit am Ende ein Zeugnis mit allen erzielten Noten und ein Diplom oder eine Urkunde, die als Titel entweder Journalist (FJS) oder Fachjournalist (FJS) führen.
mathias_bln ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2009, 00:35   #6
Journalist4
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Standard AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative

Der Brockhaus gibt Auskunft:

Diplom das,
1) urspr.: gefaltetes Schreiben; jetzt: Urkunde, Zeugnis.
2) Erlass der röm. Kaiser oder Staatsbeamten.

3)
akadem. Grad, wird verliehen nach Abschlussprüfung an

An der FJS arbeitet kein römischer Kaiser und ein akademischer Grad wird dort auch nicht verliehen.

ich denke, daher passt das 1). Meine Urkunde sollte übrigens auch nicht gefaltet sein

3) wird ab 2010 aussterben, da dann nur noch die Bachelors und Masters verliehen werden.

Geändert von Journalist4 (28.02.2009 um 00:39 Uhr).
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Alt 03.03.2009, 15:38   #7
some79
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Standard AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative

Hallo, ich bin bei diesem Beitrag hängen geblieben, weil ich gerade ein bisschen auf der Suche nach Alternativen bin...

Habe ein abgeschlossenes Hochschulstudium und acht Jahre als Freie im Printbereich. Habe jetzt im Januar ein Volontariat angefangen, das ich aber eigentlich nicht wirklich mit meiner Familie (14 Monate alte Tochter) unter einen Hut bringen kann. Außerdem entspricht mir freies Arbeiten irgendwie mehr - hatte mich damals auch nur auf Drängen einiger Kollegen um das Volo beworben. Ich überlege daher, ob ich nicht etwas anders machen kann. Meint ihr, so ein Fernstudiumkönnte eine Alternative sein? Bis jetzt sagt mir jeder, den ich frage: Du bist verrückt, wenn du das Volontariat nicht zu Ende machst - kriegt man ja schließlich nicht so einfach, gerade im angeschlagenen WAZ-Konzern...

Wie gut sind denn die Chancen, mit so einem Fernstudium später auch wirklich was anfangen zu können? Wenn so ein Diplom im Lebenslauf steht - wird man da nicht von "praxiserprobten, gestandenen Journalisten" eher belächelt? Und wie arbeitsintensiv ist dieses Studium - kann man nebenbei frei arbeiten UND noch die Familie zusammenhalten?

Viele Grüße aus Essen
some79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2009, 16:44   #8
Journalist4
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Standard AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative

Hallo Some79,

Du beantwortest Dir ja die Frage selbst. Grundsätzlich sollte man die intrinsische Motivation vor die extrinsische stellen. Nur auf Drängen von Kollegen, ein Volontariat zu machen, aber eigentlich lieber frei arbeiten zu wollen, sagt doch eigentlich alles.
Wenn du also jetzt schon weißt, dass Du lieber frei arbeitest, als in einer Redaktion der WAZ, dann tu es doch einfach.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Geld ein Kriterium sein kann. Wenn du es geschickt anstellst, wirst du als Freie um einiges mehr verdienen, als bei einem Volontariat. Ob man Dich nach dem Volo als Redakteurin übernimmt, ist wohl auch nicht sicher. Heutzutage sogar eher unwahrscheinlich. Aber das kannst Du bei deinem Arbeitsverhältnis besser einschätzen.

Wenn Du deine Zukunft im freien Bereich siehst, ist die FJS, wie ich schon geschrieben habe, eine optimale Ergänzung. Du bekommst viele hilfreiche Tipps, um deine Texte zu verkaufen und um neue Auftraggeber zu akquirieren, dich selber professionell zu vermarkten. Ich bin auch jahrelang als Freier tätig und habe durch die Schulung an der FJS meine Textqualität noch um einiges verbessern können. Außerdem helfen Dir Presserecht und der Einblick in die Methoden der Öffentlichkeitsarbeit auch im Journalistischen weiter.

Wenn Du acht Jahre frei als Journalistin gearbeitet hast, was willst Du dann eigentlich noch mit einem Volontariat? Das allein ist schon Qualifizierung genug. Dazu noch ein Diplom einer Journalistenschule in der Tasche, sollte wohl auch einen möglichen redaktionellen Arbeitgeber überzeugen. Nicht umsonst heißt es in Stellenausschreibung: Volontariat oder ähnlich qualifizierende journalistische Ausbildung!

