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PLZ 2 (Hamburg/Bremen) Büroräume u.a. im PLZ-Gebiet 2: Hamburg , Bremen, usw...

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Alt 16.01.2010, 11:25   #16
christine
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Standard AW: Praktikum ohne journalistische Vorkenntnisse

Zitat:
Zitat von mia Beitrag anzeigen
Wer der oben beschriebene zuverlässige, kompetente, allzeit bereite freie Mitarbeiter einer Tageszeitung sein will, der irgendwann evtl. in die engere Wahl für ein Volo kommt, kommt dabei meist nicht zum intensiven Studieren. Da bietet sich Soziologie (weiß ich aus eigener Erfahrung )
mia, bei den heutigen Bachelor- und Masterstudiengängen kannst Du das knicken, da werden auch Soziologiestudis andauernd Prüfungen abverlangt, auch die müssen Credit Points sammeln.

Zitat:
Zitat von julia Beitrag anzeigen
Aber da glaub ich auch, dass das zu nem Großteil in der jeweiligen Person begründet ist und sie nicht gerade zu den "Guten" gehören...(Beispiel: Person zahlt Krankenkassenbeitrag als Freiberufler, zur KSK noch nicht mal ansatzweise angemeldet...)
Sorry, Julia, da muss ich Dir widersprechen: Ich habe selbst schon miterlebt, wie gute Leute - Schreiber wie Fotografen - aus ihren prekären oder unterbezahlten Beschäftigungsverhältnissen herausgekegelt wurden, während andere, schlechtere ihre Jobs behielten - und das hatte eben gerade nichts mit ihrer Leistung zu tun (und nein, die, die herausgekegelt wurden, waren auch keine Querulanten).

Was die KSK angeht, so gibt es immer mal wieder Phasen, wo sie die Scheinselbstständigkeit strenger prüfen und die Betroffenen dann eben nicht aufnehmen. Abgesehen davon gibt es auch viele Unwissende, die einfach keinen Plan haben, welche Versicherungen für Sie nötig oder in Frage kommen.


@ punky: Doch, der Markt ist insgesamt überlaufen. Es gibt heute auch viel mehr Ausbildungsstätten als früher, denk doch nur mal daran, wie viele Unis jetzt "irgendwas mit Medien" anbieten. Und der Mittelbau in den Redaktionen bricht weg, es gibt viel weniger feste Stellen als früher. Und was die Auftragsverteilung an die Freien in die Redaktionen angeht, hat das Julia sehr treffend beschrieben.

Nach wie vor gibt es aber einen hohen Bedarf an guten, zuverlässigen Schreibern - nur wollen die Verlage häufig diese Leistungen leider nicht mehr adäquat bezahlen. Ich weiß nicht, ob Du noch studierst, aber sobald man diesen Beruf nicht mehr nur nebenbei macht und regulär kranken- und sozialversicherungspflichtig wird, selbst fürs Alter vorsorgen und auch noch sonst einige Versicherungen zu zahlen hat (Berufsgenossenschaft, Berufshaftpflicht und Vermögensschaden, zum Beispiel), sind diese lausigen Honorare - insbesondere bei den Tageszeitungen - ein Problem. Deshalb machen ja so viele Freie auch PR - und nicht alle trennen da sauber.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2010, 11:34   #17
christine
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Standard AW: Praktikum ohne journalistische Vorkenntnisse

@ Ronald: Wie alt bist Du jetzt? Wie alt wirst Du sein, wenn Du Dein Studium abgeschlossen hast? Was schätzt Du, welches Ergebnis wirst Du im zweiten Staatsexamen erzielen? (Ich weiß, das ist schlecht vorherzusagen, aber die Note im ersten gibt ja doch schon einen kleinen Hinweis, und für irgendwas wirst Du ja auch die Stipendien erhalten haben.)
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Alt 16.01.2010, 11:47   #18
mia
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Zitat:
Zitat von christine Beitrag anzeigen
mia, bei den heutigen Bachelor- und Masterstudiengängen kannst Du das knicken, da werden auch Soziologiestudis andauernd Prüfungen abverlangt, auch die müssen Credit Points sammeln.


.
Ja das ist klar. Ich ging allerdings vom Threaderöffner aus, der offenbar derzeit in den letzten Zügen seines Studiums liegt, und wohl noch nach alter Schule studiert hat.
mia ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.01.2010, 15:48   #19
christine
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Es kommt sicherlich auch darauf an, wo man Soziologie studierte. Ich hatte während meines Grundstudiums (Magisterstudium, Hauptfach: Soziologie), ganz gut zu tun (ich gebe zu, mich während des Hauptstudiums in meiner Freizeit nicht so intensiv der soziologische Lektüre gewidmet zu haben, wie es eigentlich sinnvoll gewesen wäre).

