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Job-Angebote: Stellenanzeigen. Auftrag zu vergeben ...

Umfrage: Sollen Jobofferten mit einer Honorarhöhe von 3 Cent pro Wort im Jobforum veröffentlich werden?
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Sollen Jobofferten mit einer Honorarhöhe von 3 Cent pro Wort im Jobforum veröffentlich werden?

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Alt 27.02.2011, 14:16   #31
Macit
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Renommee-Modifikator: 0 Macit wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Zitat:
Zitat von Hessenreporter Beitrag anzeigen
Das kommt doch ein wenig überheblich rüber, um ehrlich zu sein. Nur wegen einer gewissen Vorbildung wird man nicht automatisch Großverdiener.
Ein gutes Argument für den nächsten Arzt-/Anwaltsbesuch...

Von Überheblichkeit kann überhaupt keine Rede sein. Ich habe großen Respekt vor allen arbeitenden Menschen. Den Respekt will ich aber auch zurück. Leider heißt es in unserem Geschäft aber oft: "Was, für die paar Wörter wollen Sie 100 Euro haben?" Wenn es dann noch Leute aus der Branche gibt, die solche "Argumente" tatsächlich nachvollziehen können, dann gute Nacht.

Schreiben kann ich auch für mich alleine. Im Beruf gilt: can't pay - won't play! Und damit lebe ich - oh Wunder - ganz gut. Muss nämlich meine Familie davon ernähren.

Wer das nicht nötig hat, kann aber natürlich gerne noch Geld mitbringen, um einen Auftrag zu ergattern. Die Frage ist nur, wer am Ende wirklich überheblich ist: der Berufsjournalist oder der engagiert freigeistige Dumping-Schreiber.
Macit ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.02.2011, 23:33   #32
birk
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Renommee-Modifikator: 0 birk wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

3 cent pro Wort sind eine Frechheit für jeden Journalisten. Wer "umschreiben von Texten" für dieses Geld als sein Beruf sieht, ist für mich auch kein Journalist, das hat auch nichts mit Edelfeder zu tun. Bevor ich sowas mache, gebe ich lieber Nachhilfe, gehe mit Hunden spazieren oder sowas, da mache ich noch was sinnvolles und fülle nicht irgendwelche Content-Farmen oder so ein Mist.
birk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.03.2011, 12:07   #33
Tom Schmidt
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Renommee-Modifikator: 0 Tom Schmidt wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Wenn zu Guttenberg einen Ghostwriter gehabt haben sollte...dann könnte man spekulieren, dass dieser Schreiberling wohl nicht mehr als drei Cent pro Wort bekommen hat.

Tipp:Wer Zeit und Muße hat, kann ja ältere Angebote in diesem Forum durchforsten. Vielleicht wird man fündig?..lol
Tom Schmidt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.03.2011, 12:58   #34
VPNordwest
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Renommee-Modifikator: 0 VPNordwest wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Zitat:
engagiert freigeistige Dumping-Schreiber.
So einer bin ich. Als ich das Thema gelesen habe, war ich erst versucht zu jubeln. 3 Cent pro Wort. Ich bekomme bei einer lokalen Zeitung 12,5 Cent - pro Zeile.

Allerdings ist das nicht mein Hauptberuf. Und da ist der Ansatzpunkt. Wer einen versierten Autor sucht, soll den bitte auch anständig entlohnen. Denn der Autor muss im Normalfalle seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben verdienen. Und bei 3 Cent pro Wort wird man nicht unbedingt große Sprünge machen können.

