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Umfrage: Sollen Jobofferten mit einer Honorarhöhe von 3 Cent pro Wort im Jobforum veröffentlich werden?
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Sollen Jobofferten mit einer Honorarhöhe von 3 Cent pro Wort im Jobforum veröffentlich werden?

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Alt 02.12.2011, 12:15   #91
Nemi217
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Renommee-Modifikator: 0 Nemi217 wird positiv eingeschätzt
Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Nachtrag: Alles Jammern hilft aber nicht! Man muss für sich selbst Alternativen suchen. Ob man es sich leisten kann, Dumping-Löhne zu umgehen, muss jeder selbst wissen. Aber auf Dauer ist das keine Lösung.

Da muss man schweren Herzens vielleicht auch seinen Traum als freier Journalist aufgeben und sich eine finanziell bessere Alternative suchen.
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Alt 05.12.2011, 12:46   #92
elsei
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Auch dieses Angebot könnte für kreative Journalisten interessant sein. Das <a href="http://www.adlershof.de/gruender-zentren/"> Gründerzentrum Berlin </a> unterstützt kreative Menschen mit herausragenden Ideen. Ob Durchstarter oder bereits etablierte Unternehmen, kann man mit einer bahnbrechenden Innovation überzeugen, sollte man sich an das Gründerzentrum Berlin wenden und um Unterstützung bitten.
elsei ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2011, 13:20   #93
Schweinswal
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Zitat:
Zitat von schmidii Beitrag anzeigen
Wilkommen im Club. Ungefähr 50 Millionen Bundesbürgern geht es genauso...
Sie meinen also, 50 Mio. Bundesbürger benötigten eine Berufshaftpflichtversicherung und bekommen keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall etc.?
Nur zur Info: Es gibt in Deutschland offiziell nur ca. 43 Mio. Erwerbstätige, nach realistischen Kriterien also deutlich weniger. Und falls Sie noch nicht bemerkt haben sollten, dass es, was die soziale Absicherung angeht, gewisse Unterschiede zwischen Selbständigen / Freiberuflern und Angestellten gibt, sollten Sie sich vielleicht mal kundig machen.
Schweinswal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.12.2011, 13:20   #94
Il(l)u
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Zitat:
Zitat von Nemi217 Beitrag anzeigen
... Da muss man schweren Herzens vielleicht auch seinen Traum als freier Journalist aufgeben und sich eine finanziell bessere Alternative suchen.
Nö, da musst nur journalistisch Arbeiten! So lange Du aber Journalismus mit Textern verwechselst, sehe ich da schwarz!

Gehe in die Kriegsgebiete, gehe nach Cannes oder Venedig, treibe ich in den Kaffehäusern der Diplomatenviertel herum, schau mal in Neuköln vorbei, schlendere mal durch den Hafen von Neapel. Du wirst tausend und eine Storry finden die dich zum Journalisten machen können und mehr als drei Cent pro Wort wert sind!

Ist das alles nichts für dich? kein Problem! Suche dir eine Familie wie die Geisens und mache sie berühmt. Oder arbeite mal für ein paar Wochen bei einem Schausteller und mach was draus. Auch journalistische Arbeit!

Oder Kultur: Die kulturelle wie soziale Aushungerung von Harz4 Empfängern z.Bsp. Da muss ja jeder bei verblöden wenn es nur noch für Essen und Scheißen reicht!

Alles dankbare Themen für einen Journalisten wo man auch nicht auf einen Autraggeber warten muss. Je nach Detailtiefe bietet man das ganze dann einer großen Zeitung an oder macht ein Buch draus!

Du kannst aber auch für 4 Wochen als Handelsvertreter in die Matratzen oder Wasserbettenbranche gehen. Wenn Du dan noch tatsächlich schreiben kannst, nehme ich dich dann mit Handkuss und massiere dir noch die Füsse wärend dessen Du schreibst!

Aber 300 Wörter zum Thema Schokolade zu schreiben, das hat nichts mit Journalismus zu tun! Das sind Jobs für Kinder, Studenten oder auch oftmals Mütter die sich ein paar Euro nebenbei verdienen müssen/wollen.

