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Dr. Uwe Thomas: Der Blaupunkt-Erfindergeist ist ungebremst – auch wenn der weltweite Wettbewerb intensiver geworden ist. Wir arbeiten heute mit 1.500 Ingenieuren an der Grundlagen- und Fortentwicklung unserer Produkte, und das machen wir natürlich nicht nur beim Autoradio, sondern das zieht sich durch alle modernen Techniken im Bereich der Car Multimedia-Szene. Das Autoradio war eines der ersten Produkte von Blaupunkt. Wie hat sich die Produktpalette inzwischen verändert? Wo will Blaupunkt hin? Ja, das Produktangebot hat sich vom Autoradio und vom Soundsystem über die Navigation hin zu – wie wir heute sagen – integrierten Fahrerinformations- und ganzen Assistenzsystemen entwickelt. Und den Weg werden wir ganz konsequent weiter beschreiten. Nun gibt es inzwischen ja dutzende von Herstellern für Autoradios. Was muss eine Marke wie Blaupunkt tun, um sich auch in Zukunft behaupten zu können? Wie wichtig ist dabei auch der Standort Deutschland? Zunächst einmal hat die Marke Blaupunkt ein sehr stabiles Image und wie die Marketingleute sagen - auch ein Imageguthaben. Das basiert auf der Qualität unserer Produkte und es basiert auf der Kompetenz, die wir im Thema Fahrzeug-Kommunikationssysteme gezeigt haben. Blaupunkt ist ja entstanden als der blaue Punkt, der am Bandende ein Produkt als Qualitätsprodukt gekennzeichnet hat. Dadurch ist die Marke entstanden. Blaupunkt ist so gesehen ein Qualitätssiegel – unser Qualitätssiegel. Und diese Marke wird weiterentwickelt und modernisiert und ihre Wurzeln werden wir nicht vergessen. Dazu gehört der Standort Deutschland, der spielt eine wesentliche Rolle, als das BlaupunktWeltzentrum, als Ideengeber, als Entwicklungsstandort – wenn Sie so wollen, unsere Steuerungszentrale für unser globales Geschäft. Ein Autoradio für morgen wird schon heute entwickelt, d.h., ein Gerät, das in ein oder zwei Jahren auf den Markt kommt, ist heute in der Planung. Woher wissen Sie, was ein Autoradio der Zukunft wirklich braucht? Wo spüren Sie diese Trends auf? Und ich rede ja die ganze Zeit vom Autoradio: Mögen Sie diesen Begriff eigentlich noch? Blaupunkt stellt ja mittlerweile ganze Multimedia-Center fürs Auto her. Völlig richtig. Natürlich mag ich den Begriff, denn der Begriff Autoradio ist die Wiege und die Erfolgsbasis unseres Unternehmens und das kann man eigentlich nur mögen. Dass sich das Autoradio verändert und in der Zukunft sich im Auto die Funktion „Radio hören“ wiederfindet, aber nicht zwangsläufig das Autoradio wie wir es kennen. Das ist einfach der Lauf der Zeit. Wie spüren wir das auf? Wir betreiben natürlich umfassende, professionelle Marktforschung und wir bekommen aus den Märkten und Trendanalysen regelmäßig und vielfältig wichtige Entwicklungen aus dem Feld Consumer Electronics, aber auch aus dem gesamten automobilen Feld, die wir nutzen, um die nächste Produktgeneration zu planen und letztlich erfolgreich zu vermarkten. Der nächste runde Geburtstag des Autoradios steht in 25 Jahren an. Wie wird das Autoradio dann aussehen? Gibt es dann noch Radio so wie wir es kennen? So, wie wir es kennen, wird es im Museum stehen. So, wie es klingt, werden wir es auch in 25 Jahren erleben. Dass wir nämlich Radio hören und das Radio ein Teil des Gesamtsystems ist, von dem der Fahrer umgeben ist. Das ihn mit Unterhaltung, mit Information versorgt und ihn im Übrigen beim Autofahren unterstützt, damit er sicher ans Ziel kommt. Herr Dr. Thomas, vielen Dank für das Gespräch. Hier das Interview downloaden (PDF) Inhalt des Themenspecials: Interview mit Dr. Uwe Thomas Bildarchiv Dieses Themenspecial wurde in Zusammenarbeit mit der Blaupunkt GmbH erstellt. |
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