Wie ich auch schon erwähnt habe, ist es gerade von Vorteil, sich die Zeit frei einteilen zu können. Klar, musst Du was tun und auch viel Lesen, aber in 12 Monaten kannst du das locker packen und kannst nebenbei viel Zeit für Töchterchen und Freies Texten haben. Und vielleicht kannst Du dann ja irgendwann mit deinem zusätzlichen theoretischen Wissen mal Deine "nur praxiserprobten" Kollegen belächeln.

Geändert von Journalist4 (03.03.2009 um 16:50 Uhr).
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Alt 03.03.2009, 23:17   #9
journa1
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Standard AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative

Hallo Zusammen,

interessiere mich auch für eine journalistische Ausbildung und für ebendiese Schule. Welche Module habt Ihr denn belegt, bzw. welche sind besonders empfehlenswert?
Bisher fehlen mir journalistische Erfahrungen. Ich arbeite zur Zeit erfolgreich im kaufmännischen Bereich und habe vor mich nebenher als freier Journalist ans Geschehen heranzutasten. Ist diese Ausbildung da eine sinnvolle Grundlage?

Würde mich über Antworten sehr freuen!
Vielen Dank!
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Alt 04.03.2009, 12:32   #10
some79
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Vielen Dank, Journalist4, für die ausführliche Antwort. Manchmal muss man einfach auch mal Meinungen von außerhalb einholen, um sich bestätigen zu lassen, was man eigentlich immer schon geahnt hat. Man wird ja leider im Laufe der Zeit betriebsblind und lässt sich gerade in "Krisenzeiten" gerne auch mal von erfahrenen Kollegen beraten, die ihr Volontariat in den 70ern gemacht haben und einem mehr Angst vor der Zukunft ohne Volo einpflanzen, als einem wirklich zu helfen.

Ich denke mittlerweile auch, es war ein Fehler, sich überhaupt zu bewerben (hatte damals gehofft, durchs Raster zu fallen - hat dann aber "dummerweise" geklappt, und ich wäre mir dreist gegenüber anderen, motivierten Freienkollegen vorgekommen, mein Volo nicht anzutreten, während andere gerne eins gehabt hätten...). Vielleicht muss man viel mutiger sein und so selbstbewusst, auch ohne Volontariat Karriere zu machen. Ich denke auch, dass ich in meinem Volo, das 18 Monate Lokalredaktion und nur ein paar Monate Mantelredaktion beinhaltet (und nur wenige Seminare leider), nicht unbedingt noch viel lerne, was ich nicht in acht Jahren Berufserfahrung schon gelernt habe... Eine Festanstellung kann mir derzeit auch niemand garantieren. Mir sagen halt nur viele, ich könne mich mit einem WAZ-Volo "überall bewerben"...naja.

Ich denke, die Freie Journalistenschule könnte wirklich eine Möglichkeit für mich sein, denn wenn mir was fehlt, dann sind es noch theoretische Grundlagen und Tipps für die Praxis (gerade als Freie). Vielen Dank also für den Tipp hier! - Die Studiengebühren könnte ich ja als Weiterbildungskosten absetzen, oder?
some79 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2009, 13:14   #11
Fine H.
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Hallo some79,

ja, Du kannst die Kosten als Weiterbildungskosten absetzen.
Im übrigen gibt es an der Schule sehr viele Väter und Mütter im Erziehungsjahr bzw. mit Kindern im Haushalt. Und ich habe von niemandem gehört, dass dieser Spagat nicht möglich ist. Die Idealzeit sind 12 Monate für die 12 Module plus 4 Praxisarbeiten plus Abschlussarbeit. Sollte Dir aber zeitlich etwas dazwischenkommen, dann kannst Du per einfachen Antrag auf 24 Monate verlängern.
Vertrau Dir selbst!

Liebe Grüße,
Fine H.
Fine H. ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2009, 16:52   #12
Journalist4
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Na dann will ich hier mal die weitere Moderation übernehmen. Habe das Thema ja auch aufgegriffen.