Nachtrag 02.01.2012: Ich halte Wort oder Zeilenpreise für Journalismus und/oder Literatur perse für den falschen Weg. Ich persönlich bezahle Artikel bzw. die Information! Im allg. kommt da am Ende (je nach Thema und Anforderung) ein Wortpreis zwischen 13 und 30 Cent dabei heraus. Den der wertfollste Text wäre doch der, wo es jemand schaft alle Weisheit und alles Wissen dieser Welt in einem Satz zu komprimieren.

Was wäre wohl für ein Müll dabei heraus gekommen, hätte man Mose beim Schreiben der 10 Gebote nach Wortpreis bezahlt? Oder Thomas Jefferson bei der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten? Ohne Frage wohl die zwei wertvollsten Dokumente der westlichen Welt!

Im Grunde (ohne solche Arbeiten werten zu wollen) finde ich es schon extrem bedenklich das angebliche Journalisten überhaupt über solche Sachen reden und solche Arbeiten als Konkurrenz betrachten. Und ob das hier was zu suchen hat oder nicht. Nur so als Meinung. Sollte nicht von Leuten entschieden werden die ganz offensichtlich überhaupt keine Ahnung dafon haben was Journalismus eigentlich ist. In diesem Sinne lieber Admin, fälle diese Entscheidung doch einfach ganz alleine. Den nur Du weist ob Du zugunsten eines fachlich sauber begrenztem Forum auf eine Nutzerklientel verzichten möchtest oder kannst. Bei der Gelegenheit stellt sich aber auch die Frage, wer hier alles so im Forum schreibt und sich Journalist nennt? Heut zu Tage nennt sich auch jeder zweite Bloger Journalist und ist dabei meist nicht mehr als ein minder bemittelter Schmierfink und mit Scheiße werfer!

Anders ausgedrückt. Diese Diskussion drückt das Niveau dieses Forums schon fast mehr herunter als wie es solche 3 Cent Angebote (die ich persönlich immer mal wieder für Webprojekte nutze) tun könnten. Nur mal so zum drüber nachdenken!
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Geändert von Il(l)u (05.01.2012 um 12:37 Uhr).
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Alt 28.12.2011, 16:14   #95
Schweinswal
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Reden AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Zitat:
Zitat von Il(l)u Beitrag anzeigen
Nö, da musst nur journalistisch Arbeiten! So lange Du aber Journalismus mit Textern verwechselst, sehe ich da schwarz!

Gehe in die Kriegsgebiete, gehe nach Cannes oder Venedig, treibe ich in den Kaffehäusern der Diplomatenviertel herum, schau mal in Neuköln vorbei, ..."
Sprichst Du da aus Erfahrung? Für mich klingt das eher wie eine schwärmerische Darstellung aus den Zeiten des "rasenden Reporters" Egon Erwin Kisch.

Davon abgesehen, ging es doch wohl weniger darum, was einen "zum Journalisten macht", sondern darum, wie man als Journalist finanziell überleben kann. So wie ich das sehe, bewerkstelligen das mittlerweile die meisten freien Journalisten, indem sie sich ihr Hobby Journalismus mit PR und anderen Nebentätigkeiten finanzieren. Was in der Summe dazu führt, dass mit Journalismus für alle noch weniger Geld zu verdienen ist, da die Verlage ja stets jemanden finden, der seine Texte noch billiger abliefert.

Auf der anderen Seite gehen inzwischen tatsächlich die Bewerbungen auf Volontariatsplätze zurück. Was Wunder, besteht doch meist kaum noch eine Chance auf Übernahme. Zugleich steigt der Frauenanteil unter den Bewerbern immer weiter an. Worauf könnte das wohl hindeuten?
Um es auf den Punkt zu bringen: Nach meinem Eindruck wird es darauf hinauslaufen, dass Journalismus sich immer mehr zu einer Freizeitbeschäftigung für finanziell abgesicherte Menschen entwickelt. Ein schönes Hobby zwecks Selbstverwirklichung gelangweilter Frauen gutverdienender Männer (manchmal auch umgekehrt), Rentnern oder Lottogewinnern. So ähnlich wie Töpfern, Papierschöpfen und andere kreative Hobbys.