Insofern kann ich für mich nach Lesen des Threads ausschließen, so ein Angebot anzunehmen, auch wenn es für mich als "Laie" natürlich verlockend wäre. Aber ich würde dadurch im schlimmsten Falle Existenten bedrohen oder sogar zerstören. Und das ist nicht dass, was ich will. Ich danke dem TO für die Öffnung meiner Sicht und hoffe, das andere genau so denken.
__________________
www.fotografie-patten.de
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Alt 01.03.2011, 21:51   #35
Texte-Büro
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Ich bin auch kein Freund dieser Billig-Texte. Aber scheinbar denken alle, bei solchen Jobangeboten handelt es sich um journalistische Arbeit. Das ist aber zu 99 Prozent nicht der Fall. Die Aufträge lauten zum Beispiel eher schreibe 300 Wörter über Mallorca oder 300 Wörter über die Automarke VW. Dafür braucht es keine große Recherche, keine Termine, kein sonstwas. Es gibt zum Beispiel einen Kunden, für den schreibe ich für 5 Cent je Wort. Dadurch verdiene ich ich einer Stunde 30 Euro. Bei anderen Kunden verlange ich für zwei Seiten Text mit 6000 Zeichen 300 Euro. Aber da ist der Aufwand eben viel größer, sodass der Stundenlohn auf gleichem Niveau sein wird. Daher kann man nicht pauschal sagen, ob 5 Cent pro Wort viel oder wenig sind.
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Alt 03.03.2011, 09:01   #36
Hessenreporter
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Zitat:
Zitat von Macit Beitrag anzeigen
Ein gutes Argument für den nächsten Arzt-/Anwaltsbesuch...
Auch Ärzte oder Anwälte werden nicht automatisch wohlhabend, nur weil sie Ärzte oder Anwälte sind. Ich befürchte, das ist ein sich hartnäckig haltendes Vorurteil. Gilt auch für Apotheker. Erst gestern bemerkte ich, daß ein Apotheker hier im Ort eine Ecke im Laden freigeräumt hat, der nun als "DPD Paket-Shop" dient. Auch dort hängt der Himmel nicht voller Geigen.
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Alt 05.03.2011, 00:10   #37
Iris68
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Das Problem liegt doch nicht bei den Kunden, sondern bei den Anbietern...

Die Nutten auf dem Straßenstrich verhauen nicht die Kunden, die nach einem 15-Euro-Service fragen, sondern die Kolleginnen, die ihn anbieten.

Die Frage ist doch, warum solche 3-Cent-Inserenten nicht lange nach Bewerbern suchen müssen. Im Gegenteil, sie werden mit Angeboten überschwemmt.

Mir zeigte mal ein Redaktionsleiter die Bewerbungen für solche 3-Cent-Jobs. 9 von 10 Bewerbern hatten einen Hochschul-Abschluss.

Für mich folgt dann die Frage, warum selbst Lokalredaktionen Diplom-Journalisten nur als Volontäre einstellen.

Ich studiere also 5 Jahre Journalismus und brauche dann ein Volontariat, damit ich über die neue Umgehungsstraße oder den neuen Vorstand des Taubenzüchtervereins schreiben darf.

Was haben mir dann die Professoren 5 Jahre lang erzählt?

Da stimmt doch etwas nicht.

Warum müssen so viele Hochschul-Absolventen Billig-Jobs annehmen? Weil sie für besser bezahlte Jobs überqualifiziert sind?

Das glaube ich nicht...

Eine Germanistik- oder Soziologieabsolventin ist nicht überqualifiziert dafür, einen Bericht von der Stadtrats-Versammlung zu schreiben.

Eher ist es doch so, dass die meisten Ich-habe-studiert-und-dann-viele-viele-Praktika-gemacht-„Journalisten” den Bericht auch nicht besser hinbekommen, als die Reporterin der örtlichen Schülerzeitung.

Wer doch heute eine Journalistin oder einen Journalisten für eine Berichterstattung sucht, wird doch erst einmal von den Zuschriften unendlich vieler Möchte-gern-Journalisten überflutet.

Die 3-Cent-Angebote sind legitim. Wesentlich unfairer finde ich es, wenn jemand, der genau weiß, dass er journalistisch nichts hinbekommt, journalistisches Können vorgaukelt.

Die 3-Cent-Anbieter schaden unserem Beruf nicht. Unserem Beruf schadet die Masse von Möchtegerns, die sich als Journalist bezeichnet, aber keine professionelle Reportage hinbekommt.

Ich wage zu behaupten, dass die Masse der angeblichen SEO-Texter von Search-Engine-Optimation nur laienhafte Kenntnisse hat.

Sich öffentlich als Journalist zu bezeichnen, ist oft schon peinlich, weil einen die Leute als Spinner und Hungerleider einstufen.

Wie jeder auf den ersten Blick leicht erreichbare Beruf – wie Kneipier, Nagelstudiobesitzerin, Immobilienmakler, Mediengestalter – zieht auch der Journalistenberuf eine Staubwolke vieler Traumtänzer nach sich.

Und klar, die Masse der Traumtänzer wird nicht so bezahlt, wie die Profis.

Das ist doch absolut in Ordnung so.

Und wer lässt sich schon pro Wort bezahlen? Kein Rechtsanwalt würde sich wie eine Schreibkraft für eine Klageschrift pro Wort bezahlen lassen. Kein Arzt würde seine Diagnose pro Wort in Rechnung stellen.

