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Recherchefragen - Investigativ In diesem Forum geht es um die journalistische Recherche. Recherchefragen Informationen, Kooperationspartner, alle Themen zur Recherche.

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Alt 11.08.2006, 15:45   #1
AnnikaB
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Registriert seit: 23.05.2004
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Renommee-Modifikator: 0 AnnikaB wird positiv eingeschätzt
Standard frei&gewerblich- homepageproblem

kurze frage an die experten: wenn ich sowohl redaktionelle als auch gewerbliche dienstleistungen (pr) anbiete und dies nun auch auf einer homepage kundtun möchte- sollte ich dann besser 2 "bauen" oder ist ein menüpunkt "leistungen" mit den entsprechenden unterpunkten völlig ausreichend?

ich persönlich tendiere zur zweiten variante (wegen der übersicht über die leistungen), jedoch frage ich mich: muss ich eine abgrenzung zwischen frei und gewerbe bereits schon an diesem punkt machen? würde das finanzamt bei dieser variante die gesamte dienstleistung als gewerblich einstufen? interessiert es das finanzamt überhaupt und eine klare trennung der rechnungen reicht völlig? (jetzt mal von den homepagekosten abgesehen).

freue mich über eure meinungen und erfahrungen! entwirrt mich

herbstliche grüße aus köln,
annika
AnnikaB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.08.2006, 20:16   #2
admin
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Renommee-Modifikator: 10 admin wird neutral bewertet
Standard AW: frei&gewerblich- homepageproblem

Das bringt dir nichts, denn schon bei geringen gewerblichen einnahmen bist du Gewerbetreibender. Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Abf%C3%A4rbetheorie

Ausserdem:
http://www.mediafon.net/ratgeber_hau...cb2bb08&lang=1
__________________
Peter Diesler (Admin)
Journalismus.com-Team

Geändert von admin (11.08.2006 um 20:19 Uhr).
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Alt 11.08.2006, 21:54   #3
AnnikaB
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Beiträge: 9
Renommee-Modifikator: 0 AnnikaB wird positiv eingeschätzt
Standard AW: frei&gewerblich- homepageproblem

vielen dank für die info! ich dachte bisher, wenn ich die beiden bereiche in der büroorganisation und in der buchhaltung strikt trenne und entsprechend unterschiedlich anmelde, würde es keine probleme geben. es sei denn natürlich bei einem mischauftrag, der meist gewerblich abgerechnet wird.
gut, dann muss ich mich also entscheiden, ob ich weiterhin auf die gewerblichen arbeiten verzichte oder aber journalistische arbeiten gewerblich abrechne. wozu würdest du / ihr tendieren?

liebe grüße,

annika
AnnikaB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.08.2006, 22:12   #4
admin
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Standard AW: frei&gewerblich- homepageproblem

Hi Annika,

Zitat:
Zitat von AnnikaB
vielen dank für die info! ich dachte bisher, wenn ich die beiden bereiche in der büroorganisation und in der buchhaltung strikt trenne und entsprechend unterschiedlich anmelde, würde es keine probleme geben. es sei denn natürlich bei einem mischauftrag, der meist gewerblich abgerechnet wird.
ich würde voll auf gewerblich gehen, weil Du immer das unkalkulierbare Risiko einer Betriebsprüfung hast. Und das Risiko einer nachträglichen aberkennung deiner Freiberuflichkeit ist ja nicht auszuschliessen. Das kann sich zu einer riesigen gewerbesteuerschuld aufbauen, wenn erst nach einigen Jahren gerüft wird und Du dann für ein paar Jahre Gewerbesteuerschuld nachzahlen musst. Lass es dir mal vom Steuerberater ausrechen.
__________________
Peter Diesler (Admin)
Journalismus.com-Team
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Alt 21.08.2006, 17:51   #5
AitschPi
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Renommee-Modifikator: 16 AitschPi wird positiv eingeschätzt
Standard AW: frei&gewerblich- homepageproblem

Aua! Gerade das Beispiel da bei Wikipedia mit dem Archtektenbüro, wo auch die gewerbliche weitere Tätigkeit eines Gesellschafters auf das gesamte Büro und so auch auf die anderen Gesellschafter abfärbt, finde ich schon krass. DAS wusste ich bislang echt nicht!
AitschPi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2006, 20:14   #6
nce
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Renommee-Modifikator: 15 nce wird positiv eingeschätzt
Standard AW: frei&gewerblich- homepageproblem

Zitat:
Zitat von admin
Ich würde voll auf gewerblich gehen, weil Du immer das unkalkulierbare Risiko einer Betriebsprüfung hast.
Naja, ist das nicht ein bisschen übervorsichtig? Ich will nicht verharmlosen, dass das eine überaus sensible Geschichte ist, gerade bei der "Eigenwerbung", um die es in diesem Thread ja eigentlich geht.

Aber grundsätzlich:

Zitat:
Zitat von mediafon.net
Hier besteht also ein großer Ermessensspielraum. Wie es diese Regeln auf die vorn genannten Beispiele anwendet, kann zuverlässig also nur das zuständige Finanzamt selbst beantworten.
Es spricht doch (in der Regel) überhaupt nichts dagegen, im Zweifelsfall beim zuständigen Finanzamt nachzufragen, wie die die Sache einschätzen - und ggf. einschätzen würden, wenn man dieses so und jenes so tut. So wird immer gleich der Horror vor dem Betriebsprüfer aufgebaut, auf dessen Fersen man schon den Gerichtsvollzieher (wenn nicht gar den Sensenmann) herantrampeln hört ...
nce ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2006, 23:30   #7
admin
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Standard AW: frei&gewerblich- homepageproblem

Hi,

Zitat:
Zitat von nce
Naja, ist das nicht ein bisschen übervorsichtig? (...) So wird immer gleich der Horror vor dem Betriebsprüfer aufgebaut, auf dessen Fersen man schon den Gerichtsvollzieher (wenn nicht gar den Sensenmann) herantrampeln hört ...
Na ja, es geht ja hier eher um Rechtssicherheit. Wenn ich "Ermessensspielraum" höre, dann klingeln bei mir die Alarmglocken. Man kann natürlich offensichtliche Dinge mit dem Finanzamt besprechen.

Schwierig sind die Sachen wo man - siehe Aitschpie oben - nicht weiss, dass sie zur Aberkennung der Freiberuflichkeit führen können.

Gesetzt den Fall Du bist nicht Freiberuflich. Dann kommt der Betriebsprüfer und stellt fest Du bist Gewerbetreibender. An sich kein Problem. Man zahlt dann künftig halt Gewerbesteuer, beispielsweise 3.000 EUR pro Jahr .

Aber das Problem ist, dass nun RÜCKWIRKEND Dir die Freiberuflichkeit aberkannt werden kann, weil Du vielleicht seit einige Jahren Gewerbeeinkünfte hast.

Gehen wir von 5 Jahren aus, sind das 15.000 EUR, fällig sofort (!).

Na gut, es ist nicht ganz so teuer, da die Gewerbesteuer den Gewinn reduziert und Du weniger Einkommssteuer zahlen musst. Aber dennoch: So manchen kann das in die Pleite treiben.

Deshalb mein Rat: Hast Du Gewerbeeinkünfte, dann melde ein Gewerbe an. Schreibst Du nur Artikel, dann bleibe Freiberufler
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Peter Diesler (Admin)
Journalismus.com-Team

Geändert von admin (21.08.2006 um 23:34 Uhr).
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