Natürlich gibt es einem ein gutes Gefühl, wenn man zur Abwechslung mal wirklich journalistisch arbeitet und z.B. eine große Sozialreportage über ALG-II-Empfänger verfasst. Nur sollte man dann besser nicht allzu lange über den eigenen Stundenlohn nachdenken, den man damit erwirtschaftet. Der dürfte nämlich sehr wahrscheinlich unter dem Hartz-IV-Satz liegen. Nach meinen Erfahrungen bin ich auch leider nicht so optimistisch, was die Begeisterung möglicher Auftraggeber anbelangt.
Selbst wenn ich eine solche Geschichte dem örtlichen, altlinken Stadtmagazin anbieten würde, wäre ich auf Nachfragen folgender Art gefasst: Worin liegt der Aktualitätsbezug? Wurde darüber nicht schon so oft berichtet? Was ist das Neue an der Geschichte?
Schweinswal ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2012, 11:59   #96
mozart2
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Also leider kenne ich einige Leute, die glücklich wären, wenn sie stetig für 3 Cent pro Wort arbeiten dürften. Auch angestellte Journalisten arbeiten doch teilweise für einen Hungerlohn, also so selbstverständlich finde ich die hohen Preise nun auch nicht.
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Alt 12.01.2012, 16:04   #97
Reporterin
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Zitat:
Zitat von Schweinswal Beitrag anzeigen
Nach meinem Eindruck wird es darauf hinauslaufen, dass Journalismus sich immer mehr zu einer Freizeitbeschäftigung für finanziell abgesicherte Menschen entwickelt. Ein schönes Hobby zwecks Selbstverwirklichung gelangweilter Frauen gutverdienender Männer (manchmal auch umgekehrt), Rentnern oder Lottogewinnern. So ähnlich wie Töpfern, Papierschöpfen und andere kreative Hobbys.
Ganz schön dreist. Wer macht denn die Preise kaputt? Das sind Quereinsteiger - und das sind vor allem Männer.
Wer zahlt nicht anständig? Die Redakteure - und das sind Männer!
Wer sitzt in den Geschäftsführungen der Verlage? Männer.
Und wer favorisiert hier auf der Plattform vor allem, dass man ja für ein paar wenige Cent schreiben könne? Männliche User.
Wer hatte die Idee der "Redaktion.de"? Na, wer wohl.
Auch sind es mehr quereinsteigende Männer, die glauben, sie brauchten keine qualifizierte Ausbildung dafür, als Frauen usw.

Umgekehrt wird eher ein Schuh drauß, wenn die Männer einen Beruf kaputt gemacht haben, dann überlasst ihr die Scherben den Frauen. Büordienstleistung war ein Männerberuf, Sekretär war ein Männerberuf, Bundeswehr war ein......
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Alt 13.01.2012, 12:07   #98
Il(l)u
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

Zitat:
Zitat von Schweinswal Beitrag anzeigen
Sprichst Du da aus Erfahrung?
Nun ich bin Auftraggeber.
Ich kaufe Texte ab 1,6 Cent das Wort. Z.Bsp. 50.000 Wörter zum Thema XY schön in ca. 250 einzelnen Texten und Unterthemen aufgeteilt.
Z.Bsp. Thema Schokolade: Helle Schokolade, dunkele Schokolade, Tafeln, Schoko Osterhasen usw.
Kaufe Berichterstattungen z.Bsp. von Messen für ca. 80,- € pro Text und Journalie für bis zu 450,- € pro Text.

Es gibt natürlich noch Dinge dazwischen aber im wesentlichen gibt es diese drei Preisklassen bei mir. Wobei sich die 450,- € nicht wirklich lohnen. Mehr kann ich als Internet-Verleger aber nicht zahlen. Auch wen die Story noch so heiß ist. Ist also eher was für Leute die zufälligerweise eine Story haben die in meine Kernkompetenz fällt und die sonst keiner will weil die Zielgruppe zu winzig ist.
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Alt 13.01.2012, 12:31   #99
Il(l)u
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Standard Nachtrag

NACHTRAG:
Die 450,- € bekommst Du also, wenn Du z.Bsp. als Einkäufer getart eine Messe besuchst und eine Story findest. Du hast also ein gewisses Risiko!