Meine Arbeit besteht doch nicht in der Zahl der Worte, sondern in der journalistischen Leistung.

Die exklusive 50-Worte-Meldung über einen überraschenden Politiker-Rücktritt ist doch mehr wert als der Bericht über die Jahreshauptversammlung des örtlichen Fischerei-Vereins.

Und das 3.000-Worte-Interview mit George Clooney ist doch mehr wert als das 3.000-Worte-Interview mit dem örtlichen JU-Vorsitzenden.

Und das soll alles gleich bezahlt werden? Hauptsache, 3.000 Worte.

Wer sich also auf eine Pro-Wort-Bezahlung einlässt, der wertet damit automatisch seine Arbeit ab. Er reduziert die kreative journalistische Leistung auf schnödes Hintippen möglichst vieler Worte.

Das ist aber nicht die Schuld der Job-Anbieter.
Iris68 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2011, 21:57   #38
Hessenreporter
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Zitat:
Zitat von Iris68 Beitrag anzeigen
Für mich folgt dann die Frage, warum selbst Lokalredaktionen Diplom-Journalisten nur als Volontäre einstellen.
Ich denke, das wäre mal ein anderes, dankbares Diskussionsthema, gehört aber wohl eher nicht in diesen Themenstrang hinein.

Es muß jeder selbst wissen, ob er für Cent-Beträge Texte schreibt. Jeder, der dies tut, hat gute Gründe dafür. Das muß man akzeptieren.
Hessenreporter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.03.2011, 11:56   #39
Reporterin
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Solange es Leute gibt, die so schludrige Arbeit abliefern, so lange wird es auch Kunden geben, die diese Preise bezahlen.

http://www.journalismus.com/_talk/sh...ad.php?p=80475
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Alt 06.03.2011, 23:56   #40
Schweinswal
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Ich glaube, es ist viel einfacher. So lange es genügend Leute gibt, die bereit sind, für so wenig Geld zu arbeiten, werden die Auftraggeber nicht mehr zahlen.
Dazu kommt, dass nach meinem Eindruck die Verlage immer weniger an hochwertigen Inhalten interessiert sind. Jedenfalls solange die Leser nicht scharenweise weglaufen. Bis zu einem gewissen Grad ist das allerdings auch verständlich. Für Berichte über Stadtrats- und Ausschusssitzungen, Schützenfeste oder Karnevalssitzungen braucht man in der Tat nicht unbedingt besonders versierte Schreiber und begnadete Rechercheure.
Warum haben nun aber viele Zeitungen seit 20 Jahren ihre Honorarsätze nicht erhöht? Sind die freien Mitarbeiter, die heute im Lokalen arbeiten, weniger qualifiziert als früher? Das Gegenteil ist der Fall. Nur sind ihre Qualifikationen für den Job eben nicht erforderlich. Die formalen ebenso wenig wie die praktischen. Erforderlich ist nur ein gewisses Mindestmaß an Qualität, das nicht dauerhaft unterschritten werden darf. Und das sehr viele Leute in der Lage sind, abzuliefern.

Das gilt nicht nur für Freie. Z.B. berichtete mir mal eine Volontärin in der Redaktion, in der ich "fester Freier" war, sie habe nun in so einem Seminar erfahren, dass sie eigentlich noch nie eine Reportage geschrieben habe. Hm, ja, sagte ich, im Grunde sind das alles Features. Wann erscheint auf den Lokalseiten schon mal eine echte Reportage.
Da ging mir auf, dass noch nicht einmal die Kenntnis der Definitionen journalistischer Textformen verwertbares Wissen nicht. Jedenfalls nicht bei einer stinknormalen Regionalzeitung.
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Alt 07.03.2011, 01:22   #41
Freak
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Genau, oftmals haben die Kunden keine Redaktionen und kommen nicht aus dem journalistischen Bereich. Sie haben keine Ahnung, was ein guter Text ist und wollen nur Kosten sparen (insbesondere im Onlinebereich). Diese Tendenz finde ich schon problematisch …