@ journa1, eine gute Übersicht mit Leseproben zu den Modulen findet du hier: http://www.freie-journalistenschule....ebersicht.html

Journalistisches Texten, Recherche und Presserecht sind Pflicht.
Auch wenn ich dachte, dass ich bei ersteren beiden schon sehr viel wusste, habe ich einiges hinzulernen können.
Gleich mal vorweg gesagt, Presserecht ist die schwerste und arbeitsintensivste Hausarbeit. Da knabbern so einige Studenten dran.

Aber letztendlich gehört es dazu und ist auch wichtig. Wenn du Dich erstmal mit den ganzen §§ auseinandergesetzt hast, weißt du hinterher genau, was du darfst, was nicht. Wer Dir was kann und wer nicht.

9 Module kannst du frei nach deinen Interessen wählen, wobei ich außer Hörfunk- und TV- Journalismus alle im Bereich Journalismus angebotenen gewählt habe.
Ich war mit allen sehr zufrieden, da sie sehr aktuell sind und zumindest das absolute Gros der Texte wirklich verständlich und informativ geschrieben ist.

Die Hausarbeiten bestehen jeweils aus drei Teilen. Multiple Choice zum Skript, offene, übergreifende Wissensfragen und Arbeitsaufträge. Wobei letztere natürlich am zeitintensivsten sind, aber auch am meisten Spaß machen.

Da ich Medienwissenschaften studiert habe, habe ich keine aus dem Bereich Medien gewählt und kann dazu nichts sagen. Zwei Module habe ich aus dem Bereich Public Relations gewählt und kann das wieder absolut empfehlen. Es ist schon interessant, wie PR und Journalismus zusammen arbeiten und zusammenarbeiten müssen. Und man lernt mal die andere Seite kennen und verstehen.

Mein Lieblingsmodul war Selbstmarketing für freie Journalisten von Svenja Hofert. Sehr hilfreich. Natürlich gerade für angehende Freie!!

@some79 Natürlich kannst du dich mit einem WAZ Volo überall bewerben, die Frage ist, ob Du damit auch überall genommen wirst. Ein Volo arbeitet natürlich immer auf die jeweilige Redaktion zu. Ob du daher mit einer "WAZ- Ausbildung" bessere Möglichkeiten hast beim Spiegel eine Stelle zu kriegen, sei mal dahingestellt. Die greifen auch in erster Linie auf ihren eigenen Nachwuchs zurück. Ich sehe im Volo den Vorteil, dass man in der jeweiligen Redaktion übernommen werden kann. Wenn man Dir schon sagt, du könntest Dich damit über all bewerben, klingt das erstmal nicht danach, als wolle man dich da unbedingt halten. Kann man ja nun leider auch nicht. Keine Gelder für feste Stellen!!

Geändert von Journalist4 (04.03.2009 um 17:08 Uhr).
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Alt 04.03.2009, 18:49   #13
journa1
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Standard AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative

Hallo Journalist4,

danke für die Infos zu den Modulen.
Wie siehst Du die Chancen von außen als freier "Anfänger-Journalist" akzeptiert zu werden?
journa1 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2009, 19:00   #14
Journalist4
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Wenn du ein Studium abgeschlossen hast, eine gute Motivation angibst und dir Mühe bei deinem Probetext gibst, sind deine Chancen sehr gut, würde ich sagen. Wobei, wenn du noch keine Erfahrungen hast, der Text nicht professionell sein muss. Du willst oder kannst das professionelle Texten ja erst noch erlernen. Ich denke, man guckt, ob du sprachliches Gesprür besitzt. Sollte ein Versuch wert sein, oder ?

Ich habe jedenfalls nicht das Gefühl, das einschlägige Berufserfahrungen von Nöten sind. Es gibt auch einige Anfänger unter den Studenten.
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Alt 16.03.2009, 00:53   #15
some79
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Standard AW: Freie Journalistenschule Berlin, eine gute Alternative

Genau, Journalist4, das ist es - bewerben kann man sich überall, aber ich hab eigentlich auch nicht das Gefühl, dass ein WAZ-Volo mir alle Türen öffnen wird. Und eine Übernahme ist derzeit sogar sogut wie ausgeschlossen. Ich habe mich im Grunde jetzt entschieden, das Volo abzubrechen. Habe bereits um einen Gesprächstermin mit der Ausbildungsredakteurin gebeten...
some79 ist offline   Mit Zitat antworten
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