Abgesehen davon hatten wir schon damals in Soziologie während des gesamten Studiums Anwesenheitspflicht in den Grundkursen, Übungen und Hauptseminaren, da wurden Listen geführt. Wer mehr als zweimal fehlte, konnte den Schein vergessen.
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Alt 16.01.2010, 16:31   #20
punky
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Zitat:
Zitat von christine Beitrag anzeigen

@ punky: Doch, der Markt ist insgesamt überlaufen. Es gibt heute auch viel mehr Ausbildungsstätten als früher, denk doch nur mal daran, wie viele Unis jetzt "irgendwas mit Medien" anbieten. Und der Mittelbau in den Redaktionen bricht weg, es gibt viel weniger feste Stellen als früher. Und was die Auftragsverteilung an die Freien in die Redaktionen angeht, hat das Julia sehr treffend beschrieben.

Nach wie vor gibt es aber einen hohen Bedarf an guten, zuverlässigen Schreibern - nur wollen die Verlage häufig diese Leistungen leider nicht mehr adäquat bezahlen. Ich weiß nicht, ob Du noch studierst, aber sobald man diesen Beruf nicht mehr nur nebenbei macht und regulär kranken- und sozialversicherungspflichtig wird, selbst fürs Alter vorsorgen und auch noch sonst einige Versicherungen zu zahlen hat (Berufsgenossenschaft, Berufshaftpflicht und Vermögensschaden, zum Beispiel), sind diese lausigen Honorare - insbesondere bei den Tageszeitungen - ein Problem. Deshalb machen ja so viele Freie auch PR - und nicht alle trennen da sauber.
Dann hatte ich vielleicht bisher Glück - auch in zwei Unistädten, die "irgendwas mit Medien" anbieten. Einmal bin ich sogar gefragt worden, ob ich noch Leute kenne, die als Freie arbeiten wollen, weil sie gerade einen Engpass hatten.
Ich verdiene jetzt mehr als bei meinem früheren Verlag, muss aber - wie du richtig festgestellt hast - (noch) nicht davon leben. Da ich aber meine Abrechnung sehe und weiß wie viele (meistens nur halbe) Tage ich dafür gearbeitet habe, bin ich mir recht sicher, dass es bei Vollzeit etwas mehr werden würde als ein Volo-Tarif-Gehalt. Das man davon reich wird, behauptet hier glaub ich niemand. Aber andere Jobs für Geisteswissenschafter sind nunmal leider auch völlig unterbezahlt. Wenn ich höre was meine Ingenieurs-Freunde als Einstiegsgehalt bekommen - das würde ich wohl selbst mit Festanstellung im Leben nicht erreichen.
Ein Bekannter sagte letztes, unter 30.000 Einstiegsgehalt wäre es den Bewerbungsaufwand gar nicht wert. Da konnte ich leider nur lachen, zumal die guten Leute in der Industrie auch recht schnell befördert werden.

Geändert von punky (16.01.2010 um 18:19 Uhr).
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Alt 16.01.2010, 18:54   #21
mia
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Zitat:
Zitat von christine Beitrag anzeigen
Es kommt sicherlich auch darauf an, wo man Soziologie studierte. Ich hatte während meines Grundstudiums (Magisterstudium, Hauptfach: Soziologie), ganz gut zu tun (ich gebe zu, mich während des Hauptstudiums in meiner Freizeit nicht so intensiv der soziologische Lektüre gewidmet zu haben, wie es eigentlich sinnvoll gewesen wäre).