Es ist erfreulich, dass es zumindest bei Dir, Texte-Büro, gut läuft, aber leider ist das nicht der Regelfall. Bei mir gibt es Höhen und Tiefen. Gerade habe ich ein Tief, welches überwiegend aus dem Stress mit den Aufträgen resultiert.
Einfacher wäre, nur noch mit anspruchslosen SEO-Texten das Netz zuzumüllen. Dann hätte ich kein Zwiebelkonto mehr – wenn ich es ansehe muss ich heulen. Doch dabei entwickelt man sich nicht weiter und verblödet. Es ist wie in einer Fabrik am Fließband.
Nervig finde ich die unterschiedlichen Standards, vor allem wenn sie nichts mehr mit Journalismus zu tun haben und die „Autoren“/ „Texter“ dadurch praktisch dazu gezwungen sind, falsch vorzugehen und zu schreiben.
Die großen Magazine, bei welchen tatsächlich journalistische Kriterien gefordert sind, zahlen be********, so ist zumindest meine Erfahrung. Eine Reportage kann (!) man nicht in vier - fünf Stunden schreiben, das geht einfach nicht: Ansonsten ist es keine Reportage. Wenn das Ding dann aber nur mit 150 Euro entlohnt wird und man mindestens eine Woche dran sitzt, herumfährt, rumtelefoniert etc, dann gute Nacht …

Mein Schluss aus dem Ganzen: Jeden Cent in eigene Dinge investieren, um keine Festanstellung und keine Aufträge mehr nötig zu haben.
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Alt 07.03.2011, 10:26   #42
Texte-Büro
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@Freak: Was verstehtst du denn unter großen Magazinen? Also der Stern etc. zahlt alles andere als schlecht. Abgesehen davon muss man, und bei der Meinung bleibe ich, nicht für jede Reportage eine Woche unterwegs sein. Und wenn es wirklich viel Arbeit ist und z.B. nur 150 Euro gezahlt werden, dann muss man der Redaktion eben sagen, dass man für so wenig Geld nicht arbeitet. Scheinbar trauen sich das viele nicht. Ich habe das jedenfalls schonmal gemacht und somit ein besserer Honorar ausgehandelt.
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Alt 08.03.2011, 01:15   #43
Freak
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Die Magazine nenn ich nicht, damit es hier etwas anonym bleibt (…). Stern meine ich nicht. Keine Ahnung was die zahlen, aber die haben schon ihre Leute und suchen sicher nicht uns.

Mag sein, dass es auch weniger aufwendige Reportagen gibt, aber die habe ich bislang nicht erhalten.

Bei der einen Zeitschrift habe ich gekündigt, weil es gar nicht mehr ging. Die haben u. a. noch nicht gezahlt und wollten schon, dass ich das nächste Projekt starte. Als ich darauf hingewiesen habe, waren sie beleidigt … Hoffentlich muss nicht schon wieder das Honorar einklagen!
Bei der Anderen hätte ich gerne noch mitgemacht, wenn sie mehr zahlen würden. Wollen sie aber nicht, da zig andere Journalisten Schlange stehen, um für weniger zu arbeiten. Ich kann mir das leider nicht leisten …

Die 150 waren nur ein Beispiel, um zu veranschaulichen was ich meine – ein nicht gerade unrealistisches. Bei der zweiten Zeitschrift war das in etwa der Fall. Natürlich musste ich daneben sämtliche weitere Aufträge bearbeiten, um über die Runden zu kommen. Hätte ich diese größeren „Referenz-Geschichten“ weggelassen, hätte ich mehr Geld gehabt und sicher auch mehr Schlaf. Ärgerlich das Ganze …
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Alt 08.03.2011, 03:10   #44
hed
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Ich wollte ja eigentlich einem Kollegen antworten, der meinte das wäre schin in Ordnung, den Kommentar finde ich jetzt niicht mehr - aber egal. Wer für diesen Tarif arbeitet ist ein Dillo und tut sich selbst wie auch allen Kollegen nichts Gutes. Preisdumping ist nicht die Lösung für das Problem unserer Branche, es verschlimmert diese nur.

Für 0,03 Euro schreibe ich nicht mal einen Satz. Und zwar nicht, weil ich der genialste Journalist auf diesem Planeten bin, sondern aus Selbstachtung.

Grüße,
hed
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Alt 08.03.2011, 11:49   #45
Hessenreporter
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Für 0,03 Euro schreibe ich nicht mal einen Satz. Und zwar nicht, weil ich der genialste Journalist auf diesem Planeten bin, sondern aus Selbstachtung.
Das ist pro Wort und nicht pro Satz. Wenn der Satz 6 Wörter hat, bekommst Du pro Satz 18 Cent. Nach 10 Sätzen kannst Du Dir bereits ein belegtes Brötchen beim Bäcker gegenüber leisten. Wie lange brauchst Du, um 10 Sätze zu schreiben? Ich brauche dafür ca. 120 Sekunden.
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