1. ob Du eine Story findest? Das Risiko ist zumindest in der Matratzen und Bettenbranche relativ gering. Und nur hier kann ich mitreden! Hier hat aber jeder zweite eine Leiche im Keller und dafon wieder jeder zweite ist dumm genug um im Verkaufsgespräch drüber zu reden. Mir haben als Einkäufer schon Leute nach 5 Minuten Verträge zur Preisbindung vorgelegt. Leider kann ich selber diese Leute nur im Unterton beleidigen und gehen. Ich muss halt meinen Job als Internethändler und meinen Job als Verleger trennen. Und das muss man Kompromislos tun, sonst wird aus beidem nichts! Wenn man nicht ganz dumm ist, bekommt man innerhalb kürzester Zeit aber noch ganz andere Informationen und Kontakte!

2. ob Du jemand findest der die Story kauft? Aber das ist als freier nun mal so. Dafür hatt sich ein freier Journalist ja bewust entschieden! Kein Verleger, selbst wenn Du Wallraf heißen würde, würde dir ohne zu wissen das es die Story zumindest gibt, auch nur einen Cent Vorschuß geben! Der eine Tag und die Kosten für den Eintzritspreis auf der Messe bleibt also bei dir. Dafür hast Du freiheiten die ein Angestellter nicht besitzt, die Story gehört Dir und kannst die Story meistbietend veräußern!
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Alt 20.01.2012, 11:21   #100
jingo
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Standard AW: Frage: Bezahlung 3 Cent /Wort - sollen solche Angebote im Jobforum veröffentlicht werden?

3 Cent pro Wort ist hart. Dabei soll dann natürlich auch immer noch was wirklich gutes -oder unique, wie es heute heißt - bei raus kommen. Traurig, aber da sind wir hingekommen. Das dabei selbstverständlich auch die Qualität leidet ist jawohl allen klar. Gute Recherche und Top-Beiträge sind für so einen Kurs nicht zu bekommen. Außer ich schreibe nen 1000-Seiter mit mehr als 1000 Worten pro Seite. Aber so einen Auftrag will ja auch keiner vergeben...
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Alt 24.01.2012, 00:46   #101
Texte-Büro
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Zitat:
Zitat von Schweinswal Beitrag anzeigen
Natürlich gibt es einem ein gutes Gefühl, wenn man zur Abwechslung mal wirklich journalistisch arbeitet und z.B. eine große Sozialreportage über ALG-II-Empfänger verfasst. Nur sollte man dann besser nicht allzu lange über den eigenen Stundenlohn nachdenken, den man damit erwirtschaftet. Der dürfte nämlich sehr wahrscheinlich unter dem Hartz-IV-Satz liegen.
Wenn ich so etwas lese, bekomme ich die Krise. Du verdienst unter Hartz-IV-Satz damit? Dann suche dir doch einen anderen Job. Ich, und ich denke davon gibt es auch noch ein paar mehr, war mit meinem Einkommen immer zufrieden und verdiene logischerweise auch deutlich über Hartz-IV-Niveau. Aber wenn man es nicht hinbekommt, mit dem Beruf ein ordentliches Einkommen zu erzielen, arbeitet man entweder zu langsam oder einem fehlt der Geschäftssinn. So oder so sollte man dann den Beruf wechseln.
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Alt 27.01.2012, 14:44   #102
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Naja, mit 1.200 € pro Monat netto, für eine Person, ist der H4-Satz ja nun nicht gerade gering
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Alt 27.01.2012, 20:07   #103
Schweinswal
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Zitat:
Zitat von Reporterin Beitrag anzeigen
Ganz schön dreist. Wer macht denn die Preise kaputt? Das sind Quereinsteiger - und das sind vor allem Männer. ...
Abgesehen davon, dass das nur eine Randbemerkung war, auf die Du Dich da einschießt ...
Mir ging es nicht um Schuldzuweisungen. Und ich kenne auch jemanden, bei dem es umgekehrt läuft - wie ich ja schon kurz erwähnte. D.h. einen Mann, der mit seinen kargen Einkünften als "fester Freier" ein Zubrot zum gesicherten Einkommen seiner Frau liefert. Das ist aber bekanntlich nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

Deine Schuldzuweisungen führen auch nicht weit, finde ich. Zunächst mal sind in den vergangenen zehn Jahren bestimmt nicht viel weniger Frauen als Männer als Redakteure angestellt worden. Habe jetzt keine Lust, da konkrete Zahlen zu suchen.
Dass Redakteure oder Redakteurinnen ihren Freien wenig bezahlen, dürfte wohl kaum mit dem Geschlecht zusammenhängen. Wieviel die Freien verdienen, darüber entscheiden doch letztendlich die Verleger. Gier ist m.M.n. keine rein männliche Eigenschaft.