Abgesehen davon hatten wir schon damals in Soziologie während des gesamten Studiums Anwesenheitspflicht in den Grundkursen, Übungen und Hauptseminaren, da wurden Listen geführt. Wer mehr als zweimal fehlte, konnte den Schein vergessen.
Das freut mich für dich. Ich hingegen habe an einer so genannten Luschi-Uni ein so genanntes Luschi-Fach studiert (es war nicht nur eins und nicht nur Soziologie), hatte ganz schnell raus, wie ich mit Minimalaufwand (Gruppenreferat!) an meine Scheine kam und konnte so meine ganze Energie ins Schreiben stecken - was seit früher Kindheit sowieso das ist, was ich am liebsten tue. Das war ein Kompromiss, und das war mir (teils schmerzlich) bewusst. Es war nämlich nicht so, dass mich Soziologie nicht interessiert hätte, im Gegenteil. Aber bei eben jener Zeitung, zu der ich immer hingewollt hatte, als Freie einen Fuß in die Tür zu bekommen und aus vielen Konkurrenten für ein Volo ausgewählt zu werden - das ging nur, indem mein Job immer höchste Priorität hatte. Musste ich Montag früh einen Artikel fertig schreiben, bin ich eben nicht ins Seminar.
Ist das ideal? Der Sinn eines Studiums? Nein. Für mich und viele andere, die ich kenne, hat sich dieser Weg trotzdem ausgezahlt. Allerdings finde ich es bis heute schockierend, mit wie wenig Aufwand ich einen akademischen Abschluss bekommen habe. Ich arbeite zwar arbeitsrechtlich nicht in der Position, die meiner Ausbildung entspricht, aber (in einem fragwürdigen Konstrukt) angestellt in dem Ressort und bei der Zeitung, die lange vor der Uni mein Traumarbeitsplatz gewesen ist. Und in der Stadt, in der ich leben möchte. Ich bin glücklich und bereue nichts, um es mal pathetisch zu sagen.

Es ist einiges anders geworden in den vergangenen zehn Jahren, ganz klar. Das wäre mal eine (ziemlich interessante) andere Diskussion.

Gruß aus Berlin,
Mia

Geändert von mia (16.01.2010 um 23:20 Uhr).
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Alt 17.01.2010, 18:29   #22
lasse
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Zitat:
Allerdings finde ich es bis heute schockierend, mit wie wenig Aufwand ich einen akademischen Abschluss bekommen habe.
Liebe Mia,

das geht mir auch heute noch so. Allerdings ist der Aufwand von Fach zu Fach sehr verschieden.
Wenn ich bedenke, wieviel Zeit ich für Politikwissenschaften investiert habe und wieviel für Wirtschaftswissenschaften, dann werde ich rückblickend schon wütend. 3 Credit Points bekommt ein Politikwissenschaftler nachgeschmissen, für Wirtschaftswissenschaftler sind sie ein Kraftakt. Wo doch die Arbeitszeit eigentlich gleich sein sollte...
lasse ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2010, 19:07   #23
punky
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Ich denke auch, dass der Arbeitsaufwand bei den meisten Geisteswissenschaften (zumindest nach den alten Studienordnungen) unter dem anderer Fächer liegt.
Allerdings hängt das auch sehr von der Uni ab. Bei uns gab es die meisten LNs nur mit Anwesenheitspflicht UND Referat UND Klausur UND Hausarbeit. Nur wer die Klausur bestanden hat, wurde zur Hausarbeit zugelassen. Ich habe Bekannte an anderen Unis, die das Entweder-Oder-Prinzip haben oder für ein "freiwilliges" Referat weniger Seiten Hausarbeit schreiben o.ä. Das hatten wir nicht. Leider wird das einen Personaler bzw. Chefredakteur wohl kaum interessieren...
Diese Unterschiede gibt es in anderen Fächern auch, nur sind sie dort den Fachleuten bei der Einstellung wohl noch eher bekannt. Da klingelt es eben bei "Karlsruhe", "Aachen", oder "München". Da werden anscheinend z.B. viel heftigere Mathe-Klausuren geschrieben als an manchen anderen Unis.
Ich denke, dass das bei uns kaum eine Rolle spielt, zumal da eh andere Qualifikationen ausschlaggebend sind.
punky ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2010, 20:37   #24
christine
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Zitat:
Zitat von mia Beitrag anzeigen
Das freut mich für dich.
Ich fand das teilweise eher kontraproduktiv, denn weil sie uns im Grundstudium so mit Referaten und Klausuren getriezt hatten, machte ich dann im Hauptstudium eher zu wenig. Sinnvoller wäre es gewesen, die Lust an und zur Soziologie zu wecken - aber da taten die eher ihr Bestes, die Studis zu demotivieren. Von den 20 Hauptfachsoziologen meines Jahrgangs machten nur drei jemals ihr Examen (bei dem einen bin ich mir nicht mal hundertprozentig sicher, er hat nämlich die Magisterarbeit zwei Wochen vor Abgabe geschmissen und hatte zugleich ein Volo-Angebot).

