75 Jahre Radios auf Rädern:
Meilensteine auf dem Weg zum modernen Autoradio Zerhacker, Hinz-Triller und TwinCeiver ...
► Eine Röhre für die Vorstufe erlaubt konstante Empfangslautstärken. ► 1952 bringt Blaupunkt das weltweit erste UKW-Autoradio. ► Der Hinz-Triller wird zum Auslöser des Verkehrsfunksignals.
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Fahrzeugspezifische Geräte schon zu Beginn der 50er Jahre 1932 präsentierte Blaupunkt das erste europäische Autoradio. Und bereits zu Beginn der fünfziger Jahre erforderten besondere Kundenwünsche verschiedene Konstruktionen und Bauformen. So entwickelten Ingenieure von Blaupunkt 1950 ein fahrzeugspezifisches Gerät für den VW-Käfer von Volkswagen. Dabei bildeten Bedienteil und Lautsprecher eine Einheit. |
Meilensteine aus 75 Jahren Am ersten Tag erfand der moderne Mensch das Auto, am zweiten den Rundfunk. Das Autoradio kam am dritten Tag – und von da an gab ein markanter blauer Punkt die Richtung vor. Es war nicht ganz so, aber es waren Generationen von Blaupunkt-Ingenieuren, die in ihren Büros und Labors für die wesentlichen Innovationen beim mobilen Radio-Empfang sorgten, von 1932 bis heute.Konstruiert, patentiert, vom Publikum honoriert – kaum ein Jahrzehnt verging ohne Aufsehen erregende Weltpremieren. Hier einige Meilensteine aus 75 Jahren Radio auf Rädern:
Die Dreißiger: Das erste Autoradio Europas Der Autosuper 5 bringt das Ende der mobilen Funkstille. Die Bosch-Toch- tergesellschaft Blaupunkt löst zwei elementare Probleme des Rundfunkempfangs im fahrenden Auto: Die Lagerung der empfindlichen Glaskolbenröhren und – dank "Umformer" – die Stromversorgung aus der Wagenbatterie. Eine Regelröhre für die Vorstufe erlaubt konstante Empfangslautstärke. Nebenbei erfindet man die Satellitenbedienung an der Lenksäule. Bald löst der "Zerhacker" – ein revolutionärer Gleichspannungswandler – den aufwändigen und teuren Umformer ab. Und die Selbstinduktionsabstimmung unterdrückt das Rauschen schwächerer Sender.
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Das Autoradio wurde in den Siebzigern zum Verkehrshelfer Vor 75 Jahren brachte Blaupunkt das erste Autoradio in Europa auf den Markt. Und in den siebziger Jahren entwickelte Blaupunkt mit der Autofahrer-Rundfunk-Information ARI das erste Warn- und Verkehrsfunksystem überhaupt. Dabei verfügten die Geräte der ersten ARI-Generation über einen eigenständigen Decoder, der bei aktuellen Meldungen automatisch auf Verkehrsfunkdurchsagen umschaltete. | Die Fünfziger: UKW, Stationstasten und Sendersuchlauf Seit 1950 erfolgt die Senderabstimmung per Variometer – eine Europa-Premiere. 1952 bringt mit dem ersten UKW-Autoradio weltweit ein besonderes Highlight der Blaupunkt-Historie. 1953 folgt das mechanische Drucktastensystem "Omnimat" für den schnellen Senderwechsel, 1954 der automatische Sendersuchlauf ("Selectomat-Stationsfinder"), der arretiert, sobald ein starkes Signal empfangen wird. Und ab 1957 hält die Transistortechnik Einzug.
Die Sechziger: Stereo im Auto 1960 kommt das erste Autoradio zum Mitnehmen. 1963 folgen die ersten voll transistorisierten Modelle und zeigen sich erstmals in den von den heutigen Geräten gewohnten Dimensionen. Das erste Stereo-Autoradio der Welt wird 1969 vorgestellt – das Auto wird zum Klangraum.
Die Siebziger: Verkehrsfunk-Decoder Das Autoradio als Verkehrshelfer: Blaupunkt entwickelt die Autofahrer-Rundfunk-Information, das "ARI"-Verkehrsfunksystem. Die ARI-Radios (Premiere 1976) verfügen über einen Decoder, der bei aktuellen Meldungen automatisch auf Verkehrsfunk umschaltet; Auslöser ist ein für das menschliche Ohr unhörbares Verkehrslotsensignal, der sogenannte Hinz-Triller. Am Ende des Jahrzehnts kommt das Quartz-Tuning-System.
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Autoradio-Referenzen von Blaupunkt seit 75 Jahren Für eine Pionierentwicklung wie Blaupunkts Autosuper 5, vorgestellt anlässlich der IFA 1932 in Berlin als erstes Autoradio in Europa, war es ein Leichtes, Referenzstatus zu erreichen. Seine Nachfolger dagegen bewegen sich in einem schwer umkämpften Markt und müssen besonderen Vergleichstests standhalten. Das Blaupunkt-Modell Bremen gilt jedoch seit Jahren als ein Technologieträger, der bei der Empfangs- und Klangqualität zur Avantgarde gehört und jüngst gar als das beste MP3-Autoradio der Welt bezeichnet wurde. | Die Achtziger: Kassetten-und CD-Autoradios 1980 freuen sich die Freunde eines persönlichen Musikprogramms über das erste Vollstereo-Kassetten-Autoradio samt digitaler Abstimmung und Frequenzanzeige; die erste Radio-/CD-Kombination für den Autoradioschacht folgt 1988. Weltpremieren sind die ersten Autoradios mit Senderidentifikation (PCI) und ihrem Nachfolger, dem Radio-Daten-System RDS – ein Decoder ermöglicht die Identifikation der Sender und die Wahl der optimalen Station.
Die Neunziger: Digitales Autoradio 1991 präsentiert Blaupunkt den Verkehrsfunkspeicher "TIM" (Traffic Memo). 1995 setzt ein Autohifi-und Navigationssystem mit GPS-Empfang, Routenführung und gesprochenen Fahrempfehlungen neue Maßstäbe. 1996 wird das erste volldigitale Autoradio vorgestellt; 1997 folgt das weltweit erste Autoradio mit integriertem Mobiltelefon und 1998 die erste dynamisierte Radio-Navigation.
Nach dem Millennium: Vom TwinCeiver zum DigiCeiver 2002 präsentiert Blaupunkt das erste digitale Autoradio mit zwei Digitaltechniken (DAB und MP3), im Jahr darauf die Kombination von MP3 und Digital Recording. 2005 folgt das erste DVD-Autoradio. Seit 2002 perfektioniert der TwinCeiver, ein Doppeltuner mit virtueller, automatisch nachgeführter Richtantenne (DDA), die UKW-Empfangsleistung: Bei Mehrwege-Empfang werden Störungen durch extrem schnelle Frequenzwechsel minimiert. Eine weitere High-Tech-Entwicklung der letzten Jahre, der DigiCeiver, nutzt die volldigitalen Möglichkeiten zur raumakustisch optimalen Klangbeeinflussung via Digital Signal Processing (DSP). |