Dass Leute, egal welchen Geschlechts, die in überlaufenen Branchen arbeiten, ohne Ende ausgebeutet werden, ist nun mal eine allgemein zu beobachtende Erscheinung. Solange sich jemand findet, der es noch billiger macht, nimmt man eben den oder die.
In einem Punkt dürftest Du Recht haben: Männer neigen eher dazu, ihre eigenen Leistungen zu überschätzen. Auch so eine allgemeine Erscheinung.
Ach ja, ich bin übrigens kein Quereinsteiger.
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Alt 27.01.2012, 20:39   #104
Schweinswal
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@ Texte-Büro

Du wirst sicher bemerkt haben, dass sich mein Beitrag auf die Behauptung bezog, wer ein auskömmliches Einkommen erzielen wolle, solle einfach journalistisch arbeiten. Dieser Behauptung habe ich widersprochen.

Wahrscheinlich unterscheiden wir beide uns in der Definition von "Journalismus". Für mich ist es z.B. kein Journalismus, für ein Anzeigenblättchen Vereinsmitteilungen wortwörtlich abzupinnen, sich für die "BILD" irgendwelche Lügengeschichten auszudenken oder für ein ein Mitarbeitermagazin immer schön positiv über die Firma zu "berichten".
Journalismus beinhaltet in meinen Augen nämlich, die Dinge so darzustellen wie sie sind - oder das zumindest zu versuchen. Hundertprozentige Objektivität ist natürlich nicht möglich.
Aber wenn Kritik von vorne herein nicht möglich, weil nicht erwünscht ist, und die Realität geschönt dargestellt werden muss, dann handelt es sich nicht um Journalismus, sondern um PR.

Dein Argument kann ich daher nicht nachvollziehen. Mein Geschäftssinn sagt mir, dass es sich nicht lohnt, journalistisch zu arbeiten. Natürlich kann ich eine Reportage über das harte Leben von ALG-II-Empfängern auch in zwei Stunden abreißen, um auf einen halbwegs vernünftigen Stundenlohn zu kommen. Die Qualität wird dann aber zwangsläufig unterirdisch sein. Wenn das für Dich kein Problem ist, schön für Dich.

Zum Schluss noch eine Prise Logik: Dir wird sicher nicht verborgen geblieben sein, dass die Honorare, die an Journalisten gezahlen werden, generell seit langem sinken. Die Zahl der Journalisten ist dagegen nicht spürbar zurückgegangen. Logischerweise wird es also eine Menge Journalisten geben, die unter sinkenden Einkünften zu leiden haben.
Was Du propagierst, ist - wenn ich Dich richtig verstanden habe - , dass man sich dem Rat Race gefälligst stellen soll und eben eine entsprechend besch...eidene Arbeit abliefern soll, wenn bescheiden bezahlt wird. Kann man machen, nur mit Journalismus hat das nix mehr zu tun. Außerdem muss der Auftraggeber das natürlich auch mitmachen. Die Ansprüche sind, trotz sinkender Honorare, ja leider kaum gesunken.
Aber wie gesagt, schön für Dich, wenn Dich das alles nicht tangiert.
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Alt 29.01.2012, 02:51   #105
Texte-Büro
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@Schweinestall
Ich finde es lustig: Wann immer jemand sagt, er käme auf ein gutes Einkommen, wird ihm vorgeworfen, er liefert schlechte Arbeit ab. Ich bin mir sicher, dass das bei mir nicht zutreffend ist, weil meine Auftraggeber mit treu erhalten bleiben. Ich teile meine Arbeit auf 15 verschiedene Auftraggeber auf, für manche arbeite ich regelmäßig, für andere unregelmäßig. Aufgrund dieser großen Anzahl an Auftraggebern ist mein Einkommen sehr beständig. Und nach fast jedem Erstauftrag folgten weitere Aufträge. Also kann die Qualität ebenfalls nicht schecht sein. Zumal auch Zeitschriften mit einer sechsstelligen Auflagenhöhe dabei sind, die einen hohen Anspruch haben
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