Zitat:
Zitat von mia Beitrag anzeigen
Ich arbeite zwar arbeitsrechtlich nicht in der Position, die meiner Ausbildung entspricht, aber (in einem fragwürdigen Konstrukt)angestellt
Klingt nach Pauschalist oder Redakteur in Leiharbeit. Gibt's ja leider immer häufiger.
christine ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2010, 20:48   #25
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Zitat:
Zitat von christine Beitrag anzeigen


Klingt nach Pauschalist oder Redakteur in Leiharbeit. Gibt's ja leider immer häufiger.
Ja, sowas in der Art. Aber da für mich ohnehin nie ein anderer Job in Frage gekommen wäre und ich sozusagen mein Hobby zum Beruf gemacht habe, nehme ich es, wie es ist. Aber wie ich schon öfter schrieb: Wer in den Journalismus will, sollte es schon wirklich WOLLEN - denn es spricht objektiv gesehen gar nichts dafür. Umso weniger, wenn man was "Vernünftiges" studiert hat. Deshalb kann man eigentlich niemandem zuraten. Als Verlegenheitslösung taugt die Branche jedenfalls nicht.
__________________
Gruß aus Berlin,
Mia
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Alt 17.01.2010, 21:25   #26
christine
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Ja, man muss es wirklich wollen, anders hielte man das sonst oft nicht aus.

Wolfgang Kiesel sagte mir vor zwei Jahren mal, dass jedes Jahr etwa 3.000 Journalisten mit ihrer Ausbildung fertig würden, etwa die Hälfte von ihnen gäbe in den ersten drei Jahren den Beruf auch wieder auf. Ich hoffe, ich habe das korrekt aus dem Gedächtnis wiedergegeben.
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Alt 17.01.2010, 23:03   #27
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Zitat:
Zitat von mia Beitrag anzeigen
Aber wie ich schon öfter schrieb: Wer in den Journalismus will, sollte es schon wirklich WOLLEN - denn es spricht objektiv gesehen gar nichts dafür.
Meine Erfahrung ist, dass das so ziemlich jeder über seinen Beruf sagt. Exakt die gleiche Aussage habe ich kürzlich auch von zwei Speditionskaufleuten gehört. Und einen professionellen Discjockey (wieder eine ganz andere Branche) habe ich ebenfalls schonmal ähnliches sagen hören. Ich glaube, fast jeder sagt das über seinen Beruf. Weil es heutzutage einfach in jedem Beruf schwierig ist. Journalisten tun halt eben so, als wären sie die ärmsten Schweine der Welt. Aber wie gesagt: Das tun andere auch
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Alt 17.01.2010, 23:14   #28
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Mir fällt sogar noch ein Beispiel ein: Vor einigen Wochen führte ich ein Interview mit einem Anwalt, wobei er mir von seinem Beruf erzählte. Um es kurz zu fassen: Es ist nicht so, dass man nur Jura studieren muss und gleich dicke Kohle macht. Im Gegenteil. Gerade bei einer angesehenen Kanzlei, wo auch gute Gehälter gezahlt werden, wird knallhart ausgesiebt. Wir Journalisten sollten nicht so tun, als wäre es nur bei uns so schwer. In jedem Beruf ist es schwer.
Texte-Büro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2010, 23:17   #29
mia
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Zitat:
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Journalisten tun halt eben so, als wären sie die ärmsten Schweine der Welt.
Das sind wir nicht. Im Gegenteil: Wir haben den tollsten Job der Welt.
Allerdings: Mit ungeregelten Arbeitszeiten, fragwürdigen Beschäftigungs-Konstrukten, untertariflichen Gehältern, wenig sozialer Absicherung und eher geringem Glamour-Faktor (Gemeinderatssitzung). Das muss man wissen. Gerade als Neuling. Dafür gibt es dieses Forum. Und das beschäftigt sich nun mal nicht mit dem Leben von Anwälten, Speditionskaufleuten und DJs. Sondern mit dem von Journalisten.
__________________
Gruß aus Berlin,
Mia

Geändert von mia (17.01.2010 um 23:23 Uhr).
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Alt 17.01.2010, 23:33   #30
lasse
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Zitat:
Mit ungeregelten Arbeitszeiten, fragwürdigen Beschäftigungs-Konstrukten, untertariflichen Gehältern, wenig sozialer Absicherung und eher geringem Glamour-Faktor
Dazu kommt, dass es derzeit wohl keine Branche gibt, in der die Schere zwischen Bewerbermassen und freien Stellen derart auseinanderklafft.

Und dass Journalist ein freier Beruf ist (im Gegensatz zu Speditionskaufleuten und Juristen), macht die Sacher zusätzlich kompliziert.
lasse ist offline   Mit Zitat antworten
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